Zwischen Wahrheit und Dichtung

Antisemitismus und Nationalsozialismus bei Heimito von Doderer

Literaturgeschichte in Studien und Quellen Band 16

Alexandra Kleinlercher

Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Was hat es mit Heimito von Doderers NS-Vergangenheit auf sich? Was zog ihn am Nationalsozialismus an, was stieß ihn später ab? Das Buch bringt neue Erkenntnisse zu diesem Einfluss in Leben und Werk. Aufschluss gibt sein Romanprojekt der 30er Jahre „Die Dämonen der Ostmark“, von dessen antisemitischer Thematik er sich bis zur Veröffentlichung der Dämonen 1956 schrittweise distanzierte. Die biographische Spurensuche zeichnet den dramatischen Lebensweg von Doderers Freunden jüdischer Herkunft nach. Besonderes Augenmerk gilt seiner ersten Ehefrau Auguste Hasterlik und deren Familie – gestützt auf die beeindruckende Briefsammlung von Hasterliks Nichte Giulia Hine, die hier erstmals erschlossen wird. Darunter Briefe, in welchen Freunde über Doderers Zwiespältigkeit und seine Erfolge berichten.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 472
Erscheinungsdatum 17.01.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-205-78605-4
Verlag Böhlau Verlag
Maße (L/B/H) 23,9/15,6/3,7 cm
Gewicht 820 g
Abbildungen Faksimile, 20 Illustration(en), schwarz-weiß
Verkaufsrang 84766

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  • Einleitung

    Teil 1: Heimito von Doderer – Leben

    I. Herkunft und Jugend
    1. Doderer : „Ur-Wiener“ oder Deutscher?
    2. „Herkünftler“
    3. Bisexualität und sexuelle Fantasien
    4. Kriegsgefangener von 1916 bis 1920
    5. Rückkehr nach Wien

    II. Antisemitismus und Nationalsozialismus
    1. Auguste (Gusti) Hasterlik
    2. Doderers Antisemitismus am Beispiel von Gusti Hasterlik
    3. Doderer und der Nationalsozialismus
    4. Mitglied der Reichsschrifttumskammer
    5. Konversion zum Katholizismus
    6. Russland, Revolution und Kommunismus

    III. Offizier bei der Wehrmacht
    1. Ausbildung in Deutschland : April 1940 bis August 1940
    2. Offizier in Frankreich : August 1940 bis April 1942
    3. In der Sowjetunion : April 1942 bis Januar 1943
    4. Von Deutschland nach Wien : Januar 1943 bis Oktober 1944
    5. Von Deutschland nach Norwegen : November 1944 bis Mai 1945

    IV. Nachkriegszeit : Von der Kriegsgefangenschaft zum Ruhm
    1. Kriegsgefangener : Mai 1945 bis Januar 1946
    2. Rückkehr nach Österreich 1946
    3. ,Erniedrigt und verfolgt‘ – die Entnazifizierung
    4. Mitglied des PEN-Club

    V. Der Erfolg
    1. Späte Anerkennung: Die Strudlhofstiege
    2. Doderer in der Öffentlichkeit
    3. Doderer und die junge Schriftstellergeneration

    VI. Erinnerung und Verdrängung: ,die nichtjüdischen jüdischen‘
    Freunde Doderers
    1. Ehemalige Freunde Doderers
    2. Die Familie Hasterlik
    3. Gemeinsame Freunde von Gusti Hasterlik und Heimito von Doderer
    4. Eine zwiespältige Freundschaft: Albert Paris Gütersloh

    Teil 2: Doderers Werk im Wandel der Zeit: antisemitische und nazistische ,Substrate

    I. „Die Dämonen der Ostmark“
    1. Doderers „Aide mémoire“ als Inhaltsangabe des Romanprojekts
    2. Doderers Darstellung der „Dämonen der Ostmark“ 1936

    II. „Die Dämonen der Ostmark“, ein antisemitisches Romanprojekt
    1. Die Entstehungsgeschichte der „Dämonen der Ostmark“
    2. Ein unvollendeter Roman
    3. Die „Unsrigen“
    4. Anspielungen und Unausgesprochenes im Roman
    5. Die Beziehungen zwischen „Ariern“ und „Juden“
    6. Die „Wasserscheide“
    7. Kugel, Apfel und Perle : Einheit und Schicksal
    8. Die Sünden der Väter

    III. Der Wandel 1940: „Auf offener Strecke“
    1. Der Brief von Camy Schedik
    2. Der Besuch bei Gürtzner-Gontard
    3. Die Rückkehr in die Vergangenheit
    4. Die Lösung: beobachten, ohne zu intervenieren

    IV. „Sexualität und totaler Staat“
    1. Sexualität
    2. Der „totale Staat“

    V. Die Dämonen
    1. Abschwächung der antisemitischen Haltung der Romanfiguren
    2. Kritik an faschistischen Positionen
    3. Rollenwechsel für die Romanfiguren jüdischen Ursprungs

    VI. „Unter schwarzen Sternen“
    1. Eine Erzählung autobiografischer Inspiration
    2. Die Zusammenkünfte bei Dr. Albrecht R.
    3. Die Dienststelle für Offiziersanwärter
    4. Alt-Österreich versus „preußisches“ Deutschland
    5. Kontinuität: vom Ehepaar Gringo zum jungen Prager

    VII. Doderer mit dem Abstand der Zeit gelesen

    Schluss und Ausblick

    Anhang

    I. Gespräch mit Wolfgang Fleischer
    II. Korrespondenz mit Giulia Hine
    III. Brief von Paul Elbogen an Gusti Hasterlik 1951
    IV. Brief von Heinrich Kopetz an Gusti Hasterlik 1958
    V. Hat Heimito von Doderer eine Wohnung arisiert?

    Dank
    Bibliografie
    Bildquellennachweis
    Zeittafel
    Nachwort von Giulia Hine, Nichte von Doderers erster Frau
    Gusti Hasterlik
    Personenregister