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Die Sprache der Schatten

Roman

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Ein opulenter, farbenprächtiger Roman im Berlin des 19. Jahrhunderts

Schwarze Schatten, schemenhafte Züge, abgewandte Gestalten. Eine eindringliche Szenerie und kein einziges Gesicht. Als Rika das namenlose Bild geschenkt bekommt, ist sie so fasziniert, dass sie beschließt, den Maler ausfindig zu machen. Ihre Suche führt sie in die Spandauer Vorstadt zu Anthonis, einem Außenseiter, talentiert und rätselhaft, der sich von der Welt zurückgezogen hat und meist nur noch eine Sache auf die Leinwand bringt: Menschen ohne Gesichter. Instinktiv weiß Rika, dass mehr dahintersteckt, als Anthonis sie glauben lassen will — und sie ist entschlossen, sein Geheimnis zu enthüllen …

Portrait
Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und SPIEGEL-Bestsellerautorin. Sie wurde mit dem DELIA-Literaturpreis sowie dem Goldenen Homer ausgezeichnet und ist seit 2016 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.05.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783641066208
Verlag Diana Verlag
Dateigröße 474 KB
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Mysteriöser Maler
von einer Kundin/einem Kunden aus Halle (Saale) am 19.07.2012
Bewertet: Taschenbuch

Rika Hesse, junge Witwe aus Berlin bekommt von ihrem Stiefsohn Alexander ein Gemälde geschenkt, welches sie von Anfang an fasziniert. Sie versucht soviel wie möglich über diesen mysteriösen Maler herauszufinden. Warum malt er keine Gesichter?! Und warum kennt niemand diesen Mann?! Ihre Suche führt sie durch die verschiedensten Ecken... Rika Hesse, junge Witwe aus Berlin bekommt von ihrem Stiefsohn Alexander ein Gemälde geschenkt, welches sie von Anfang an fasziniert. Sie versucht soviel wie möglich über diesen mysteriösen Maler herauszufinden. Warum malt er keine Gesichter?! Und warum kennt niemand diesen Mann?! Ihre Suche führt sie durch die verschiedensten Ecken Berlins und sogar darüber hinaus. Ihre Erkenntnisse bringen sie bald an einem Scheideweg, indem sie sich für ihre Familie oder eine neue Zukunft entscheiden muss. "Die Sprache der Schatten" ist ein Roman, der im Berlin des 19.Jahrhunderts spielt. Die gesellschaftlichen Gepflogenheiten und die unterschiedenlichen und streng unterteilten Rollen von Frau und Mann wurden realistisch beschrieben. Auch die Charaktere wirken der Zeit angemessen, wobei verständlicherweise nicht jeder mit der ihr aufdiktierten Rolle einverstanden ist. Neben der Prosopagnosie - eine mir bis dato gänzlich unbekannte Krankheit - wurden auch der anfängliche Judenhass, die Stellung der Sozialdemokraten und Homosexualität thematisiert. Ohne jedoch zu aufdringlich zu werden. Die Entwicklung der Textilindustrie, in Berlin und Mönchengladbach fand ich sehr gut beschrieben. Man hat nebenbei etwas über beide Städte gelernt, ohne sich an einen alten Reiseführer erinnert zu fühlen. Man konnte durch ihre Beschreibungen wunderbar in das Geschehen eintauchen und hatte sofort ein Bild vor Augen. Und um Bilder ging es ja auch schließlich. Man mag zwar mit manchen Handlungsweisen der Protagonisten nicht einverstanden sein. Nur sollte man immer bedenken, in welcher Zeit der Roman spielt. Realistisch und nachvollziehbar waren sie für mich alle auf jeden Fall, wenn auch manchmal erst auf den zweiten Blick. Kurzum ein Buch welches ein ziemlich unbekanntes Thema behandelt, bei dem aber auch trotz häufiger Vernunftehen in dieser Zeit, die Liebe nicht zu kurz kommt. Jedoch ohne Kitsch.

