Therapie des Stotterns

Ein Überblick über aktuelle Therapieansätze für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Michael Decher

Vorwort

Die Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. ist der Betroffenenverband stotternder Menschen in Deutschland und damit bundesweit die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Stottern. Durch unsere langjährige Erfahrung in der Information und Beratung Stotternder und ihrer Angehörigen wissen wir um die großen Schwierigkeiten der Betroffenen, eine geeignete Stottertherapie für sich zu finden. Viele fühlen sich mit der Vielfalt an Therapieformen und -methoden überfordert und wissen nicht, wie sie zwischen seriösen und unseriösen Anbietern unterscheiden können.
Mit diesem Therapieratgeber – einer vollständig überarbeiteten Neuauflage unseres Ratgebers von 1998 – möchten wir Ihnen als Ratsuchende einen aktuellen und umfassen¬den Überblick über Stottertherapien geben, die derzeit im deutschsprachi¬gen Raum angeboten werden. Das Buch wendet sich sowohl an erwachsene und jugendliche Stotternde als auch an Eltern stotternder Kinder und zeigt für jede Altersgruppe die entsprechen¬den Therapiemöglichkeiten auf. Indem die Unterschiede zwischen den einzelnen Therapiekonzepten deutlich gemacht werden, fällt es Ihnen, so hoffen wir, leichter, die Therapieangebote einzuordnen und herauszufinden, mit welcher Methode Sie sich selbst am wohlsten fühlen und welchen therapeutischen Weg Sie einschlagen möchten.

Wir hoffen, dass dieser Therapieratgeber seine Funktion als „roter Faden“ für Sie gut erfüllt, und wünschen Ihnen alles Gute bei Ihrer Entscheidungsfindung,

Ihre Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V.
(Hrsg.)
Buch (Kunststoff-Einband)
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Beschreibung

Wer für sich oder für sein Kind eine Stottertherapie sucht, sieht sich einem vielfältigen Angebot gegenüber. Dieser Ratgeber soll dabei helfen, für stotternde Kinder, Jugendliche
und Erwachsene eine individuell passende und empfehlenswerte Therapie zu finden. Das Buch informiert über aktuelle therapeutische Konzepte und Methoden, es klärt über Fragen zur Kostenübernahme auf und gibt einen Überblick über die Arbeit der Stotterer-Selbsthilfe. Nicht zuletzt werden Hinweise gegeben, woran sich Therapieerfolge in der Behandlung des Stotterns messen lassen.

Angaben zum Autor

Michael Decher ist Lehrlogopäde an der staatlichen Berufs¬fachschule für Logopädie in Erlangen. Er befasst sich seit 1983 mit der Therapie von Stotternden und unterrichtet seit 1985 Schüler/innen und Studierende der Logopädie im Fachbereich Stottern. Decher ist Buchautor und hat das Erlanger Therapiekonzept Redefluss – Keine Angst vorm Stottern (2006) verfasst. Er ist Lehrlogopäde nach den Richtlinien des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) und zertifizierter Stottertherapeut (ivs).

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 21.03.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-921897-62-1
Verlag Stottern & Selbsthilfe
Maße (L/B/H) 20,8/14,9/1 cm
Gewicht 175 g
Auflage 1

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  • Inhalt

    Vorwort
    1 Einleitung
    2 Was ist Stottern?
    2.1 Wie äußert sich Stottern?
    2.1.1 Kernsymptomatik
    2.1.2 Begleitsymptomatik
    2.2 Wann tritt Stottern auf?
    2.3 Und woher kommt nun Stottern?
    2.4 Irrwege in der Therapiegeschichte
    2.5 Ist Stottern heilbar?
    2.6 Wie lassen sich unseriöse Anbieter erkennen?
    3 Die Therapie des Stotterns im Überblick
    3.1 Die logopädische und sprachheilpädagogische Behandlung
    3.1.1 Die Indirekte Therapie
    3.1.2 Die Direkte Therapie
    3.1.2.1 Sprechmodifikation (Fluency Shaping)
    3.1.2.2 Stottermodifikation (Non-Avoidance-Ansatz)
    3.1.2.3 Methodenkombinierte Konzepte
    3.2 Psychotherapeutische Ansätze
    3.3 Weitere Methoden
    3.3.1 Entspannungsverfahren
    3.3.2 Fokus Atmung, Stimme und Sprechmelodie
    3.3.3 Fokus Artikulation
    3.3.4 Fokus Sprechrhythmus
    3.4 Technische Hilfsmittel
    3.5 Ambulante oder stationäre Behandlung?
    3.6 Einzel- oder Gruppentherapie?

