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Tag der Heuschrecke

Ein Hollywood-Roman

Die legendäre Satire auf die Traumfabrik Hollywood. Nathanael West, der wie sein Freund F. Scott Fitzgerald jahrelang als Drehbuchautor in Hollywood verschlissen wurde, hat den Tagträumen des Filmproletariats seine Stimme gegeben: ein Rachefeldzug gegen Hollywood, der den Alptraum Amerika entlarvt.

Rezension
"Eine legendäre Satire über die Verrücktheit des Filmgeschäfts, die seit bald sechzig Jahren als die Abrechnung mit Hollywood gilt." (Kultur!news)

"Heute gilt Tag der Heuschrecke nicht nur als einer der besten Romane aus dem Filmmilieu, sondern als eine der bittersten und erregendsten Gestaltungen des von Illusionen gefoppten und von Angstträumen verfolgten Menschen in einer Massenkultur." (Kindlers Literatur Lexikon)

"Es ist, als ob man Zeuge der letzten ironischen Vorstellung des AmerikanischenTraumes würde." (Tradition and Dream)

"Nathanael West hat in den dreißiger Jahren zwei Romane geschrieben, deren Bedeutung erst von der nachfolgenden Generation ganz akzeptiert worden ist. Beide Bücher gehören zu den wichtigsten Dokumenten literarischer Selbstbezweiflung, die Amerika zwischen den Kriegen hervorgebracht hat. Ihr Thema ist die große Krise, der Zusammenbruch althergeholter Ideale im Sturm der Wirtschaftskatastrophe. West beschreibt die Krise nicht einer Lebensform, vielme hr des Lebens selber: seine Bücher gestalten diese Erfahrung schärfer und dichter als die Romane der Zeitgenossen, und der Stil, in dem sie abgefaßt sind, gibt diese Erfahrung wie ein Spiegel weiter, erbarmungslos und trocken." (Deutsche Zeitung)
Portrait
Nathanael West wurde 1903 als Nathan Wallenstein Weinstein in New York City geboren, wo er deutschsprachig aufwuchs. Seine Eltern waren litauisch-jüdische Einwanderer. Nachdem er von der Tuft University verwiesen wurde, schrieb er sich an der Brown University mit falschen Zeugnissen ein, die von einem Namensvetter stammten, und verließ die Hochschule mit einem (echten) Diplom. 1924 schloss er sein Studium mit dem ›Bachelor of Philosophy‹ ab. Wie die meisten Exponenten der ›Lost Generation‹ zog es ihn in den zwanziger Jahren nach Paris. In den zwei Jahren dort bewegte er sich in den Kreisen der Dadaisten und Surrealisten. Nach Amerika zurückgekehrt, schlug er sich als Hotelmanager durch, gab mit William Carlos Williams die Zeitschrift ›Contact‹ heraus, lieferte Beiträge für George Grosz' satirisches Blatt ›Americana‹, war bekannt mit Erskine Caldwell, Malcolm Cowley, Alfred Kazin, Ring Lardner, Dorothy Parker und befreundet mit F. Scott Fitzgerald, als dessen ›kleiner Bruder‹ er galt. Wie dieser vergeudete er in Hollywood sein Talent mit Drehbüchern für drittklassige Streifen. Er starb bei einem Autounfall, einen Tag nach Fitzgerald.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 27.09.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-20059-1
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,1/11,2/1,8 cm
Gewicht 225 g
Originaltitel The Day of the Locust
Auflage 5
Übersetzer Fritz Güttinger, Nathanael West
Buch (Taschenbuch)
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10,20
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Hahnenkämpfe in der Tagtraumfabrik
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 22.06.2012

Er gilt als einer der Wegbereiter der Postmoderne, seine Werke als Klassiker der modernen amerikanischen Literatur - dennoch ist Nathanael West heute, im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen und engen Freunden F. Scott Fitzgerad oder Dashiell Hammett, nur noch den wenigsten ein Begriff. Daran wird wohl voraussichtlich auch die Neuau... Er gilt als einer der Wegbereiter der Postmoderne, seine Werke als Klassiker der modernen amerikanischen Literatur - dennoch ist Nathanael West heute, im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen und engen Freunden F. Scott Fitzgerad oder Dashiell Hammett, nur noch den wenigsten ein Begriff. Daran wird wohl voraussichtlich auch die Neuauflagen seiner Werke durch den Manesse Verlag nichts ändern, wenngleich diese seinen Namen zumindest wieder mehr in den Fokus gerrückt haben. Verdientermaßen, denn bereits mit "Tag der Heuschrecke" hat sich West gleich nach ganz weit oben in meine persönliche Bestenliste geschrieben. Von vielen als "bestes Buch, das je über Hollywood geschrieben wurde" gepriesen, waren die Erwartungen vor der Lektüre dementsprechend hoch - und West hat sie nicht nur erfüllt, sondern in beeindruckender Art und Weise übertroffen. Mit schonungslos sezierender, bitterer Sprache wirft er einen Blick hinter die Glitzer-Fassade der Traumfabrik, richtet den Scheinwerfer auf die im Schatten des goldenen Sonnenstaats darbenden Verlierer, welche ihre Hoffnungen auf Erfolg schon bereits bei der Ankunft in der Großstadt begraben mussten. Der "American Dream" der 30er Jahre ist zu einer Sackgasse geworden, gegen deren Wand die Verzweifelten und Gescheiterten ohne Aussicht auf Erfolg tagtäglich anrennen. Körper werden verkauft, Moralvorstellungen über Bord geworfen. Und das sinnlose Wunschdenken kanalysiert sich immer wieder im Ausbruch von Gewalt. Wie Chandler und Hammett, so hat auch West kein Blatt vor den Mund genommen, um die Auswüchse des Sittenverfalls im Amerika der Großen Depression zu skizzieren und den Glanz Kaliforniens als oberflächliche Politur zu entlarven. In gewissem Sinne ist "Tag der Heuschrecke" dabei auch eine persönliche Abrechnung des Autors, der sich mehr schlecht als recht als Drehbuchschreiber in Hollywood verdingte und von Biografen später als notorischer Lügner betitelt wurde. Im Schreiben hat West sich seine Ehrlichkeit auf jeden Fall bewahrt. Und diese geht nicht spurlos am Leser vorbei. So ist der Blick auf das Treiben der verbitterten Egoisten, die (wortwörtlich) in Hahnenkämpfen um die Gunst einer schönen, aber ebenso erfolglosen jungen Frau (welche ihren Körper aus Geldnot zu Markte trägt) kämpfen, spätestens im letzten Drittel von Traurigkeit verklärt - und die unterhalb der beißenden Satire schwelende Spannung entlädt sich in einer verheerenden Massenpanik, die uns ernüchtert und nachdenklich zurücklässt. "Tag der Heuschrecke" ist große, bleibende und immer noch wirkungsvolle und eindringliche Literatur - ein Klassiker im wahrsten und besten Sinne des Wortes.