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Am Anfang war die Nacht Musik

Roman. Ausgezeichnet mit dem Hertha-Koenig-Literaturpreis 2011

(22)
Wien, 1777. Franz Anton Mesmer, der wohl berühmteste Arzt seiner Zeit, soll das Wunderkind Maria Theresia Paradis heilen, eine blinde Pianistin und Sängerin. In ihrer hochmusikalischen Sprache nimmt Alissa Walser uns mit auf eine einzigartige literarische Reise. Ein Roman von bestrickender Schönheit über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein.
Portrait
Alissa Walser, geboren 1961, studierte in New York und Wien Malerei. Seit 1987 lebt sie als Übersetzerin und Malerin in Frankfurt am Main. Für ihre Erzählung »Geschenkt« wurden ihr 1992 der Ingeborg-Bachmann-Preis und der Bettina-von-Arnim-Preis verliehen. 1994 erschien ihr Buch »Dies ist nicht meine ganze Geschichte«, im Frühjahr 2000 folgte der Erzählband »Die kleinere Hälfte der Welt«. Als Übersetzerin hat Alissa Walser außerdem die Tagebücher von Sylvia Plath sowie Theaterstücke unter anderem von Joyce Carol Oates, Edward Albee, Marsha Norman und Christopher Hampton ins Deutsche übertragen. 2009 erhielt sie für Ihre Übersetzung der Gedichte Sylvia Plaths den Paul-Scheerbart-Preis. Ihre eigenen Erzählungen wurden in englischer Übersetzung unter anderem in literarischen Zeitungen wie Open City und Grand Street veröffentlicht. Nach ihrem Roman »Am Anfang war die Nacht Musik«, für den sie den Spycher-Literaturpreis-Leuk 2010 erhalten hat. Nach dem Erzählungsband »Immer ich« erschien zuletzt »Von den Tieren im Notieren«.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 01.08.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-27202-5
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19,1/12,1/2,4 cm
Gewicht 244 g
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Kundenbewertungen

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Mesmerizing!
von Susanna Wiedermann aus Wien am 17.05.2012

Schon der Titel von Alissa Walsers Debütroman spielt auf Musik an und dieses musikalische Element durchzieht auch das ganze Buch. Walser behandelt darin die Geschichte des berühmten Arztes Franz Anton Mesmer und seiner damals ebenso berühmten Patientin Maria Theresia Paradis. Die junge Dame ist im zarten Alter von drei... Schon der Titel von Alissa Walsers Debütroman spielt auf Musik an und dieses musikalische Element durchzieht auch das ganze Buch. Walser behandelt darin die Geschichte des berühmten Arztes Franz Anton Mesmer und seiner damals ebenso berühmten Patientin Maria Theresia Paradis. Die junge Dame ist im zarten Alter von drei Jahren erblindet und trotz ihrer Krankheit eine virtuose Pianistin geworden, die sogar schon vor der Kaiserin mit demselben Vornamen spielen durfte. Nach jahrelangen vergeblichen Heilungsversuchen wendet sich Maria Theresias Vater, Hofsekretär Paradis, schließlich an Mesmer. Der Arzt nimmt sie in sein Wiener Sanatorium auf. Die Beziehung, die sich daraufhin zwischen den beiden Musikliebhabern entwickelt, ist das Herzstück von Walsers Roman. Ihr Interesse galt weniger historischer Genauigkeit als der Untersuchung dieses platonischen Liebesverhältnisses zwischen Arzt und Patientin. Denn Mesmers Behandlungsmethoden, die auch viel mit psychischer Einfühlung zu tun hatten, waren durchaus erfolgreicher als die seiner Kollegen. Die Malerin und Übersetzerin Alissa Walser, die bis dato Kurzgeschichten veröffentlichte, liefert mit „Am Anfang war die Nacht Musik“ ein beeindruckendes Romandebüt ab.

Roman über die Methode des "animalischen Magnetismus"
von einer Kundin/einem Kunden am 17.12.2011

Das Buch basiert auf dem Leben einer realen historischen Persönlichkeit, denn den Arzt Anton Mesmer gab es wirklich, und seine Methode des „animalischen Magnetismus“ erregte Ende des 18. Jahrhunderts nicht nur Wien, sondern halb Europa. Nachdem die Zeitgenossen der angeblich heilenden Wirkung der Methode zunächst zujubelten, bringen Neid,... Das Buch basiert auf dem Leben einer realen historischen Persönlichkeit, denn den Arzt Anton Mesmer gab es wirklich, und seine Methode des „animalischen Magnetismus“ erregte Ende des 18. Jahrhunderts nicht nur Wien, sondern halb Europa. Nachdem die Zeitgenossen der angeblich heilenden Wirkung der Methode zunächst zujubelten, bringen Neid, Habgier und Versagungsängste sie bald darauf dazu, ihr die Anerkennung zu verwehren. So darf auch die gewachsene große Zuneigung zwischen dem Arzt und seiner jungen Patientin, der Musikerin Maria Theresia, keine Zukunft haben. Alisa Walser hat einen historischen Roman geschaffen, der in vielen Details Auskunft über die spezielle Heilmethode und das Leben in Wien Ende des 18. Jahrhunderts gibt. Die oft abgehackte und karge Sprache vermag aber nicht zu überzeugen.

Eine musikalische Seele sucht das Licht
von Ute Faserl aus Innsbruck, Wagnersche am 30.10.2011

Alissa Walser ist Malerin, Autorin und Übersetzerin , Tochter von Martin Walser. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“ Mit poetischer Sprache entführt sie in das 18. Jahrhundert nach Wien. Der berühmte Arzt Franz Anton Mesmer, der sich leidenschaftlich um Alternativheilmethoden in der Medizin bemüht, hat ein magnetisches Spital... Alissa Walser ist Malerin, Autorin und Übersetzerin , Tochter von Martin Walser. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“ Mit poetischer Sprache entführt sie in das 18. Jahrhundert nach Wien. Der berühmte Arzt Franz Anton Mesmer, der sich leidenschaftlich um Alternativheilmethoden in der Medizin bemüht, hat ein magnetisches Spital gegründet und kämpft bisher vergebens um die Anerkennung in akademischen Kreisen. Endlich soll der Durchbruch gelingen, da eine junge, blinde Pianistin und Sängerin, als Wunderkind gehandelt, Aufnahme in seinem Spital findet. Von anderen Ärzten fast zu Tode kuriert, glaubt Mesmer ihr helfen zu können. Eine gemeinsame tiefe Liebe zur Musik verbindet beide in besonderer Weise. Erste Heilerfolge lassen hoffen, aber es gibt viele Faktoren, unter anderem der Ehrgeiz der eigenen Eltern, die ein Gesunden erschweren. Ein facettenreicher Roman über das Menschsein.