    Behandlung des Stotterns bei Jugendlichen und Erwachsenen

    4 Logopädische und sprachheilpädagogische Konzepte für Jugendliche und Erwachsene
    4.1 Therapien aus der Sprechmodifikation (Fluency Shaping)
    I Die Kasseler Stottertherapie (KST)
    II Intensiv-Stottertherapie in Ravensburg (H-I-S-T)
    4.2 Therapien aus der Stottermodifikation
    (Non-Avoidance-Ansatz)
    I Das VAN-RIPER-PROGRAMM als intensive Intervalltherapie
    II Das Stotterer-Selbst-Management-Programm – Successful Stuttering Management Program
    (SSMP)
    III Die Intensiv-Modifikation Stottern (IMS)
    IV Die Initiative für konfrontative Stottertherapie (IKS)
    V Erlanger Stottertherapie
    4.3 Methodenkombinierte Therapien
    I Die ganzheitliche, integrative, personenbezogene
    Stottertherapie nach Wendlandt
    II Die Bonner Stottertherapie/Integrative Therapie nach Prüß (ITP)
    5 Psychotherapeutische Verfahren für Jugendliche und Erwachsene
    I Die Dynamische Stottertherapie (DST)
    II Der Individualpsychologische Ansatz
    III Systemische Familientherapie
    IV Familien aufstellen
    V NLP – Neurolinguistisches Programmieren
    6 Andere, häufig diskutierte Verfahren für Jugendliche und Erwachsene
    I Hans Liebelt
    II Die Koordinierte Stotterkontrolle
    III ROPANA (Roland Paulis Nachbereitungs- Methode)
    IV Ältere Methoden – Hausdörfer, Muirden und Richter
    V Hausdörfer in den Niederlanden
    VI Die del Ferro-Methode
    VII Die Greifenhofer-Methode

    Behandlung des Stotterns bei Kindern

    7 Logopädische und sprachheilpädagogische Behandlung des kindlichen Stotterns
    7.1 Indirekte Therapie kindlichen Stotterns
    7.1.1 Spieltherapie
    7.1.2 Elterntraining
    I Elternkurs: Mein Kind stottert!
    II Hamburger Workshop für Eltern stotternder Kinder (HAWESK)
    7.2 Direkte Therapie kindlichen Stotterns
    7.2.1 Sprechmodifikation (Fluency Shaping) bei Kindern
    I Das Frankfurt-Kasseler Konzept (FRANKA)
    II Das Lidcombe-Programm
    III Intensiv-Stottertherapie in Ravensburg (H-I-S-T)
    7.2.2 Stottermodifikation (Non-Avoidance-Ansatz) bei Kindern
    I KIDS – Kinder dürfen Stottern
    Mini-KIDS für 2- bis 3-Jährige
    KIDS für 4- bis 9-Jährige
    Schul-KIDS für 10- bis 17-Jährige
    II Die Hamburger Kindergruppentherapie
    7.2.3 Methodenkombinierte Ansätze bei Kindern
    I Intensivtherapie für Kinder
    II „Stärker als Stottern“ für 8- bis 15-Jährige
    8 Therapieumsetzung im Alltag
    9 Die Internationale Klassifikation des Stotterns (ICF)
    9.1 Was versteht man unter ICF?
    9.2 Die Bedeutung der ICF für die Therapie
    10 Stotterer-Selbsthilfe
    10.1 Die Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. (BVSS)
    10.2 ÖSIS
    10.3 VERSTA
    11 Die Interdisziplinäre Vereinigung der Stottertherapeuten
    e.V. (ivs)
    12 Sollen Therapeutinnen selbst Stotternde sein?
    13 Evaluierung und Finanzierung: Perspektiven in der Stottertherapie
    14 Schlussworte

    Literaturverzeichnis