Meine Filiale

Jugend ohne Gott

Text und Kommentar. Roman

Suhrkamp BasisBibliothek Band 7

Ödön von Horváth

(14)
Schulbuch (Taschenbuch)
Schulbuch (Taschenbuch)
8,30
8,30
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Sofort lieferbar,  Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert ,  Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
Sofort lieferbar
Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert
Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden

Weitere Formate

Taschenbuch

ab € 2,00

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

ab € 3,95

Accordion öffnen

eBook

ab € 0,49

Accordion öffnen

Hörbuch

ab € 10,69

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

ab € 6,99

Accordion öffnen

Beschreibung

Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.

Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn, welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich.
 
Zeittafel
1901
Geburt als Edmund (Ödön) Josef von Horváth, erster Sohn des Diplomaten Dr. Edmund Josef von Horváth (18741950) und Maria Hermine, geb. Prehnal (1882-1959) Horváth beschreibt seine Herkunft später folgendermaßen: »Sie fragen mich nach meiner Heimat, ich antworte: ich wurde in Fiume geboren, bin in Belgrad, Budapest, Preßburg, Wien und München aufgewachsen und habe einen ungarischen Paß - aber: ›Heimat‹ ? Kenn ich nicht. Ich bin eine typisch alt-österreichisch-ungarische Mischung: magyarisch, kroatisch, deutsch, tschechisch - mein Name ist magyarisch, meine Muttersprache ist deutsch« (Bd. II, S. 184)
1902
Familie Horváth zieht nach Belgrad um, wo ein Jahr später der Bruder Lajos von Horváth zur Welt kommt.
1908
Umzug der Familie Horváth nach Budapest, wo ein Hauslehrer Ödön in ungarischer Sprache unterrichtet.
1909
Sein Vater, im Frühjahr in den Adelsstand erhoben, wird im Herbst nach München versetzt; doch Ödön selbst bleibt in Budapest und besucht dort das erzbischöfliche Internat.
1913
Ödön zieht zu den Eltern und besucht die dritte Klasse des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums, ehe er im folgenden Jahr auf das Realgymnasium wechselt. Seine Zensuren sind nicht die besten (vgl. Mat. IV, S. 32), überdies kommt es mit dem Religionslehrer Dr. Heinzinger zu Differenzen, die sich später in Horváths Werk niederschlagen. Im Rückblick auf diese Jahre schreibt Horváth: »Während meiner Schulzeit wechselte ich viermal die Unterrichtssprache und besuchte fast jede Klasse in einer anderen Stadt. Das Ergebnis war, daß ich keine Sprache ganz beherrschte. Als ich das erste Mal nach Deutschland kam, konnte ich keine Zeitung lesen, da ich keine gotischen Buchstaben kannte, obwohl meine Muttersprach die deutsche ist. Erst mit vierzehn [!] Jahren schrieb ich den ersten deutschen Satz« (Bd. II, S. 183)
1915
Sein Vater wird von der Front abberufen und erneut nach München beordert. Später schreibt Ödön über diese Jahre: »An die Zeit vor 1914 erinnere ich mich nur, wie an ein langweiliges Bilderbuch. Alle meine Kindheitserlebnisse habe ich im Kriege vergessen. Mein Leben beginnt mit der Kriegserklärung« (ebd.).
1916
Umzug der Familie nach Preßburg, wo Ödön wieder eine ungarische Schule besucht. Er beginnt zu schreiben, doch nur das Gedicht »Luci in Macbeth. Eine Zwerggeschichte von Ed. v. Horváth« bleibt erhalten.
1918
Vor Kriegsende wird der Vater erneut nach Budapest berufen, so dass Ödön die Nachkriegswirren in der ungarischen Hauptstadt erlebt, sich dort stark für die machtpolitischen Kämpfe interessiert und sich schließlich im Galilei-Kreis engagiert, einer Gruppe junger Leute, die mit Begeisterung die national-revolutionären Werke von Endre Ady (1877-1919) liest.
1919
Während der Vater im Frühjahr zurück nach München versetzt wird, kommt Ödön in die Obhut seines Onkels Josef Prehnal (1875-1929) - dem Vorbild des Rittmeisters in Geschichten aus dem Wiener Wald - in Wien, wo er das Privatgymnasium der Salvatorianer besucht. Nach dem Abitur im Sommer zieht auch er wieder nach München, immatrikuliert sich im Herbst an der Ludwig-Maximilians-Universität und besucht psychologische, literatur-, theater- und kunstwissenschaftliche Seminare bis zum Wintersemester 1921/22.
1920
Ödön beginnt Gedichte zu schreiben. Daneben lernt er »durch einen Zufall« (Bd. II, S. 199) den Komponisten Siegfried Kallenberg (1867-1944) kennen, auf dessen Anregung d

