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Auslöschung

Ein Zerfall


»Auslöschung« ist der Titel einer Niederschrift, die Franz-Josef Murau in seinem letzten Lebensjahr in Rom verfaßt hat und die Thomas Bernhard zugänglich macht. Diese Aufzeichnungen waren für Murau unumgänglich geworden, da in ihnen ein Thema im Zentrum steht, das seine ganze Existenz zerstört hat, nämlich seine Herkunft. Dieser »Herkunftskomplex« läßt sich mit dem Namen eines Ortes bezeichnen: Wolfsegg. Hier ist Murau aufgewachsen, hat er den Entschluß gefaßt, daß er, will er sich, seine geistige Existenz retten, Wolfsegg verlassen muß. Obwohl er deshalb beabsichtigt, Wolfsegg zu meiden, muß er dennoch dorthin reisen: seine Eltern und sein Bruder sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Dieser erneute Wolfsegg-Aufenthalt macht Murau deutlich, daß er sich von Wolfsegg endgültig lösen muß. Er faßt den Entschluß, über Wolfsegg zu schreiben, und zwar mit dem Ziel, das in diesem Bericht »Beschriebene auszulöschen, alles auszulöschen, das ich unter Wolfsegg verstehe, und alles, das Wolfsegg ist«.

Portrait
Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 650
Erscheinungsdatum 28.08.1988
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-38063-5
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 17,6/11,1/4 cm
Gewicht 378 g
Auflage 15. Auflage
Verkaufsrang 64334
Buch (Taschenbuch)
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eine Familienauslöschung
von Patrick Nagl aus Wien am 11.02.2011

Eigentlich eine tragische Geschichte. Aber wie immer schafft es Bernhard auch der Tragik komische Züge zu verleihen, ja sogar humoresk erscheinen zu lassen. Die Geschichte ist eine Abrechnung mit der Vergangenheit des Hauptprotagonisten der selbst an den verstorbenen Angehörigen kein gutes Haar lässt....Unterhaltsam und bitter z... Eigentlich eine tragische Geschichte. Aber wie immer schafft es Bernhard auch der Tragik komische Züge zu verleihen, ja sogar humoresk erscheinen zu lassen. Die Geschichte ist eine Abrechnung mit der Vergangenheit des Hauptprotagonisten der selbst an den verstorbenen Angehörigen kein gutes Haar lässt....Unterhaltsam und bitter zugleich. Eine Geschichte der man sich keinesfalls entziehen sollte....