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Frühlings Erwachen

Eine Kindertragödie (Text in neuer Rechtschreibung)

Reclams Universal-Bibliothek Band 7951

Unterm Novembermond auf dem Kirchhof, zwischen zwei Toten, zwei Opfern der Furcht vor der Schande bei diesem erstickenden Ende bleibt es in Wedekinds Frühlings Erwachen nicht: es erscheint der »Vermummte Herr«, der den Melchior zum Leben verführen will, und es gelingt ihm. Er ist das Leben mit all seinen abenteuerlichen Möglichkeiten, er sagt zu Melchior: »Du lernst mich nicht kennen, ohne dich mir anzuvertrauen«, und er zieht Melchior von den Gräbern fort: wenigstens für Melchior erwacht der Lebensfrühling dann doch noch, wenn auch zwischen Toten, in einer Novembernacht.
Portrait
Frank Wedekind, 24. 7. 1864 Hannover - 9. 3. 1918 München. Der Sohn eines Arztes wuchs seit 1872 in der Schweiz auf und begann nach dem Abitur 1884 mit dem Jurastudium in München. Nach Studienabbruch 1886 leitete er für einige Monate das Reklamebüro der Firma Maggi in der Nähe von Zürich (1886-87), hielt sich dann - materiell abgesichert durch das väterliche Erbe - als freier Schriftsteller in Berlin, München und Paris auf. Auch in den folgenden Jahren wechselte W. häüg den Aufenthaltsort (Berlin, München, Zürich, Dresden, Leipzig), wenn auch München sein Hauptwohnsitz blieb. Er wurde Mitarbeiter des Simplicissimus; wegen eines hier erschienenen Gedichtes wurde er 1898 wegen Majestätsbeleidigung verfolgt, ¿oh nach Zürich, stellte sich aber 1899 den dt. Behörden und wurde zu neun Monaten Haft verurteilt. Er trat im 1901 gegründeten Münchner Kabarett Die Elf Scharfrichter und auf anderen Bühnen auf und trug seine Gedichte, Balladen und Moritaten mit eigener Lautenbegleitung vor. Außerdem arbeitete er als Schauspieler; seit 1906 widmete er sich vorwiegend dem Schreiben. Allerdings behindert die Zensur immer wieder Aufführungen seiner Stücke; nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs konnten sie kaum noch gespielt werden. Sein erstes bedeutendes Drama, die Kindertragödie Frühlings Erwachen, 1891 in Zürich erschienen, wurde erst 1906 - zensiert - uraufgeführt. Es stellt sich bewusst gegen den Naturalismus und die klassizistische Dramenform und knüpft mit seinen episch gereihten Kurzszenen und der Kontrastierung von lyrisch-expressiver Intensität und ins Groteske gesteigerter Satire an den Sturm und Drang und Dramatiker wie G. Büchner und C. D. Grabbe an. Inhaltlich wendet sich W. am Beispiel der Pubertätsnöte junger Leute inmitten einer verständnislosen Umwelt (Elternhaus, Schule, Kirche) gegen das System bürgerlicher Triebunterdrückung und gegen die prüde, lebensfeindliche Scheinmoral. Damit ist das Stück zugleich ein Plädoyer für die Befreiung der sinnlichen Liebe, für das Leben in einem emphatischen Sinn, für die menschliche Natur und die Schönheit des Leibes. Die Lulu-Tragödie mit ihren Teilen Erdgeist (UA 1898) und Die Büchse der Pandora (UA 1904) nimmt diese Thematik auf, indem sie das wilde, schöne Tier Lulu als Verkörperung der Natur gegen Vertreter der (bürgerlichen) Gesellschaft stellt und deren verlogene Moral entlarvt. Satirische Gesellschaftskritik, nun bezogen auf den kapitalistischen Ungeist, leistet die Hochstaplergroteske Der Marquis von Keith (UA 1901). Auch die späteren Dramen setzen die Auflösung der geschlossenen Dramenform durch eine vielfach groteske Montage heterogener Elemente fort: von Musik, einem Sittengemälde, über die Literaturkomödie Oaha bzw. Till Eulenspiegel bis hin zur Satire auf zerstörerisches Heldentum in Herakles. W.s Vorstellungen von der Emanzipation des Körperlichen und seine Kritik am bürgerlichen Erziehungssystem liegt auch dem fragmentarischen Roman Mine-Haha zugrunde, der Momente der dt. Bildungsromantradition parodistisch aufnimmt. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 109
Erscheinungsdatum 2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-007951-5
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 14,7/9,5/1 cm
Gewicht 53 g
Verkaufsrang 12566
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Von einer Schullektüre zum Lieblingsbuch...
von JessiBelle am 30.09.2011

Erstmals durfte oder musste ich "Frühlings Erwachen" vor etwa 10 Jahren in der Schule lesen. Und es zeigte sich, dass es ein Glückstreffer war! Dieses Buch ist so fesselnd, die Charaktere hochinteressant und die Thematik auch heute noch aktuell. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen, denn ich erinnere mich, wie ich damals ... Erstmals durfte oder musste ich "Frühlings Erwachen" vor etwa 10 Jahren in der Schule lesen. Und es zeigte sich, dass es ein Glückstreffer war! Dieses Buch ist so fesselnd, die Charaktere hochinteressant und die Thematik auch heute noch aktuell. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen, denn ich erinnere mich, wie ich damals auch zwischen den Zeilen lesen konnte und dieses Buch regelrecht verschlungen habe!

Sehr interessant
von Alex am 28.06.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wir lesen "Frühlings Erwachen" z.Zt. in der Schule. Ich persönlich habe es schnell durch gelesen und fand es auch gar nicht so schlecht. Schließlich ist das Thema "Pubertät" stets aktuell, wenn auch jede Generation in jeder Epoche andere Probleme hat, was jedoch in jeder Situation auch die gleichen Auswirkungen haben kann, wie h... Wir lesen "Frühlings Erwachen" z.Zt. in der Schule. Ich persönlich habe es schnell durch gelesen und fand es auch gar nicht so schlecht. Schließlich ist das Thema "Pubertät" stets aktuell, wenn auch jede Generation in jeder Epoche andere Probleme hat, was jedoch in jeder Situation auch die gleichen Auswirkungen haben kann, wie hier beschrieben. Die Figuren sind alle sehr charakterstark und die Sprache ist angenehm. Toll! - Aber nicht für Leser, die beispielsweise Shakespeare verschmähen(was ich schon einmal gar nicht verstehen kann, aber na ja...)...

hochaktuell
von einer Kundin/einem Kunden aus wien am 26.06.2007

im gegensatz zu zwei der anderen leser die dieses buch rezensierten,deren meinung auf grund ihrer schweren fehler in rechtschreibung und satzbau jedoch unerheblich ist, halte ich dieses drama für hochaktuell und spannend.doch gebe ich durchaus zu, dass es für leute die das niveau von harry potter und dem sakrileg gewohnt sind e... im gegensatz zu zwei der anderen leser die dieses buch rezensierten,deren meinung auf grund ihrer schweren fehler in rechtschreibung und satzbau jedoch unerheblich ist, halte ich dieses drama für hochaktuell und spannend.doch gebe ich durchaus zu, dass es für leute die das niveau von harry potter und dem sakrileg gewohnt sind etwas zu schwer sein könnte