Vom Geheimnis der Mönche

Antonius, Pachomius, Basilius der Grosse, Augustin, Benedikt von Nursia, Bruno von Köln, Bernhard von Clairvaux, Franziskus von Assisi, Dominikus, Teresa von Avila, Ignatius von Loyola

detebe Band 21844

Walter Nigg

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Beschreibung

Nach den beiden Klassikern ›Große Heilige‹ (detebe 21459) und ›Das Buch der Ketzer‹ (detebe 21460) jetzt auch der dritte Klassiker von Walter Nigg: Er geht dem Geheimnis der großen Ordensgründer nach, erzählt aus dem Leben von Augustinus, Benedikt, Franz von Assisi, Bernhard von Clairvaux, Teresa von Avila, Ignatius von Loyola und vielen anderen mehr. Da werden keine trockenen Forschungsergebnisse aneinandergereiht, da blüht alles zu lebendigem Leben auf. Walter Niggs Darstellungsart und Sprache zeichnen sich bei aller sachlichen Zuverlässigkeit aus durch das Bekenntnishafte der Mitteilung und durch einen erfrischenden Mut der Aussage. Dieses Werk macht uns bekannt mit den großen Ordensgründern, die dem ewig-gleichen Getümmel einer lärmenden Welt Andacht und Inbrunst gläubiger Herzen gegenüberstellen, der Zerstreuungssucht der Vielen das Gesammelte der Wenigen. Das ganze Buch legt Zeugnis davon ab, wie durch alle Zeiten hindurch immer wieder in einzelnen Menschen und kleineren oder größeren Gemeinschaften das Verlangen nach einer reineren und höheren Form des Menschseins aufflammt und wie aus der Abkehr von der Welt Heilskräfte für die Welt ausstrahlen.

Walter Nigg, geboren 1903 in Luzern, war Professor für Kirchengeschichte in Zürich und wirkte als protestantischer Pfarrer im zürcherischen Dänikon, wo er 1988 starb. Neben Heiligen, Ordensgründern, Propheten und Mystikern handeln seine Bücher auch von Künstlern und Dichtern und nicht zuletzt von Ketzern, die er als »verunglückte Heilige« verstand.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 28.02.2003
Verlag Diogenes
Seitenzahl 432
Maße (L/B/H) 18,1/11,3/2,7 cm
Gewicht 324 g
Auflage 3
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-21844-2

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Kaum zu übertreffende Darstellung des christlichen Mönchstums
von einer Kundin/einem Kunden aus Pinzberg am 18.01.2011

Der protestantische Theologe Walter Nigg hat mit seinem Werk "Vom Geheimnis der Mönche" ein Buch vorgelegt, das kaum zu übertreffen ist. Dem geneigten Leser werden hier elf der größten Gestalten aus der Geschichte des christlichen Mönchstums vorgestellt, doch bleibt es nicht einfach bei einer nüchternen Darstellung - nein, Nigg ... Der protestantische Theologe Walter Nigg hat mit seinem Werk "Vom Geheimnis der Mönche" ein Buch vorgelegt, das kaum zu übertreffen ist. Dem geneigten Leser werden hier elf der größten Gestalten aus der Geschichte des christlichen Mönchstums vorgestellt, doch bleibt es nicht einfach bei einer nüchternen Darstellung - nein, Nigg vermag es, ein Stück weit das Glaubensfeuer, das von diesen großen Vertretern der christlichen Religion ausging, auch auf den heutigen Leser zu übertragen. Bereits die Vorstellung Antonius des Großen' - das zweite Kapitel des Buches nach einer kurzen Einführung - vermag es, den Leser tief berührt zurückbleiben zu lassen. Kann man etwas Besseres von einem Buch dieser Art sagen? Obgleich Nigg unzweifelhaft von der Leidenschaft des Glaubens getragen ist und diese auch in seinem Werk durchgehend zu spüren ist, verirrt er sich nie ins unreflektierte Schwelgen - stattdessen übt er Kritik auch an den von ihm vorgestellten großen Vertretern, wo immer es nötig ist; bei Nigg wird deutlich, daß es Perfektion eben nur bei Gott alleine geben kann und daß der Mensch letztlich immer auch seine Schattenseiten hat. Erfreulich ist, daß sich Nigg mit seinem Werk häufig auch bewußt gegen den modernen Zeitgeist stellt und in Kauf nimmt, unkonventionelle Positionen zu vertreten. Stets richtet sich seine Kritik vor allem an ein Christentum der Mittelmäßigkeit, dem er das durch die großen Mönche vorgelebte wahre Christentum entgegenstellt. Die vorgestellten Persönlichkeiten leben dabei ein aufrichtiges Christentum, zeigen aber auch gleichsam, wie schwierig ein solches tatsächlich ist. Doch gerade ob dieser Schwierigkeit vermögen es die Heiligen immer wieder, dem Gläubigen eine Stütze und Quelle der Orientierung zu sein - gerade auch dann, wenn man weiß, daß selbst eben diese mit Versuchungen des Teufels zu kämpfen hatten. Erfreulich ist auch, daß Nigg, obschon er dem Protestantismus angehört und dies auch an der einen oder anderen Stelle durchschimmert, nie in einen plakativen Konfessionalismus verfällt, der sowieso der wahren Christlichkeit zuwider wäre. Niggs Werk über das Mönchstum verdient es aus all diesen Gründen gerade heute, gelesen und beachtet zu werden.

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