Standardisierung und Marktprozeß

Entwicklungen und Auswirkungen im CIM-Bereich

Bochumer Beiträge zur Unternehmensführung und Unternehmensforschung Band 44

Michael Kleinaltenkamp

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Beschreibung

Die moderne Technik ist durch wachsende Komplexität ihrer Produkte und Prozesse gekennzeichnet. Daraus ergibt sich eine Vermehrung von inneren und äußeren Schnittstellen, die bei hochkomplexen, aus vielen Hard- und Software-Elementen bestehenden Systemen existenzbestimmende Ausmaße annehmen können. Am Beispiel von Computer Integrated Manufacturing-Systemen (CIM) weist der Verfas­ ser der vorliegenden Schrift nach, daß eine wesentliche Voraussetzung fur das Zustandekommen von Markttransaktionen bei solchen Systemen in der Entwicklung von Standards besteht. Als solche sind Festlegungen bestimmter Spezifikationen, d.h. Merkmale und Charakteristika von Systemen, Produkten oder Produktteilen anzuse­ hen, die z.B. Art, Form, Größe, Leistung etc. näher beschreiben bzw. definieren (HahnlLaßmann). Die Anliegen der Arbeit lassen sich im wesentlichen in drei Punkten zusammenfassen: - Es werden die Entstehungsprozesse von Standards analysiert, die Gründe, die zu einer Standardisierung fuhren, aufgezeigt und ihre Wirkungen näher untersucht. Damit wird ein Thema, das betriebswirtschaftlich von hohem Interesse ist, bisher aber nur am Rande Gegenstand wissenschaftlicher Behandlung war, aufgegriffen und umfassend dargestellt. - Indem die Zusammenhänge zwischen Standardisierung und Entstehen von Markt­ prozessen sowie ihre gegenseitige Abhängigkeit aufgezeigt werden, liefert der Verfasser sowohl einen Beitrag zur mikroökonomischen Fundierung makro­ ökonomischer Marktprozesse als auch eine dringend erwünschte stärkere wirt­ schaftstheoretische Verankerung der Marketinglehre. Zugleich wird die Arbeit in den größeren Zusammenhang der modernen Informationsökonomie gestellt, die einen hohen Erklärungswert einzubringen imstande ist und sich als besonders fruchtbar und tragfahig erweist.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 276
Erscheinungsdatum 01.01.1993
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-409-13878-9
Verlag Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Maße (L/B/H) 24,4/17/1,6 cm
Gewicht 528 g
Abbildungen 23 schwarzweisse Abbildungen
Auflage 1993

