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Gedichte

Gesammelte Gedichte, Prologe und Trauerreden des österreichischen Schriftstellers. Nachdruck der Originalausgabe von 1922.

Portrait
Hugo von Hofmannsthal, geb. 1874 in Wien, gestorben 1929 in Rodaun gestorben, studierte Jura und romanische Philologie. Ab 1906 arbeitete er häufig mit Richard Strauss zusammen und schrieb Libretti für einige Opern (Elektra, Der Rosenkavalier u.a.). Berühmt wurde er auch durch sein modernes Mysterienspiel 'Jedermann'.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 84
Erscheinungsdatum 16.06.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86267-359-9
Reihe classic pages
Verlag Europäischer Literaturverlag
Maße (L/B/H) 18,7/12,1/1 cm
Gewicht 97 g
Buch (Taschenbuch)
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15,40
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Begegnungen mit Hofmannsthal
von Zitronenblau am 13.10.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dass H. v. Hofmannsthal zur geistigen Elite der Wiener Klassik gehörte, ist unumstritten wie bekannt. Im hier vorliegenden Bändchen von Reclam wird sein lyrisches Werk anthologisiert (Sammlung von 1922, Gestalten, Prologe/Nekrologe, verstreute Gedichte). Ich lese Hofmannsthal mit gemischten Gefühlen. Seine große Zeit war biograp... Dass H. v. Hofmannsthal zur geistigen Elite der Wiener Klassik gehörte, ist unumstritten wie bekannt. Im hier vorliegenden Bändchen von Reclam wird sein lyrisches Werk anthologisiert (Sammlung von 1922, Gestalten, Prologe/Nekrologe, verstreute Gedichte). Ich lese Hofmannsthal mit gemischten Gefühlen. Seine große Zeit war biographisch gesehen bereits vor dem betagten Alter nieder gesunken; selbst bestätigte er dies: "...Nach 'Der Abenteurer und die Sängerin' hätte ich sterben sollen." Er meinte, er war mit 25 Jahren bereits am intellektuellen, also dichterischen Höhepunkt seiner Laufbahn angelangt. Grämig verstirbt er mit weit über 50 Jahren. Da ich sein Gesamtwerk nicht kenne, allen voran die Dramen u. Libretti, ist es schwierig, aus diesen eher wenigen lyrischen Erzeugnissen ein Fazit zu Dichter und Werk ziehen zu können. Laienhaft kann ich allenfalls von mir sagen, dass mich seine Lyrik nicht davonträgt, mir fehlt in ihnen der Reiz. Freilich sind große Stücke dabei, z.B. "Ballade des äußeren Lebens" oder "Weltgeheimnis" oder "Lebenslied". Man sieht, das Leben per se ist mitunter zentral, es liegt ein Hauch philosophischen Atems darüber. Jedoch präferiere ich das Momentane, es ist meist akkute Ergriffenheit in ihm. Das Schwermotivische bringt meist, aufgrund der Verbildlichung des Kompakten, eine erschwerte Auslegung mit sich. Acuh werden mitunter Strenge und Form aufgebrochen, es vollzieht sich beinahe eine Prosaisierung des Lyrischen bei poetischer Konstanz - das lehne ich eher ab. Aber letztlich ist das ja Geschmackssache. Hoffmansthal als Lyriker ist (derzeit) für mich also kein Thema.