Meine Filiale

Das Schloß. Kritische Ausgabe

Text- und Apparatband. Schriften, Tagebücher, Briefe

Franz Kafka, Schriften - Tagebücher - Briefe. Kritische Ausgabe Band 18116

Franz Kafka

(11)
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
115,20
115,20
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Versandfertig in 1 - 2 Wochen Versandkostenfrei
Versandfertig in 1 - 2 Wochen
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

ab € 3,80

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

ab € 3,95

Accordion öffnen

eBook

ab € 0,49

Accordion öffnen

Hörbuch

ab € 9,49

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

ab € 2,99

Accordion öffnen

Beschreibung

Jeder Versuch, ins Schloß zu gelangen, mißlingt; so bleibt es nah und fern zugleich; seine Hierarchie fordert Gehorsam, aber die Weisungen bleiben dunkel und unverständlich. »Dieses Dorf ist Besitz des Schlosses, wer hier wohnt oder übernachtet, wohnt oder übernachtet gewissermaßen im Schloß. Niemand darf das ohne gräfliche Erlaubnis.« »Alles, was über dieses Buch gesagt werden kann, ist nur tastendes Nebenher. Man muß es selbst nachlesen, Zeile für Zeile, wie hier aus einem oft lieblichen Zusammensein von Ironie und Pietät die drohende Strenge des letzten Gerichts auftaucht.« Hans Sahl

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, trat Kafka 1908 in die »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt« ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb..
Malcolm Pasley, geboren 1926 in Rajkot (Indien), studierte in Oxford, wo er dann als Fellow und Tutor am Magdalen College Germanistik lehrte. Mitbegründer der Zeitschrift ›Oxford German Studies‹, hat er neben zahlreichen Veröffentlichungen zu Kafka u.a. die Bände ›Germany: A Companion to German Studies‹ (2. rev. Ausgabe 1981) und ›Nietzsche: Imagery and Thought‹ (1978) herausgegeben. 1986 wurde ihm von der Justus-Liebig-Universität Gießen die Ehrendoktorwürde Dr. phil. h.c. verliehen. Pasley war Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Fellow of the British Academy. Er starb 2004 in Oxford.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Malcolm Pasley
Seitenzahl 982
Erscheinungsdatum 01.05.1982
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-038132-3
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 23,3/16,3/7,6 cm
Gewicht 1703 g
Auflage 4. Auflage

Weitere Bände von Franz Kafka, Schriften - Tagebücher - Briefe. Kritische Ausgabe

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
7
3
0
1
0

Seiner Zeit voraus
von einer Kundin/einem Kunden am 28.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Kafka zu lesen ist eine unvergleichliche und teils bizarre Erfahrung, die man zumindest einmal probiert haben sollte. Eine sehr schöne, in Leinen gebundene Ausgabe der gesammelten Werke von Franz Kafka. Sie umfasst sämtliche Erzählungen und Romane, komplettiert mit 1008 Seiten. Durch die goldene Schmuckprägung ist diese Auflag... Kafka zu lesen ist eine unvergleichliche und teils bizarre Erfahrung, die man zumindest einmal probiert haben sollte. Eine sehr schöne, in Leinen gebundene Ausgabe der gesammelten Werke von Franz Kafka. Sie umfasst sämtliche Erzählungen und Romane, komplettiert mit 1008 Seiten. Durch die goldene Schmuckprägung ist diese Auflage vom Anaconda Verlag auch optisch eine günstige Bereicherung. Und das zu einem phänomenalen Preis von unter 10 ! (Der Anaconda Verlag bietet auch viele weitere Klassiker in schönen Einbänden und für niedrige Preise an. Ein Schlaraffenland für bibliophile Sammler mit kleinem Budget.)

Kafkas Abrechnung
von einer Kundin/einem Kunden am 11.12.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Urteil als Kafkas Abrechnung: Im Gegensatz zu seinem "Brief an den Vater" ist diese in eine Geschichte verpackt - und dennoch beschreibt sie das selbe. Der Mann kümmert sich liebevoll um den alten Vater, der zu nichts mehr selbst fähig ist. Auch besinnt er sich eines alten Freundes und schreibt diesem von seinem Leben seit ... Das Urteil als Kafkas Abrechnung: Im Gegensatz zu seinem "Brief an den Vater" ist diese in eine Geschichte verpackt - und dennoch beschreibt sie das selbe. Der Mann kümmert sich liebevoll um den alten Vater, der zu nichts mehr selbst fähig ist. Auch besinnt er sich eines alten Freundes und schreibt diesem von seinem Leben seit die zwei getrennte Wege gingen. Er erzält von seiner Verlobten, seiner Arbeit, seinem Vater. Alsbald wirft dieser - kerngesund - demselben boshaft seine Verfehlungen vor. Er habe den Freund vergessen, mit dem der Vater doch Kontakt gehalten hat. Er habe seine Verlobte nicht aus Liebe genommen. Er habe sein Leben verwirkt. Aus Verzweiflung springt der Sohn von einer Brücke. Hat nicht auch Kafka selbst alles gegeben, das der Vater nicht anerkannte. Hat auch nicht dieser somit sein Urteil über den Sohn gesprochen? Eine gelungene Parabel, ganz im Stile Kafkas biographisch und abstrakt.

" Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt "
von Jérôme aus Bad Eilsen am 25.02.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kafka sagte einmal von sich " Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt ". Einer Geburt in die Welt der kulturellen Selbstverständlichkeiten, der Vertrautheit und Gewohnheit. Sein ganzes Leben war von dem Versuch geprägt über jene Brücke, die er seinen Landvermesser K. gehen ließ selbst zu gehen. Doch Kafka zögert aus Angst vor d... Kafka sagte einmal von sich " Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt ". Einer Geburt in die Welt der kulturellen Selbstverständlichkeiten, der Vertrautheit und Gewohnheit. Sein ganzes Leben war von dem Versuch geprägt über jene Brücke, die er seinen Landvermesser K. gehen ließ selbst zu gehen. Doch Kafka zögert aus Angst vor der Welt, er befürchtet während des gesellschaftlichen Umgangs in Strukturen zu verfallen aus denen er nicht mehr hinauskommen würde. In seinem Schlossroman überquert der Landvermesser nun stellvertretend diese Brücke und erblickt eine neue Welt voller geheimnisvoller Sinnstrukturen. Sein ursprüngliches Ziel als Landvermesser im Dorf zu arbeiten scheitert an bürokratischen Fehlern die schon lange zurückzuliegen scheinen. Nach und nach kristallisiert sich für K. die Gewissheit heraus, dass ein ominöses Schloss das Dorfleben beherrscht . Da K. von den Dorfbewohnern die Wahrheit des Schlosses nicht erfährt und man sich ihm gegenüber im Dorf so abwesend verhält, wendet er sich an die höchste Instanz um eine Wahrheit zu erfahren die seinen Aufenthalt legitimieren würde. Der Landvermesser möchte dazugehören und das Spiel der Gesellschaft unten im Dorf verstehen , doch der Weg in das Schloß offenbart sich als schier unmöglich . Anstatt zu arbeiten uns sich seinen Platz zu erobern, sucht er unnachgiebig eine explizite Wahrheit. Eine Suche die ihn vom eigentlichen Lebensprozess immer weiter entfernt. Mit diesem Bestreben lässt er auch die Dorfbewohner unruhig werden, die aufgeweckt durch den Eindringling das Geheimnis ihrer Lebenskraft offenbaren sollen. Das Schloss scheint eine ungeheure Macht auszustrahlen und dem Landvermesser gelingt es nicht zu erkennen, dass es sich von der Macht nähert die man ihm zuweist. Im Schloss findet man also nur die Wahrheit, die man selber in sie hineingelegt hat. Der Roman endet genau an der Stelle, an der dem Protagonisten eine endgültige Eingliederung in das ominöse Dorf bevorstünde. Eine Integration die der Autor Zeit seines Lebens nie wirklich verstanden hat umzusetzen. Möglicherweise stellte Kafka resignierend fest, dass sein befreiendes Schreiben von der Gesellschaft letztendlich doch wieder in jene Strukturen mündet und ließ den Roman unvollendet . Die anfängliche Distanz vom Dorfleben führte ihn Schritt für Schritt in jenes Reich, von welchem er doch eigentlich flüchten wollte. Sein Roman ließt sich am besten wenn man sich als Leser zwischen den Zeilen versteckt und von den endlos langen Dialogen hofft nicht überwältigt zu werden. Nach dem Lesen des Buches stellt sich dem ein oder anderen Leser vielleicht selber die Frage, ob er sich nicht ebenfalls auf der Suche nach einem geheimen Schloss befindet von dem er sich seine Wahrheit verspricht. Eine Wahrheit kann allerdings nicht gefunden werden, sie ist nicht geworden sondern nur durch den eigenen Lebensprozess nach und nach werdend .


  • Artikelbild-0