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 194
Erscheinungsdatum 22.03.1999
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-18807-1
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 18/11,6/1,4 cm
Gewicht 139 g
Auflage 21. Auflage
Unterrichtsfächer Geschichte

Weitere Bände von Suhrkamp BasisBibliothek

mehr
  • Band 2

    Siddhartha Siddhartha Hermann Hesse
    • Siddhartha
    • von Hermann Hesse
    • (18)
    • Schulbuch
    • € 8,30
  • Band 3

    Homo faber Homo faber Max Frisch
    • Homo faber
    • von Max Frisch
    • (31)
    • Schulbuch
    • € 8,80
  • Band 4

    Georg Büchner: Lenz Georg Büchner: Lenz Georg Büchner
    • Georg Büchner: Lenz
    • von Georg Büchner
    • Schulbuch
    • € 6,20
  • Band 5

    Die Leiden des jungen Werthers Die Leiden des jungen Werthers Johann Wolfgang Goethe
    • Die Leiden des jungen Werthers
    • von Johann Wolfgang Goethe
    • (36)
    • Schulbuch
    • € 5,70
  • Band 6

    Faust Faust Johann Wolfgang Goethe
    • Faust
    • von Johann Wolfgang Goethe
    • Schulbuch
    • € 7,20
  • Band 7

    Jugend ohne Gott Jugend ohne Gott Ödön von Horváth
    • Jugend ohne Gott
    • von Ödön von Horváth
    • (15)
    • Schulbuch
    • € 8,30
  • Band 8

    Andorra Andorra Max Frisch
    • Andorra
    • von Max Frisch
    • (26)
    • Schulbuch
    • € 6,20
  • Band 9

    Der Schimmelreiter Der Schimmelreiter Theodor Storm
    • Der Schimmelreiter
    • von Theodor Storm
    • (21)
    • Schulbuch
    • € 5,20
  • Band 10

    Kabale und Liebe Kabale und Liebe Friedrich Schiller
    • Kabale und Liebe
    • von Friedrich Schiller
    • (20)
    • Schulbuch
    • € 5,20
  • Band 11

    Mutter Courage und ihre Kinder Mutter Courage und ihre Kinder Bertolt Brecht
    • Mutter Courage und ihre Kinder
    • von Bertolt Brecht
    • Schulbuch
    • € 7,20
  • Band 12

    Der Steppenwolf Der Steppenwolf Hermann Hesse
    • Der Steppenwolf
    • von Hermann Hesse
    • (11)
    • Schulbuch
    • € 9,30
  • Band 13

    Die Verwandlung Die Verwandlung Franz Kafka
    • Die Verwandlung
    • von Franz Kafka
    • (22)
    • Schulbuch
    • € 4,70

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
8
2
2
0
2

Schwach sehr sehr schwach
von einer Kundin/einem Kunden am 05.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Schwach nicht gut und langweilig !!!!!!!!! Es gibt keinerlei Spannung in diesem Buch auf keinen Fall kaufen schade das so etwas noch gelesen werden muss

Zeitloser Klassiker!
von Lisa Kleinwächter aus Bad Zwischenahn am 03.11.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Zur aktuellen Buchverfilmung habe ich mich mal an diesen Klassiker gewagt, der alles andere als eine schnöde Schullektüre ist. "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horvath ist zeitlos und immer aktuell und dazu noch ein hochspannender "Kriminalfall", den man bis zur letzten Seite mit verfolgen und aufklären will. Alle beschrieben Sit... Zur aktuellen Buchverfilmung habe ich mich mal an diesen Klassiker gewagt, der alles andere als eine schnöde Schullektüre ist. "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horvath ist zeitlos und immer aktuell und dazu noch ein hochspannender "Kriminalfall", den man bis zur letzten Seite mit verfolgen und aufklären will. Alle beschrieben Situationen sind damals wie heute übertragbar und regen zum nachdenken an. Eine super Lektüre für zwischendurch mit viel Tiefgang.

