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Joseph Fouché

Bildnis eines politischen Menschen

(4)
Balzac hat ihn den »psychologisch interessantesten Charakter seines Jahrhunderts« genannt. Aber eigentlich ist es sein »verwegener Mut zur restlosen Charakterlosigkeit und unentwegter Überzeugungslosigkeit«, der Joseph Fouché zunächst zu Geld und dann zu Macht verholfen hat. Fast immer aus dem Hintergrund wirkend und handelnd, fordernd und zwingend paßt er sich geübt und geschickt, einem Chamäleon gleich, jeder politischen Färbung an. Stefan Zweigs große Erzählkraft faßt diesen politisch überaus begabten Menschen, der als Person glatt, kalt und unsinnlich bleibt, obwohl er ein Fanatiker ist. Kaum tritt er offen hervor, hält sich – mit allen Fäden in der Hand – als graue Eminenz immer verborgen, als »Blutsäufer« beim Gemetzel von Lyon, dem blutigsten Tag der Französischen Revolution, ebenso wie als alle und alles bespitzelnder Polizeiminister unter Napoleon und unter Ludwig XVIII. Doch den dämonisch besessenen Intriganten trifft schließlich die Verbannung, in der er einsam stirbt.
Portrait
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Noch während des Studiums veröffentlichte er 1901 seinen ersten Gedichtband. Nach der Promotion unternahm er Reisen durch nahezu die ganze Welt. Zum Militärdienst untauglich, arbeitete er im Kriegsarchiv, bis er als Kriegsgegner 1917 nach Zürich gehen konnte. Von 1919 bis 1934 lebte er zumeist in Salzburg. Seit 1935 zog er sich gelegentlich nach London zurück, wohin er 1938 emigrierte. Zunehmend ruheloser, ging er 1940 für einige Monate nach New York und übersiedelte im August 1941 nach Brasilien. Seine Autobiographie ›Die Welt von Gestern‹ und die ›Schachnovelle‹ vollendete er noch, die Biographie Balzacs blieb Fragment, als er am 23. Februar 1942 zusammen mit seiner Frau »aus freiem Willen und mit klaren Sinnen« aus dem Leben schied.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.04.1988
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-21915-5
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12/2 cm
Gewicht 224 g
Abbildungen 1952., 8 Bildtaf. 19 cm
Auflage 49
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Super
von einer Kundin/einem Kunden aus Meisterschwanden am 28.01.2018
Bewertet: Taschenbuch

Ich habe es zwar noch nicht gelesen, aber ich bin gespannt, wo Fouché überall seine Hände im Spiel hatte. Und wie es Zweig umgesetzt hat. Wahrscheinlich sollten alle Politiker und politik Interessierte diese Geschichte lesen.

Ein zeitloser moderner Klassiker
von Beate Müller-Egberink aus Landau in der Pfalz am 20.03.2011

Stefan Zweig's Psychogramm eines "politischen Menschen" hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Fouché, Polizeiminister unter Napoleon, durch Intrigen reich geworden, ist das erschreckende Porträt eines Menschen, der mit präzisem Kalkül, großer Intelligenz, ohne Emotion und extremer Kaltblütigkeit die Klaviatur der Macht einzig zur eigenen Vorteilnahme zu spielen versteht. Ein... Stefan Zweig's Psychogramm eines "politischen Menschen" hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Fouché, Polizeiminister unter Napoleon, durch Intrigen reich geworden, ist das erschreckende Porträt eines Menschen, der mit präzisem Kalkül, großer Intelligenz, ohne Emotion und extremer Kaltblütigkeit die Klaviatur der Macht einzig zur eigenen Vorteilnahme zu spielen versteht. Ein "moderner Klassiker" im besten Sinn des Wortes, in einzigartiger Sprache. Große Erzählkunst. Unbedingt lesen!