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Der Idiot. (Dünndruck)

Roman. Mit e. Nachw. v. Ludolf Müller u. e. Zeittaf. v. Barbara Conrad


Drama um Liebe, Mord und die Zerstörung eines Ideals.

Fürst Myschkin leidet an Epilepsie. Seiner Krankheit, mehr noch seiner Güte und Bescheidenheit wegen gilt er als »Idiot« und gerät unversehens in die Fänge der intriganten St. Petersburger Gesellschaft. Es beginnt ein Drama um Liebe, Mord und die Zerstörung eines Ideals.

»Die gesamte Bewegung des Buchs gleicht einem ungeheuren Kratereinsturz.« Walter Benjamin

Portrait

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij (1821-1881) zählt zu den bedeutendsten Dichtern der Weltliteratur. Er war der Sohn eines Armeearztes aus Moskau. Nach kurzer Tätigkeit als technischer Zeichner im Kriegsministerium wurde er freier Schriftsteller. Vier Jahre Zwangsarbeit als politischer Häftling und beständige Geldnot wegen seiner Spielleidenschaft zeichnen den unermüdlich Schaffenden. St. Petersburg wird die zweite Heimat dieses bedeutendsten russischen Realisten und Hauptschauplatz seiner berühmtesten Romane, die bis heute weltweit bewundert und gelesen werden.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 848
Erscheinungsdatum 01.06.1999
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-12407-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,2/12,1/4 cm
Gewicht 501 g
Originaltitel Idiot
Auflage 22. Auflage
Übersetzer Arthur Luther
Verkaufsrang 79494
Buch (Taschenbuch)
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15,40
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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5 Bewertungen
Übersicht
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" Um die Vollkommenheit zu erreichen, muss man zuerst vieles nicht verstehen "
von Jérôme aus Bad Eilsen am 05.03.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wer ist dieser Fürst Myschkin, der einem von Beginn an sympathisch erscheint, dieser Sonderling, welcher eine kindliche Unschuld verkörpert und des Öfteren mit seiner daraus resultierenden Naivität den Leser durchweg entzückt. Dieser ganz besondere Mensch scheint der Inbegriff des schönen und guten Idealmenschen zu sein, so das ... Wer ist dieser Fürst Myschkin, der einem von Beginn an sympathisch erscheint, dieser Sonderling, welcher eine kindliche Unschuld verkörpert und des Öfteren mit seiner daraus resultierenden Naivität den Leser durchweg entzückt. Dieser ganz besondere Mensch scheint der Inbegriff des schönen und guten Idealmenschen zu sein, so das es nicht so abwegig erscheint eine Parallele zu Jesus zu sehen. Seine Kindheit ist geprägt durch eine Isolation vor der Gesellschaft und ihren Konventionen. Genau diese fehlende Unterweisung in ihre Normen, wird sich in seinen späteren Handlungen hoffnungslos auswirken. Schon zu Beginn seiner Ankunft in Russland wird er Teil eines Prozesses, der durch unerwartete Geschehnisse, einer verborgenen Kausalität zu Folgen scheint, die den Fürsten in eine Welt hineinzieht und ihn nicht mehr loslassen wird. Durch seine unbekümmerte und liebevolle Art wird er schon bald in die soziale Gruppe der Familie Jepantschin involviert. Es ist seine ungeheure Authentizität, welche der eines Kindes gleicht, die sofort durchblicken lässt, dass er nicht versucht einer entfernten Idealgestalt zu gleichen, sondern vielmehr ohne jeglichen Schein seine Natürlichkeit offenbart. Diese sanftmütige Offenherzigkeit lässt ihn anfällig machen für Intrigen, ganz dem Motto folgend " der Ehrliche ist der Dumme ". Im folgenden Romanverlauf wird er zu einer Art Instanz bei der man sein Leid plagt und sich einen Rat einholt. Er ist niemandem abgeneigt, ob es sein Gegenspieler Rogoshin ist, der ihn sogar umbringen wollte oder eine Gruppe, die sich durch nihilistisches Gedankengut auszeichnet. Doch Dostojewski zeichnet noch einen anderen Charakter, der zeigt, dass sich das fehlen einer gesellschaftlichen Erziehung auch in einen komplett konträren Phänotypen umschlagen kann. Zu diesen Personen gehört die große Liebe des Fürsten Nastassja Filippowna, die die Regeln der Gesellschaft auf eine andere Art und Weise kompromittiert. Ihre charakterlichen Grundzüge zeichnen sich durch intrigantes, rebellenhaftes, aber auch wahnsinniges Verhalten aus. Fürst Myschkin entdeckt allerdings noch etwas anderes an dieser Frau. Bei der Betrachtung einer Fotografie Nastassjas sprechen ihn grenzenloser Stolz, aber auch etwas erstaunlich Gutherziges an, was in ihm mitleidige Gefühle für sie hervorruft. Nastassja entwickelt ebenfalls eine Liebe zu ihm, befürchtet jedoch seine göttliche Unschuld zu verderben und gibt sich daraufhin dem machtgierigen Rogoshin hin, den sie aber immer wieder versetzt und zwischenzeitlich zum Fürsten zurückkehrt. Es entsteht eine komplizierte Dreiecksbeziehung die sich tragisch entwickeln wird. Das knapp 1000 Seitige Werk ist durch eine große Vielzahl an Charakteren geprägt, die so unfassbar psychologisch durchleuchtet werden, dass man als Leser einfach nur über die ungeheure Menschenkenntnis Dostojewskis staunen kann. Es scheint als würde der Autor über eine ganz besondere Anlage zur Empathie verfügen, mit der er seine Protagonisten so realistisch darzustellen vermag. Der Roman ist größtenteils durch sehr lange Dialoge geprägt, die gerne mal 150 Seiten lang sein können, dennoch schafft er es aber an manchen Stellen den Leser durch seine Erzählweise so zu fesseln, dass man sich als ein Teil des Dialoges fühlt und sich in das 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlt. Geniales Meisterwerk.

