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Fegefeuer

Roman

(37)
Das international gefeierte Meisterwerk über Liebe, Verrat und Angst – vor allem vor der Gewalt der Männer
Wer Äußerstes erlebt hat, ist auch Äußerstes zu tun im Stande – das zeigt dieser vielfach ausgezeichnete und hoch spannende Roman über zwei Frauen, die sich wie zufällig begegnen und die doch eine gemeinsame Geschichte verbindet.
Als Aliide Tru, eine alte Frau, die allein in einem Bauernhaus auf dem estnischen Land lebt, ein Bündel in ihrem Garten findet, das sich als junge Frau entpuppt, schluckt sie ihre Skepsis und Menschenverachtung herunter und nimmt Zara in ihr Haus auf. Zara ist auf der Flucht vor ihren Zuhältern, die sie mit brutalster Gewalt zu Willfährigkeit gezwungen haben und ihr schon dicht auf den Fersen sind. Doch Zara sucht keineswegs so zufällig Unterschlupf bei Aliide, wie diese glaubt: Aliide könnte die Schwester ihrer Großmutter sein.
Während Zara noch Beweise für die Verwandtschaft sucht und nach einer Möglichkeit, Estland zu verlassen, fühlt sich Aliide von der jungen Frau bedroht: Zu oft musste sie Leib und Seele, Hab und Gut vor Eindringlingen schützen. In Rückblenden entsteht das immer schärfer werdende Bild einer Familientragödie, die fast fünfzig Jahre zuvor, als Estland von den Russen besetzt wurde, ihren Höhepunkt fand. Rivalität und Eifersucht, Scham, Schutzbedürftigkeit und vor allem Angst vor der Brutalität der Männer gegenüber den Frauen – das sind die Motive, die Aliide zu unvorstellbaren Entscheidungen zwangen. Sofi Oksanen gelang mit diesem Roman, der in mehr als 25 Ländern erscheint und gerade in den USA gefeiert wird, der große Wurf. Atemlos vor Spannung liest man über das Schicksal zweier Frauen, die ganz unterschiedliche und im Kern doch vergleichbare Erfahrungen machen: Egal welches politische System auch herrscht, Opfer sind immer die Frauen.
Portrait
Sofi Oksanen, geboren 1977, Tochter einer estnischen Mutter und eines finnischen Vaters, studierte Dramaturgie an der Theaterakademie von Helsinki. Ihr dritter Roman, »Fegefeuer«, war monatelang Nummer eins der finnischen Bestsellerliste und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Finlandia-Preis, dem Literaturpreis des Nordischen Rates und dem Prix Femina. Der Roman erschien in über vierzig Ländern und machte die Autorin auch in Deutschland zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der internationalen Gegenwartsliteratur. Sofi Oksanen lebt in Helsinki.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.06.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783462304947
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1308 KB
Übersetzer Angela Plöger
eBook
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Spannung, die einen nicht mehr loslässt“

Silka Stenkewitz

Für alle, die einen spannenden Roman suchen, der von Anfang bis Ende fesselt, ist "Fegefeuer" von Sofi Oksanen eine echte Entdeckung!
Eine vielschichtige Geschichte, die man so schnell nicht wieder vergisst. Noch dazu bekommt man einen seltenen Einblick in die estnische Gesellschaft und Historie.

Temporeich, klar und eindrücklich. Unbedingt lesen!
Für alle, die einen spannenden Roman suchen, der von Anfang bis Ende fesselt, ist "Fegefeuer" von Sofi Oksanen eine echte Entdeckung!
Eine vielschichtige Geschichte, die man so schnell nicht wieder vergisst. Noch dazu bekommt man einen seltenen Einblick in die estnische Gesellschaft und Historie.

Temporeich, klar und eindrücklich. Unbedingt lesen!

„Stark!!“

Maria Brandstetter, Thalia-Buchhandlung Linz

Ein starkes Buch über starke Frauen,für starke Frauen.
Beindruckend, schonungslos, berührend, schockierend einfach ein starkes Buch!
Ein starkes Buch über starke Frauen,für starke Frauen.
Beindruckend, schonungslos, berührend, schockierend einfach ein starkes Buch!