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  • I. Problemstellung.- A. Gegenstand, Zielsetzung und Aufbau der Untersuchung.- B. Integrationserfordernisse und -effekte beim Einsatz rechnerintegrierter Fertigungssysteme.- C. Schnittstellen-Definition als Voraussetzung für die Nutzung von CIM-Systemen.- II. Begriffliche Abgrenzungen.- A. Notwendigkeit begrifflicher Abgrenzungen.- B. Arten technischer Spezifikationen.- 1. Typen.- 2. Standards.- 3. Normen.- C. Interdependenzen zwischen den verschiedenen Arten technischer Spezifikationen.- D. Konsequenzen für Schnittstellen-Spezifikationen.- III. Die wirtschaftswissenschaftliche Behandlung von Standardisierungsprozessen.- A. Zusammenhänge zwischen überbetrieblicher Standardisierung und Marktprozeß.- 1. Der Einfluß der überbetrieblichen Standardisierung auf die Informationsverteilung im Marktprozeß.- 2. Besonderheiten des Marktprozesses von CIM-Komponenten und -Systemen.- a) Besonderheiten der Marktabgrenzung.- b) Besonderheiten der vermarkteten Leistungen.- B. Standardisierungsprozesse in weiteren Ansätzen der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur.- 1. Auf Einzeltransaktionen bezogene Ansätze.- a) Die anwenderbezogene Perspektive der Diffusionstheorie.- b) Die anbieterbezogene Perspektive.- (1) Standardisierung und Individualisierung in der entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre.- (2) Standards in dynamischen Ansätzen der Strategischen Planung.- c) Die interaktionsbezogene Perspektive.- (1) Grundlagen der Interaktionsbetrachtung.- (2) Standardisierung aus der Sicht des Transaktionskostenansatzes.- (3) Standardisierung aus der Sicht der Principal-Agent-Theorie.- 2. Marktstrukturbezogene Ansätze.- a) Die statische Perspektive der traditionellen Industrial Economics-Forschung.- b) Die dynamische Perspektive.- (1) Der Erklärungsbeitrag des suchtheoretischen Ansatzes.- (2) Der Erklärungsbeitrag des evolutorischen Ansatzes.- C. Zusammenfassung: Entwicklung eines Ansatzes zur Erklärung des Einflusses der überbetrieblichen Standardisierung auf den Marktprozeß von CIM-Komponenten und -Systemen.- IV. Die Prä-Standard-Phase.- A. Die Bedeutung der Schnittstellen-Kompatibilität für die Adoption von CIM-Komponenten und -Systemen.- 1. Die Verbreitung von CIM-Komponenten und -Kopplungen.- 2. Einflüsse der Schnittstellen- Kompatibilität auf die sich gegen die Beschaffung von CIM-Komponenten und -Systemen richtenden Marktwiderstände.- a) Begriff und Dimensionen von Marktwiderständen.- b) Konsequenzen der gegen CIM gerichteten Marktwiderstände auf die Informationsnachfrage im Beschaffungsprozeß.- c) Wirkungen überbetrieblicher Standardisierungsprozesse auf die sich gegen CIM richtenden Marktwiderstände.- (1) Wirkungen überbetrieblicher Standardisierungsprozesse auf die innovationsbezogenen Marktwiderstände.- (2) Wirkungen überbetrieblicher Standardisierungsprozesse auf die herstellerbezogenen Marktwiderstände.- d) Möglichkeiten der Kopplung verschiedener CIM-Komponenten und ihre Auswirkungen auf die Entstehung und Reduktion von Marktwiderständen.- (1) Nutzung selbstdefinierter Schnittstellen.- (2) Nutzung herstellerkompatibler Lösungen.- (3) Nutzung überbetrieblicher Standards.- B. Initiierung überbetrieblicher Standardisierungsprozesse.- 1. Standardisierungsaktivitäten von seiten der Anwender.- a) Standardisierungsaktivitäten einzelner Anwender.- b) Standardisierungsaktivitäten von Anwender-Vereinigungen (“User Groups”).- 2. Standardisierungsaktivitäten von seiten der Anbieter.- a) Voraussetzungen für Standardisierungsaktivitäten der Anbieter.- b) Einflüsse des Zeitpunkts der Einführung von Schnittstellen-Spezifikationen.- c) Vorgehensweisen zur Befriedigung des Vernetzungsbedarfs der Nachfrager.- (1) Erstellung individualisierter Vernetzungslösungen.- (2) Veränderung der Nachfragererwartungen.- (3) Angebot von Komplementärgütern.- 3. Marktseitenübergreifende Standardisierungsaktivitäten und institutionelle Normungsvorhaben.- a) Standardisierungsaktivitäten von öffentlich geförderten gemeinsamen Anwender- und Anbieter-Vereinigungen.- b) Normungsaktivitäten der Kommission CIM (KCIM) beim Deutschen Institut für Normung e.V.(DIN).- C. Analyse der den Verlauf und die Dauer von Standardisierungsprozessen beeinflussenden Faktoren.- 1. Einflüsse der Marktstrukturen.- a) Einflüsse der Strukturen der Nachfragerseite.- b) Einflüsse der Strukturen der Anbieterseite.- 2. Einflüsse der sich in Einzeltransaktionen vollziehenden Austauschprozesse.- a) Wirkungen von Netzeffekten.- b) Wirkungen der Komplexität der Technologie und der notwendigen Spezifikationen.- 3. Zusammenfassung: Entstehung und Veränderung institutioneller Arrangements im Verlauf von Standardisierungsprozessen.- a) Grundsätzliche Hemmnisse gegen die Ingangsetzung und die Beschleunigung von Standardisierungsprozessen im CIM-Bereich.- b) Maßnahmen und Entwicklungen zur Beschleunigung der Standardisierungsprozesse im CIM-Bereich.- (1) Übernahme versunkener Transaktionskosten durch öffentliche bzw. öffentlich geförderte Institutionen.- (2) Entstehung einer Marktstufe für Integrationsleistungen.- V. Die Post-Standard-Phase.- A. Bestimmung des Zeitpunkts der Etablierung eines Standards.- B. Marktstrukturveränderungen durch die Etablierung von Standards.- 1. Strukturveränderungen der Nachfragerseite.- a) Vertikale Differenzierung der Nachfrage.- b) Veränderungen der Verhaltensweisen der Nachfrager.- (1) Veränderungen der Verhaltensweisen der Nachfrager auf den Komponenten-Märkten.- (2) Veränderungen der Verhaltensweisen der Nachfrager auf der Marktstufe der Systemintegration.- 2. Strukturveränderungen der Anbieterseite.- a) Vertikale Differenzierung der Anbieterschaft.- b) Veränderungen der Verhaltensweisen der Anbieter.- (1) Veränderungen der Verhaltensweisen der Komponenten-Anbieter.- (a) Verschärfung des Preiswettbewerbs auf den Komponenten-Märkten.- (b) Initiierung neuer Standardisierungsprozesse.- (c) Ausstieg aus standardisierten Komponenten-Märkten.- (2) Veränderungen der Verhaltensweisen der Systemintegratoren.- (a) Zusammenwachsen von Anbieter-Branchen.- (b) Entwicklung neuer Wettbewerbsbeziehungen auf der Marktstufe der Systemintegration.- (3) Entwicklung “Strategischer Gruppen” von Anbietern.- C. Analyse der Strukturveränderungen nach der Etablierung eines Standards.- 1. Analyse der Strukturveränderungen auf den Komponenten-Märkten.- 2. Analyse der Strukturveränderungen auf der Marktstufe der Systemintegration.- VI. Interdependenzen zwischen verschiedenen Standardisierungsprozessen.- A. Einflüsse der Zahl der bereits durchlaufenen Standardisierungsprozesse.- B. Permanenter Wechsel zwischen fundamentalen Transformationen im Verlauf von Marktprozessen.- VII. Konsequenzen der Untersuchungsergebnisse für die Marktprozeßbetrachtung und die Marketing-Theorie.- A. Konsequenzen der Untersuchungsergebnisse für die Marktprozeßbetrachtung.- B. Konsequenzen der Untersuchungsergebnisse für die Marketing-Theorie.- Stichwortverzeichnis.