Was wird das für eine Generation? Eine harte oder nur eine rohe?
von einer Kundin/einem Kunden am 24.10.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Es ist nicht nur eine ganze Generation, gegen die er sich stellt - Schüler, Eltern, Offziere. Es ist eine Weltanschauung, eine Ideologie, ein Glauben. Ein Glauben, den er nicht vertritt. Er kämpft, um sich nicht unterordnen zu müssen, seine eigene Meinung vertreten zu dürfen. Er kämpft, um selbst denken zu dürfen, hinterfragen z... Es ist nicht nur eine ganze Generation, gegen die er sich stellt - Schüler, Eltern, Offziere. Es ist eine Weltanschauung, eine Ideologie, ein Glauben. Ein Glauben, den er nicht vertritt. Er kämpft, um sich nicht unterordnen zu müssen, seine eigene Meinung vertreten zu dürfen. Er kämpft, um selbst denken zu dürfen, hinterfragen zu dürfen. Aber er hinterfragt nicht nur den Glauben oder die Ideologie. Er hinterfragt auch die Religion, die Rolle des Staates und der Gesellschaft. Er hinterfragt seine Existenz. Er hinterfragt das ganze Sein. Er kämpft, bis er aufgibt. Bis er sich geschlagen gibt. Er kämpft, bis er nicht mehr kämpft. Es ist das Bild einer verkorksten Jugend, die von Horvath hier beschreibt. Einer Jugend, gnadenlos und eiskalt. Einer Jugend, geblendet von falschen Ideologien und Rassenvorstellungen. Geblendet von dem Glauben an die Überlegenheit der eigenen Rasse. Und es ist das Bild eines Mannes, der es sich zur Gewohnheit gemacht hat, über andere zu urteilen (zurecht, bedenkt man seinen gesellschaftlichen Kontext), aber sich bald eingestehen muss, dass auch er nicht völlig ohne Schuld ist. Dass vielleicht niemand völlig ohne Schuld ist. Und dass irgendwann der Moment kommt, an dem man sich fragen muss, wie man denn handeln möchte. Wie man denn sein möchte. Ob man weiter schweigen kann oder sich eingestehen muss, dass jeder Sklave seiner Handlungen und Entscheidungen ist. Und dass der Moment kommt, kommen kann, an dem man sich beugt. An dem man aufgibt. Auch wenn man es nicht möchte, auch wenn es den eigenen moralischen Vorstellungen widerspricht. Es kommt der Moment, an dem man sich beugt. Es ist eine klare, direkte Sprache mit der von Horvath die Entwicklung des Faschismus' der NS-Zeit beschreibt. Dabei kommt es durchaus auch vor, dass man lachen muss, weil man es einfach nicht glauben kann, dass erwachsene Menschen sich so leicht "verführen" lassen, einer Lüge so leicht aufliegen. Doch genau das war der Fall. Genau das war die Realität. Und wenn man das begrifft, sich dessen bewusst wird, Seite um Seite, dann vergeht das Lachen ganz schnell, weicht dem Entsetzen darüber, wie so etwas passieren konnte. Doch von Horvarths Buch ist so viel mehr als ein Anprangern der Kollektivschuld während des Regimes. Es ist vor allem ein Buch über die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, über die Rolle von Moral, von Verantwortung und Schuld. Es ist ein Buch, welches immer wieder die eine Frage stellt: Soll ich schweigen, um mich selbst zu schützen oder sage ich die Wahrheit, obwohl ich mich dadurch selbst in Gefahr bringe? Genau diese Frage ist es, die dieses Buch auch heute noch, obwohl bereits 1937 erschienen, mit einer Aktualität belegt, die seinesgleichen sucht. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung und der Frage nach Anstand und Moral ist dieses Buch alles andere als ein eingestaubter Klassiker, sondern Pflichtlektüre und Lehre, wie man es nicht machen sollte. Lehre, wie schnell sich einzelne Ansichten zu einem Kollektiv entwickeln können. Lehre, wie schnell wir uns ihr hingeben, der Lüge, der Mutter aller Sünden.


  • Artikelbild-0