„Eine bewegende Familiengeschichte aus Estland“

Brigitte Dorotik, Thalia-Buchhandlung Villach ATRIO

Aliide Tru, eine alte Frau, die alleine auf einem Bauernhof in Estland lebt, findet eines Abends eine junge Frau vor ihrem Haus.
Das Schicksal beider Frauen ist miteinander verknüpft.
Sofi Oksanen versteht es einfach brilliant die gauenvollen und tragischen Ereignisse, die diese zwei Frauen erlebt haben, zu erzählen.
Sehr zu empfehlen
Aliide Tru, eine alte Frau, die alleine auf einem Bauernhof in Estland lebt, findet eines Abends eine junge Frau vor ihrem Haus.
Das Schicksal beider Frauen ist miteinander verknüpft.
Sofi Oksanen versteht es einfach brilliant die gauenvollen und tragischen Ereignisse, die diese zwei Frauen erlebt haben, zu erzählen.
Sehr zu empfehlen

„Heftig, verstörend und brutal“

Helene Oberleitner, Thalia-Buchhandlung Linz

Zara, eine junge Russin flieht vor ihrem Zuhälter nach Estland, weil dort noch die Schwester ihrer Großmutter in einem kleinen Dorf lebt. Zuerst gibt sie sich nicht zu erkennen, doch dann muss sie der Frau, Aliide sagen wer sie ist und warum sie gerade bei ihr Unterschlupf sucht. In zwei Handlungssträngen wird die Geschichte der beiden Frauen erzählt, und das ist sehr heftig und brutal. Ich wusste nichts über Estland während des zweiten Weltkrieges, so gibt das Buch auch diesbezüglich einen Einblick.
Unbedingt lesen, das ist eine starke Geschichte und zeigt uns wieder einmal starke Frauen in einer Zeit des Umbruchs
Zara, eine junge Russin flieht vor ihrem Zuhälter nach Estland, weil dort noch die Schwester ihrer Großmutter in einem kleinen Dorf lebt. Zuerst gibt sie sich nicht zu erkennen, doch dann muss sie der Frau, Aliide sagen wer sie ist und warum sie gerade bei ihr Unterschlupf sucht. In zwei Handlungssträngen wird die Geschichte der beiden Frauen erzählt, und das ist sehr heftig und brutal. Ich wusste nichts über Estland während des zweiten Weltkrieges, so gibt das Buch auch diesbezüglich einen Einblick.
Unbedingt lesen, das ist eine starke Geschichte und zeigt uns wieder einmal starke Frauen in einer Zeit des Umbruchs

„Von Gewalterfahrungen in Gegenwart und Vergangenheit“

Annemarie Blaßnig, Thalia-Buchhandlung Klagenfurt

Aliide und Zara, eine sehr alte und eine noch sehr junge Frau, sind die zentralen Figuren in diesem Roman, der uns, vom Jahr 1992 ausgehend, mehr als fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückblicken lässt. Beide Frauen haben Grauenvolles erlebt. Krieg, Besatzung, Folter und Vergewaltigung die Ältere, Zwangsprostitution die Jüngere. Beide sind sich noch nie zuvor begegnet, obwohl sie durch eine gemeinsame tragische Familiengeschichte miteinander verbunden sind. Zara ist die Enkelin von Aliides Schwester Ingel, die nach der Eingliederung Estlands in das System der Sowjetrepubliken am Ende des Zweiten Weltkriegs, wie tausende andere Esten, mit ihrer Tochter nach Sibirien deportiert wurde. Mit dem Auftauchen Zaras kommen für Aliide die Erinnerungen an diese schrecklichen Zeiten zurück, in denen sie selbst Opfer war, aber auch zur Täterin wurde. Eindringlich schildert S. Oksanens Roman die Auswirkungen der Sowjetdiktatur auf die dörflich-bäuerliche Gesellschaft, in der Aliide und Ingel aufgewachsen sind und verknüpft dies mit der ganz persönlichen Geschichte der beiden Schwestern, die denselben Mann lieben.
Aliide und Zara, eine sehr alte und eine noch sehr junge Frau, sind die zentralen Figuren in diesem Roman, der uns, vom Jahr 1992 ausgehend, mehr als fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückblicken lässt. Beide Frauen haben Grauenvolles erlebt. Krieg, Besatzung, Folter und Vergewaltigung die Ältere, Zwangsprostitution die Jüngere. Beide sind sich noch nie zuvor begegnet, obwohl sie durch eine gemeinsame tragische Familiengeschichte miteinander verbunden sind. Zara ist die Enkelin von Aliides Schwester Ingel, die nach der Eingliederung Estlands in das System der Sowjetrepubliken am Ende des Zweiten Weltkriegs, wie tausende andere Esten, mit ihrer Tochter nach Sibirien deportiert wurde. Mit dem Auftauchen Zaras kommen für Aliide die Erinnerungen an diese schrecklichen Zeiten zurück, in denen sie selbst Opfer war, aber auch zur Täterin wurde. Eindringlich schildert S. Oksanens Roman die Auswirkungen der Sowjetdiktatur auf die dörflich-bäuerliche Gesellschaft, in der Aliide und Ingel aufgewachsen sind und verknüpft dies mit der ganz persönlichen Geschichte der beiden Schwestern, die denselben Mann lieben.