Viel Pathos
von einer Kundin/einem Kunden aus Straelen am 17.03.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

...vermittelt Dostojewskij auch in diesem grandiosen Werk. Fürst Myschkin ist Dreh- und Angelpunkt dieses tragischen Romanes, in dem sich Arm und Reich gegenüber stehen. Er kommt von einem Klinikaufenthalt zurück nach Petersburg und stürzt sich sofort in eine zwielichtige, sowie kaum durchsichtige Gesellschaft. Unglückliche Lieb... ...vermittelt Dostojewskij auch in diesem grandiosen Werk. Fürst Myschkin ist Dreh- und Angelpunkt dieses tragischen Romanes, in dem sich Arm und Reich gegenüber stehen. Er kommt von einem Klinikaufenthalt zurück nach Petersburg und stürzt sich sofort in eine zwielichtige, sowie kaum durchsichtige Gesellschaft. Unglückliche Liebe, Industrialisierung und Nihilismus des 19. Jahrhunderts prägen dieses Buch stark. Protagonisten werden beinahe psychisch analysiert und die Handlungen sind oft von Naivität gezeichnet. Myschkin ist stets bestrebt, alles zum Guten zu wenden. Leider klappt das sehr oft nicht und er kommt immer wieder in missliche Situationen. Anfangs erscheint er als ein armes Mäuschen, was sich später aber zu einem allseits gemochten und teilweise bewunderten jungen Mann entwickelt. Seine Liebe zu den Menschen und seine Gutgläubigkeit lässt ihn aber sehr leicht ausnutzen. Der Fürst ist durch seine Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Liebenswürdigkeit und Einfühlungsvermögen so sympathisch, dass man diesen Roman einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Dostejewkij hat auf wunderbare Weise die Stimmung Russlands des 19. Jahrhunderts eingefangen, sodass man sich bereits nach wenigen Seiten mittendrin wähnt. Dieses Werk ist außerordentlich packend und aufregend. Der Schriftsteller versteht es, die Spannung wie den berühmten roten Faden durch die gesamte Geschichte zu ziehen. Alles in allem: ein Meisterwerk!

Zeitlos
von Kerstin Tumer aus Wien am 18.07.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dostojewskij entwirft mit unheimlichem Fingerspitzengefühl einen gewaltigen Personenkreis, vermengt Gesellschaftsschichten und Weltanschauungen zu einem Organismus,der in wechselnden Kulissen immer wieder neu arrangiert und neu entflammt wird. Er fängt zeitlose Fragen ein,spricht über Wirtschaftskrisen, Heimatverlust und seelis... Dostojewskij entwirft mit unheimlichem Fingerspitzengefühl einen gewaltigen Personenkreis, vermengt Gesellschaftsschichten und Weltanschauungen zu einem Organismus,der in wechselnden Kulissen immer wieder neu arrangiert und neu entflammt wird. Er fängt zeitlose Fragen ein,spricht über Wirtschaftskrisen, Heimatverlust und seelische Entwurzelung, dem römischen Katholizismus als Ursache des Atheismus...tiefe Wesenszüge des Menschentums allgemein. Wer sich durch die gewaltige Textmenge schlägt und mit den recht komplexen russischen Namen langsam vertraut macht, wird fürstlich belohnt.