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Der predigende Hahn

Das literarisch-moralische Nutztier

detebe Band 22673

Nicht nur für seine körperlichen Bedürfnisse nutzt der Mensch die Tiere: ohne die Tiere gäbe es Literatur und Malerei so, wie wir sie kennen, nicht. Man denke nur an Kafka und den Käfer… Mit bewundernswerter Leichtigkeit erzählt Hugo Loetscher aus der wundersamen Welt der vermenschlichten Tiere und ihrer vertierten Schöpfer. Illustriert mit berühmten Tierdarstellungen aus der Kunstgeschichte.
Portrait
Hugo Loetscher, geboren 1929 in Zürich, gestorben 2009 ebendort. Seit 1965 bereiste er regelmäßig Lateinamerika, Südostasien und die USA, seit 1969 war er als freier Schriftsteller und Publizist tätig. Hugo Loetscher war Gastdozent an Universitäten in der Schweiz, den USA, Deutschland und Portugal sowie Mitglied der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung. 1992 wurde er mit dem Großen Schiller-Preis der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 369
Erscheinungsdatum 20.04.1993
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-22673-7
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,5/12/2,5 cm
Gewicht 279 g
Abbildungen mit Bildtaf. 18 cm
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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9,20
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kulturtiere
von Daniel Buess aus Basel am 11.09.2010

Im Untertitel heisst es augenzwinkernd: “Das literarisch-moralische Nutztier”. Loetscher meint also nicht das natürliche Tier, das in menschlicher Sichtweite vielleicht gar nicht existiert, denn auch das sogenannt natürliche Tier ist ein Produkt unserer Wahrnehmung und deshalb ein künstliches Tier. Loetscher meint das Kulturtier... Im Untertitel heisst es augenzwinkernd: “Das literarisch-moralische Nutztier”. Loetscher meint also nicht das natürliche Tier, das in menschlicher Sichtweite vielleicht gar nicht existiert, denn auch das sogenannt natürliche Tier ist ein Produkt unserer Wahrnehmung und deshalb ein künstliches Tier. Loetscher meint das Kulturtier. Was aber ist ein Kulturtier? Worin nützt es uns? Was bezwecken wir, wenn wir Tiere zu Akteuren menschlicher Befindlichkeiten machen? Der Mensch spiegelt sich im Tier, das immer auch - und aus menschlicher Sicht fast ausschliesslich - ein Teil seiner Kultur ist, seiner Rede, seiner Moral, seiner Künste, seines Selbstverständnisses. Kurzum, Tiere helfen uns im Menschsein. Deshalb bevölkern sie unsere Phantasie. Gelehrsam plaudernd führt uns Loetscher durch den zoologischen Garten unserer Kultur. (Und auch fremder Kulturen). Eine anspielungsreiche und vergnügliche Bildungsexkursion.