„Starke Geschichte !!!“

Nicole Thannesberger, Thalia-Buchhandlung Wels, max.center

Die Gechichte spielt vorwiegend in Estland und handelt von der jungen Russin Zara, die nach falchen Versprechungen in Deutschland als Prostituierte landet. Sie flieht vor ihren Zuhältern nach Estland zu ihrer Großtante Aliide Truu die allerdings nicht weiß wer Zara wirklich ist. Es treffen zwei Schicksale aufeinander die kaum bewegender und heftiger sein könnten !! Sehr lesenswert tolle Sprache bewegende Geschichte !! Die Gechichte spielt vorwiegend in Estland und handelt von der jungen Russin Zara, die nach falchen Versprechungen in Deutschland als Prostituierte landet. Sie flieht vor ihren Zuhältern nach Estland zu ihrer Großtante Aliide Truu die allerdings nicht weiß wer Zara wirklich ist. Es treffen zwei Schicksale aufeinander die kaum bewegender und heftiger sein könnten !! Sehr lesenswert tolle Sprache bewegende Geschichte !!

„brutal, verstörend und trotzdem schön“

Josef Eckl, Thalia-Buchhandlung Salzburg-Europark

Sofi Oksanen besticht in diesem Roman nicht nur durch ein gelungenes, detailliertes Psychogramm der beiden Hauptcharaktere, oder durch die geschickte Zusammensetzung der Handlungsstränge, die sich durch die Gliederung in verschiedene Zeitabschnitte wie ein Puzzle erschließen und erst nach und nach sich zu einem Ganzen zusammenfügen.

Nein, dass was mich am meisten an diesem Buch fasziniert hat war die Sprache.
Lapidar, in knappen Sätzen, wird die Brutalität der jeweiligen Geschehnisse und das Erleiden durch die Frauen geschildert. Und gerade durch den Verzicht auf ausufernde gefühlshaschende Beschreibungen wird eine Direktheit und Realitätsnähe erreicht, die echte Betroffenheit erzeugen.
In den Betrachtungen und Gedanken der Personen, und ihrer Handlungen, mit denen sie Versuchen mit dem jeweils Erlittenen fertigzuwerden, offenbart sich jedoch eine ganz andere Qualität. Gekonnt vermittelt Oksanen allein durch Sprache, wie den exzessiven Fokus auf Details und langen, atemlosen Gedankenfetzen, wie verstört und gezeichnet die Betroffenen bleiben.
Aber dann ist da auch noch das kämpferische Element und die Verträumtheit, die sich in beiden Personen nicht völlig verloren hat, und verhindert, das sie verzweifeln. Dann finden sich plötzlich auch wunderschön poetische Sätze und Metaphern, die, wenn auch etwas düster, die Atmosphäre wieder ein bisschen auflockern.

Insgesamt, trotz der verstörenden Atmosphäre und der grauenvollen, tragischen Ereignisse : ein sehr, sehr schönes Buch.
Sofi Oksanen besticht in diesem Roman nicht nur durch ein gelungenes, detailliertes Psychogramm der beiden Hauptcharaktere, oder durch die geschickte Zusammensetzung der Handlungsstränge, die sich durch die Gliederung in verschiedene Zeitabschnitte wie ein Puzzle erschließen und erst nach und nach sich zu einem Ganzen zusammenfügen.

