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Atemschaukel

Roman

(20)
Rumänien, Januar 1945. »Es war 3 Uhr in der Nacht, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.« So beginnt der erschütternde Bericht eines jungen Mannes, der in ein russisches Straflager verschleppt wird – so wie 60000 andere Rumäniendeutsche, von deren Schicksal Herta Müller in diesem ungeheuren Buch erzählt. In Gesprächen mit dem verstorbenen Dichter Oskar Pastior und anderen Überlebenden der Lager hat sie den Stoff gesammelt – und zu überwältigender Literatur geformt.
Portrait
Herta Müller wurde 1953 in einem deutschsprachigen Dorf im Banat/Rumänien geboren. Nach einem Publikationsverbot und Repressionen durch den Geheimdienst Securitate konnte sie 1987 nach Berlin ausreisen, wo sie auch heute lebt. Zu ihren bekanntesten Werken gehören die Romane ›Atemschaukel‹ und ›Der Fuchs war damals schon der Jäger‹, die Prosabände ›Niederungen‹ und ›Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt‹, der Essayband ›Der König verneigt sich und tötet‹. Für ihren Roman ›Herztier‹ wurde sie 1998 mit dem Impac Dublin Literary Award ausgezeichnet, dem weltweit höchstdotierten Literaturpreis für ein einzelnes Werk. Nach zahlreichen weiteren Ehrungen erhielt sie 2009 den Nobelpreis für Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 08.06.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-18750-8
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,6/2,1 cm
Gewicht 227 g
Auflage 5
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11,40
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„Lesenswert !!!“

Thomas Horvath, Thalia-Buchhandlung Linz, Lentia City


Nach vielen Interviews hat Herta Müller die Erfahrungen von Gulaghäftlingen in diesem Roman zusammengefasst. Die Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht lässt als Leser bei vollem Kühlschrank auf dem Sofa verzweifeln. Die Sichtweise des Gefangen und welche Bedeutung ein weißes Taschentuch bekommt oder die Ehrfurcht vor der fast gottgleichen Brotausgeberin in ihrer makellosen Hässlichkeit geben diesem Buch das gewisse etwas.Die Sprache ist ein Gedicht und für alle literarischen Verhungerten die richtige Nahrung.

Nach vielen Interviews hat Herta Müller die Erfahrungen von Gulaghäftlingen in diesem Roman zusammengefasst. Die Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht lässt als Leser bei vollem Kühlschrank auf dem Sofa verzweifeln. Die Sichtweise des Gefangen und welche Bedeutung ein weißes Taschentuch bekommt oder die Ehrfurcht vor der fast gottgleichen Brotausgeberin in ihrer makellosen Hässlichkeit geben diesem Buch das gewisse etwas.Die Sprache ist ein Gedicht und für alle literarischen Verhungerten die richtige Nahrung.

„Großartige Lesung über ein wenig bekanntes Kapitel europäischer Geschichte“

Rosi Winkler, Thalia-Buchhandlung St.Johann/Pg.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges lebt die deutsche Bevölkerung in Angst, denn die Sowjetunion fordert, alle in Rumänien lebenden Deutschen zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager zu deportieren. Leo (17 Jahre!) wird mitten in
der Nacht abgeholt und für fünf Jahre zur Zwangsarbeit kaserniert. Nach entbehrungsreichen, demütigenden Jahren zurückgekehrt, ist der ein anderer als zuvor. Später verlässt er Rumänien und zieht nach Österreich, wo er in Graz wohnhaft wird. Ulrich Matthes hat den Roman der Nobelpreisträgerin 2009 eingelesen und vermittelt einfühlsam dieses weitgehend unbekannte Kapitel europäischer Geschichte.
Seine ausgeprägte Stimme ist gut verständlich und macht Entsetzen, Angst und Schrecken für den Hörer spürbar.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges lebt die deutsche Bevölkerung in Angst, denn die Sowjetunion fordert, alle in Rumänien lebenden Deutschen zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager zu deportieren. Leo (17 Jahre!) wird mitten in
der Nacht abgeholt und für fünf Jahre zur Zwangsarbeit kaserniert. Nach entbehrungsreichen, demütigenden Jahren zurückgekehrt, ist der ein anderer als zuvor. Später verlässt er Rumänien und zieht nach Österreich, wo er in Graz wohnhaft wird. Ulrich Matthes hat den Roman der Nobelpreisträgerin 2009 eingelesen und vermittelt einfühlsam dieses weitgehend unbekannte Kapitel europäischer Geschichte.
Seine ausgeprägte Stimme ist gut verständlich und macht Entsetzen, Angst und Schrecken für den Hörer spürbar.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
14
4
0
1
1

zu recht preisgekrönt
von Bianca Dobler aus Wien am 05.12.2011

Alles, was ich habe, trage ich bei mir. Oder: Alles Meinige trage ich mit mir. Getragen habe ich alles, was ich hatte. Das Meinige war es nicht. Dieses sprachliche Meisterwerk hatte mich bereits nach der ersten Seite. Und zwar nicht wegen seiner Geschichte oder des Inhaltes, sondern einzig wegen seiner Liebe zur... Alles, was ich habe, trage ich bei mir. Oder: Alles Meinige trage ich mit mir. Getragen habe ich alles, was ich hatte. Das Meinige war es nicht. Dieses sprachliche Meisterwerk hatte mich bereits nach der ersten Seite. Und zwar nicht wegen seiner Geschichte oder des Inhaltes, sondern einzig wegen seiner Liebe zur Sprache. Ich habe die kunstvoll gewebten Sätze genossen, ebenso sehr wie die Beschreibungen die mir jeden Gegenstand und jede Person irgendwie zu eigen gemacht haben.

Überschätzter Schmarrn
von einer Kundin/einem Kunden am 28.07.2011

Erstaunlich! Von den meisten Kritikern hymnisch gelobt, deutscher Buchpreis, Nobelpreis usw. Aber mein Geschmack ist es nicht. Belangloses Geschreibsel, nicht treffende Metaphern, uninteressante Beobachtungen und alles andere als "erschütternd". Ein langweiliges uninspiriertes Büchlein. Mein erstes und letztes Herta Müller Buch.

Was für eine Sprachkraft!
von Martin Gaiser aus Ulm am 18.11.2010
Bewertet: eBook (ePUB)

Es wurde wohl über kein anderes Buch des Herbstes 2009 so viel geschrieben, wie über "Atemschaukel". Zweifellos ein überwältigendes, ein sprachlich unvergleichliches und originelles Buch, inhaltlich erschütternd und verstörend. Wer die ganze Schrecklichkeit dieses großen Romans erfassen möchte, muss ihn lesen!