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Katz und Maus

Eine Novelle. Mit e. dokumentar. Anh.

Bibliothek Suhrkamp 1332

(2)

Was Joachim Mahlke, der im Zweiten Weltkrieg in Danzig aufs Gymnasium geht, auszeichnet, ist ein Defekt. Sein übermäßig entwickelter Adamsapfel macht ihn zum Gespött der Schulkameraden. Mahlke, der Verlierer, ist sein kurzes Leben lang mit nichts anderem beschäftigt als damit, diesen Auswuchs zu verdecken, Fertigkeiten zu entwickeln, die ihn zum Sieger machen. Als Panzerkommandant erringt er das Ritterkreuz, das, um den Hals getragen, sehr gut zum Ablenken geeignet sein müßte. Aber selbst dieser Orden verwandelt die Maus nicht in eine Katze.

Portrait
Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren und zählte zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern der Nachkriegszeit. 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 13. April 2015 in Lübeck.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 195
Erscheinungsdatum 25.09.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-22332-1
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,2/12,1/2,2 cm
Gewicht 272 g
Auflage 1
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 14.06.2018
Bewertet: anderes Format

Eine Geschichte über den Tauchbegeisterten jungen Sonderling Mahlke, gleichzeitig aber auch eine Analogie für das Leben. Eine Maus wird wohl niemals zur Katze werden.

Meister der Novelle
von Giselle74 am 03.12.2017
Bewertet: Taschenbuch

Wer meinen Blog verfolgt, hat ja eventuell schon meine Rezension zu Grass‘ „Hundejahre“ gelesen. Dort habe ich geschrieben, dass ich mich mit der ausufernden, männlich protzenden Schreibweise nicht anfreunden konnte. In „Katz und Maus“ nun erweist Grass sich als Meister der schlanken und punktgenauen Formulierung, als Meister der Novelle. Erzählt... Wer meinen Blog verfolgt, hat ja eventuell schon meine Rezension zu Grass‘ „Hundejahre“ gelesen. Dort habe ich geschrieben, dass ich mich mit der ausufernden, männlich protzenden Schreibweise nicht anfreunden konnte. In „Katz und Maus“ nun erweist Grass sich als Meister der schlanken und punktgenauen Formulierung, als Meister der Novelle. Erzählt wird von den Jugendjahren eines Joachim Mahlke im Danzig des 2. Weltkriegs. Mahlke, ein eher sonderbarer Einzelgänger, dessen Schwimmkünsten und Schwanzlänge seine Klassenkameraden eine eher unfreiwillige Bewunderung entgegen bringen, ringt um Aufmerksamkeit und Anerkennung. Dabei steigert er sich in einen religiösen Marienwahn und erhofft sich von der Erlangung des Ritterkreuzes eine Art Erlösung. Die Art, wie Grass den verzweifelten Jüngling und seine Umgebung portraitiert, wie er eine Bande pubertierender Jungs dem Ernst des Lebens gegenüber stellt, wie er insgesamt trotz Kürze der Form seine Charaktere ausformuliert, ist, ich schrieb es schon, meisterhaft. Kein Wort zu wenig, keins zuviel und trotzdem unverkennbar Grass. „Wenn Mahlke in Brustlage schwamm, tanzte ihm der Schraubenzieher deutlich, denn das Ding hatte einen Holzgriff, zwischen den Schulterblättern. Schwamm Mahlke auf dem Rücken, torkelte der Holzgriff auf seiner Brust, verdeckte aber nie vollkommen jenen fatalen Knorpel zwischen Kinnlade und Schlüsselbein, der als Rückenflosse ausgefahren blieb und eine Kielspur riß.“ Wortspiele, bildhafte Sprache, Bandwurmsätze, Anspielungen und Verknüpfungen zur „Blechtrommel“, das gesamte Grass’sche Programm wird aufgefahren, aber eben in gekürzter, gestraffter Form. Und in der Essenz zeigt sich, was für ein phantastischer Schriftsteller er war, selbst für einen Literaturlaien wie mich. Ich hätte mir mehr davon auch für die „Hundejahre“ gewünscht, mehr Straffung, mehr Zuspitzung und ja, mehr Mut zum reinen Erzählen. In dieser Novelle hatte er das alles, und erschafft mit Mahlke einen modernen Ritter von der traurigen Gestalt.