Nein, dass was mich am meisten an diesem Buch fasziniert hat war die Sprache.
Lapidar, in knappen Sätzen, wird die Brutalität der jeweiligen Geschehnisse und das Erleiden durch die Frauen geschildert. Und gerade durch den Verzicht auf ausufernde gefühlshaschende Beschreibungen wird eine Direktheit und Realitätsnähe erreicht, die echte Betroffenheit erzeugen.
In den Betrachtungen und Gedanken der Personen, und ihrer Handlungen, mit denen sie Versuchen mit dem jeweils Erlittenen fertigzuwerden, offenbart sich jedoch eine ganz andere Qualität. Gekonnt vermittelt Oksanen allein durch Sprache, wie den exzessiven Fokus auf Details und langen, atemlosen Gedankenfetzen, wie verstört und gezeichnet die Betroffenen bleiben.
Aber dann ist da auch noch das kämpferische Element und die Verträumtheit, die sich in beiden Personen nicht völlig verloren hat, und verhindert, das sie verzweifeln. Dann finden sich plötzlich auch wunderschön poetische Sätze und Metaphern, die, wenn auch etwas düster, die Atmosphäre wieder ein bisschen auflockern.

Insgesamt, trotz der verstörenden Atmosphäre und der grauenvollen, tragischen Ereignisse : ein sehr, sehr schönes Buch.

„Sehr gut und glaubwürdig“

Johanna Richter, Thalia-Buchhandlung Linz

Ein wunderbar schön und gut geschriebenes Buch. Die Handlung berührt Themen wie Schuld, Unterdrückung, Erniedrigung aber auch Versöhnung und unbeantwortete Liebe.
Oksanen schreibt über Frauen, die während Kriege und Diktatur, egal wo sie stattfinden, immer gleich reagieren oder behandelt werden. In diesem Fall in Estland, während des letzten Jahrhunderts. Oksanens Schilderung ist sehr glaubwürdig.
Ein wunderbar schön und gut geschriebenes Buch. Die Handlung berührt Themen wie Schuld, Unterdrückung, Erniedrigung aber auch Versöhnung und unbeantwortete Liebe.
Oksanen schreibt über Frauen, die während Kriege und Diktatur, egal wo sie stattfinden, immer gleich reagieren oder behandelt werden. In diesem Fall in Estland, während des letzten Jahrhunderts. Oksanens Schilderung ist sehr glaubwürdig.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
37 Bewertungen
Übersicht
23
13
1
0
0

Keine leichte Lektüre, im Gegenteil
von einer Kundin/einem Kunden aus Leverkusen am 12.11.2017
Bewertet: Taschenbuch

Ein Buch, bei dem wir gedankenschwer zurückbleiben, erschüttert und sprachlos angesichts der Gewalt, die den Frauen widerfährt und den Taten, die sie in einem grauenvollen System gezwungen sind zu tun, um das nackte Überleben zu sichern. Ein System, das auch das unsere ist und Frauen in die Prostitution zwingt,... Ein Buch, bei dem wir gedankenschwer zurückbleiben, erschüttert und sprachlos angesichts der Gewalt, die den Frauen widerfährt und den Taten, die sie in einem grauenvollen System gezwungen sind zu tun, um das nackte Überleben zu sichern. Ein System, das auch das unsere ist und Frauen in die Prostitution zwingt, sie mit falschen Versprechen lockt und nach und nach zerstört. Ein System, das politisch verdreht völligen Gehorsam verlangt und sich selbst nur durch die Unterdrückung der Menschen erhalten kann, die in ihm leben. Es ist vor allem ein Buch für diejenigen, die weiterhin über Feminismus lächeln oder es sogar als Schimpfwort auffassen bzw. benutzen.

Aufwühlend
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 03.09.2017

...sind die Geschichten der beiden Frauen, die scheinbar zufällig aufeinanderstoßen. Sofi Oksanen arbeitet an Hand zweier Schicksale Geschichte auf und ließ mich dabei nicht unberührt. Ich bin in das Buch hineingekippt und am Ende atemlos wieder aufgetaucht.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

WOW. Dieses Buch haut einen um! Geschichte erzählt durch die Familiengeschichte. Voller furchtbarer Begebenheiten, wie sie leider auch im echten Leben vorkommen. Kraftvoll.