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Hiob

Roman

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Dramatische Saga einer ostjüdischen Familie und Joseph Roths berühmtester Roman, entstanden 1930.

Schon im Titel zitiert Joseph Roth sein dramatisches Thema an: die alttestamentarische Geschichte von Hiob, den von Gott geprüften Dulder. Im Roman ist es Mendel Singer, der in Ostgalizien ein bescheidenes Dasein als Lehrer fristet, bis ihn die Schicksalsschläge treffen: Der älteste Sohn muß und will zum russischen Militär, der zweite desertiert nach Amerika, die einzige Tochter läßt sich mit Kosaken ein und der jüngste Sohn scheint unheilbar behindert. Und dieser jüngste muß zurückgelassen werden, als die Eltern mit der Tochter nach Amerika fliehen, wo der emigrierte Sohn Sam ihnen ein behagliches Leben bereiten will.

Doch wieder schlägt der strafende Jehova zu. Beide Söhne fallen im I. Weltkrieg, die Mutter stirbt darüber und die Tochter endet im Wahnsinn. Als auch Mendel Singer zu verzweifeln droht und sich von Gott abwendet, geschieht das Wunder der Heilung: Aus dem behinderten Sohn ist ein begnadeter Komponist und Dirigent geworden, der nun seinen Vater zu sich nimmt.

»Hiob ist mehr als Roman und Legende, eine reine, eine vollkommene Dichtung, die alles zu überdauern bestimmt ist, was wir, seine Zeitgenossen geschaffen und geschrieben. An Geschlosssenheit des Aufbaus, an Tiefe der Empfindung, an Reinheit, an Musikalität der Sprache kaum zu übertreffen.«

(Stefan Zweig)

Rezension
"Hiob ist mehr als Roman und Legende, eine reine, eine vollkommene Dichtung, die alles zu überdauern bestimmt ist, was wir, seine Zeitgenossen geschaffen und geschrieben. An Geschlosssenheit des Aufbaus, an Tiefe der Empfindung, an Reinheit, an Musikalität der Sprache kaum zu übertreffen." (Stefan Zweig)
Portrait
Joseph Roth wurde 1894 in Schwabendorf bei Brody in Ostgalizien geboren und verstarb am 27.05.1939 in Paris. Roth war als Journalist u.a. in Berlin und Wien tätig, ehe er als Korrespondent für die "Frankfurter Zeitung" alle europäischen Großstädte bereiste. Seit 1933 emigrierte Roth schrittweise über Wien nach Marseille, Nizza und schließlich Paris. Dort verfiel er aus Verzweiflung dem Alkoholismus und verstarb in einem Armenhospital.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 01.11.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13020-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,2/12,1/1,4 cm
Gewicht 223 g
Auflage 16. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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10,20
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Ein bleibendes Denkmal
von einer Kundin/einem Kunden am 19.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Joseph Roth hat mit diesem Werk ein Denkmal gesetzt für die Juden Osteuropas. In der Geschichte des Thora-Lehrers Mendel Singer spiegelt sich das Fühlen und Denken, ebenso die extreme Armut dieses Volkes. Mit dem hereinbrechenden Weltkrieg kommen die Schicksalsschläge. Die mitfühlende, am Seelenleben der Personen zutiefst teilne... Joseph Roth hat mit diesem Werk ein Denkmal gesetzt für die Juden Osteuropas. In der Geschichte des Thora-Lehrers Mendel Singer spiegelt sich das Fühlen und Denken, ebenso die extreme Armut dieses Volkes. Mit dem hereinbrechenden Weltkrieg kommen die Schicksalsschläge. Die mitfühlende, am Seelenleben der Personen zutiefst teilnehmende Schreibweise des Autors macht diese Erzählung äußerst berührend. Die Bücher von Joseph Roth sind doch immer wieder lesenswert!

Durchschnittlich
von einer Kundin/einem Kunden aus Freienbach am 03.03.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch ist verständlich geschrieben und der Leser kommt gut nach, jedoch fand ich die Handlung nicht packend.

Der Gerechte muß viel leiden
von einer Kundin/einem Kunden am 05.02.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Welcher Hohn, den Protagonisten dieses Romans Mendel Singer zu nennen, denn dem jüdischen Thora-Lehrer verging im Laufe des Lebens das Singen und Beten gründlich. Nachdem er mit seiner Familie aus Russland nach Amerika emigrierte, nahm Gott dem Gottesfürchtigen Alles, sodass er schließlich auch das Beten und Glauben einstellte. ... Welcher Hohn, den Protagonisten dieses Romans Mendel Singer zu nennen, denn dem jüdischen Thora-Lehrer verging im Laufe des Lebens das Singen und Beten gründlich. Nachdem er mit seiner Familie aus Russland nach Amerika emigrierte, nahm Gott dem Gottesfürchtigen Alles, sodass er schließlich auch das Beten und Glauben einstellte. Doch am Ende wartet ein Wunder auf ihn.... Ich hatte Lust, diesen Klassiker endlich zu lesen und wurde belohnt durch die traumhaft schöne Sprache! Man möchte alles laut vorlesen, es ist ein wahrer Hochgenuss!