Die Sprache der Schatten
von Karthause aus Duisburg am 24.10.2011
Bewertet: Taschenbuch

„Die Sprache der Schatten“ war der erste Roman, den ich von der Autorin Susanne Goga gelesen habe. Umso überraschter war ich, welchen Glücksgriff ich damit machte. In diesem historischen Roman werden eine Vielzahl von Themen angeschnitten. Sei es die Modebranche, die zunehmende Industrialisierung, das schwierige Leben der einfachen Arbeiter,... „Die Sprache der Schatten“ war der erste Roman, den ich von der Autorin Susanne Goga gelesen habe. Umso überraschter war ich, welchen Glücksgriff ich damit machte. In diesem historischen Roman werden eine Vielzahl von Themen angeschnitten. Sei es die Modebranche, die zunehmende Industrialisierung, das schwierige Leben der einfachen Arbeiter, die Gesichtsblindheit des Malers, die Probleme Homosexueller und der aufkeimende Antisemitismus, um nur die wesentlichen zu nennen. Diese thematische Fülle lässt den Roman aber keineswegs überfrachtet erscheinen. Alle Probleme werden genau dosiert in die Handlung eingefügt und ergeben in ihrer Gesamtheit, ein harmonisches Zeitbild des damaligen Berlin. Neben Berlin spielt ein Teil der Handlung im ehemaligen München-Gladbach. Damit eröffnet die Autorin ihren Protagonisten nicht nur eine weitere Bühne, sie setzt ihrer Heimatstadt auch in gewissem Sinne ein Denkmal. Ein weiteres Highlight in diesem Roman ist die Zeichnung der Charaktere. An erster Stelle möchte da Alexander Hesse nennen. Der bei höher gestellten Personen gern buckelt und sich anbiedert, ihm Untergebene aber mit Unbeugsamkeit und Härte behandelt. Er selbst steckt fest in des Vater Fußstapfen, denen er jedoch nicht gewachsen ist. Dieser so spezielle Charakter wurde von Susanne Goga mit bewundernswerter Feinheit beschrieben. Aber auch die Frauen sind nicht nur vorwärtsstrebend. Sie werden liebenswert durch ihre Zweifel, ihre gelegentliche Naivität, aber andererseits bestechen sie durch Charakterstärke und Gewitztheit. Keine der Figuren ist nur gut, Schwarz-Weiß-Malerei ist der Autorin fremd. Die Sorgen und Nöte der Protagonisten sind geschickt in die Handlung eingebunden, sie wirken lebensnah und geben dem Roman das ganz besondere Zeitkolorit. Trotz der anspruchsvollen Themenfülle ist der Roman wunderbar leicht zu lesen. Man taucht ab in einer vergangenen Zeit, egal ob man den Schauplatz kennt oder nicht, die Autorin übernimmt die Führung in eine vergangene Zeit und lässt sie vor dem inneren Auge wieder auferstehen.

Ein gelungener Historienroman aus Berlin
von Silke Schröder aus Hannover am 14.06.2011
Bewertet: Taschenbuch

Susanne Goga wirft einen authentischen Blick auf das Berlin des späten 19. Jahrhunderts, in jene Zeit, als die Hauptstadt des jungen deutschen Reichs förmlich explodierte, Kunst und Kultur in Blüte standen und auch Frauen ganz allmählich begannen, sich aus ihrem engen gesellschaftlichen Korsett zu befreien und ihr Terrain in... Susanne Goga wirft einen authentischen Blick auf das Berlin des späten 19. Jahrhunderts, in jene Zeit, als die Hauptstadt des jungen deutschen Reichs förmlich explodierte, Kunst und Kultur in Blüte standen und auch Frauen ganz allmählich begannen, sich aus ihrem engen gesellschaftlichen Korsett zu befreien und ihr Terrain in Beruf, Literatur oder Malerei zu erobern. Zugleich spricht Goga in „Die Sprache der Schatten“ Themen wie die Homosexualität an, die durch den damals gerade neu eingeführten § 175 im ganzen Kaiserreich für Männer unter Strafe gestellt wurde, oder sie geht auf medizinische Phänomene wie die "Prosopagnosie" ein, bei der man sich keine Gesichter merken kann. Selbst wenn Gogas Frauenfiguren manchmal ein wenig emotional und naiv dargestellt sind, ist „Die Sprache der Schatten“ ein spannender Blick in eine Stadt und eine Epoche, in der uns Vieles schon sehr bekannt, aber ebenso Vieles auch fremd vorkommt. Ein gelungener Historienroman. Und als kleines Bonbon lässt Susanne Goga, die selbst aus Mönchengladbach kommt, ihre Heldin Rika Hesse einen Abstecher in die damaligen Stoffmanufakturen ihrer Heimatstadt, ins provinzielle Gladbach machen.