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Karte und Gebiet

Roman

Michel Houellebecq

(34)
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Beschreibung

Michel Houellebecq, Enfant terrible der Literaturszene, hat das Buch geschrieben, das niemand erwartet hätte. ›Karte und Gebiet‹ ist ein großer Wurf: ein doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel, ein gewichtiger Roman, der zugleich wie schwerelos wirkt. Houellebecq erweist sich darin als begnadeter Erzähler, der alle Spekulationen ins Leere laufen lässt. Jed Martin ist Künstler. In seinen ersten Arbeiten stellt er Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber, zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch Porträts. Einer der Porträtierten: »Michel Houellebecq, Schriftsteller«. Doch dann geschieht ein grausames Verbrechen: ein Doppelmord, verübt auf so bestialische Weise, dass selbst die hartgesottenen Einsatzkräfte schockiert sind. Die Kunst, das Geld, die Arbeit. Die Liebe, das Leben, der Tod: Davon handelt dieser altmeisterliche Roman, der auch hierzulande bereits als literarische Sensation gefeiert wird. Michel Houellebecqs neustes Werk ist ein vollendeter Geniestreich von überraschender Zartheit. Der einstige Agent provocateur erscheint darin gereift und auf so humorvolle Weise melancholisch wie nie. ›Karte und Gebiet‹ wird nicht nur die Freunde Houellebecqs begeistern, sondern auch manchen seiner Feinde.

Michel Houellebecq wurde 1958 geboren. Er gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Für seine Bücher, die in über vierzig Ländern veröffentlicht werden, wurde er mit den wichtigsten Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Prix Goncourt. 2015 erschien sein Roman ›Unterwerfung‹, der wochenlang auf der Bestsellerliste stand und ein großes Medienecho hervorrief.
Uli Wittmann, geboren 1948, überträgt englische und französische Literatur ins Deutsche, u. a. Philippe Djian, J.M.G. Le Clézio, Noëlle Châtelet und Michel Houellebecq. Er lebt in Paris.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 16.01.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9639-4
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 21,4/14,6/3,7 cm
Gewicht 586 g
Originaltitel La carte et le territoire
Auflage 7. Auflage
Übersetzer Uli Wittmann

Buchhändler-Empfehlungen

unbedingt lesen

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Jed Martin fotografiert Straßenkarten, Satellitenbilder - Landschaftsausschnitte und hat damit ganz passablen Erfolg. Er ist Künstler. Aus einer gutbürgerlichen Familie stammend - lebt er dennoch in einem heruntergekommenen Atelier. Einige Wochen ist er glücklich mit Olga liiert. Als sie ein Jobangebot erhält, das sie nicht ausschlagen kann - ersucht sie Jed mitzukommen. Unentschlossen läßt er sie alleine gehen, bleibt unglücklich in Paris zurück und zerstört in der Folge seine Fotoarbeiten. Er schlägt ein neues Kapitel auf und wendet sich der Malerei zu. Porträts genauer gesagt und damit gelingt ihm der Durchbruch. Eine Ausstellung seiner nun berühmten und beinahe unbezahlbar teuren Werke ist in Planung. Für ein Vorwort im Ausstellungskatalog versucht er Michel Houellebecq zu gewinnen, der sich überraschenderweise dazu bereit erklärt........ Unbedingte Leseempfehlung

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Ingrid Führer, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Erzählt wird die Geschichte des Künsterles Jed Martin. Martin gelingt es Michel Houellebecq als Texter für seinen neuen Ausstellungskatalog zu gewinnen. Houellebecq führt uns zu Houellebecq und ich fragte mich jede Zeile, ob er wirklich so ist, so empfindet, ob es eine Fiktion ist, die er dem Leser vorsetzt. Aber die Haltung der Figur Houellebecq und das Leben der Figur des Jed Martin passen gut in das Gesamtwerk des Autoren, denn auch hier geht es wieder um das Individium in der modernen Gesellschaft und um die Frage, wie erträglich diese Welt ist und was sie bewegt. Selbst der eingesponnene Kriminalfall geht der Frage nach, was denn das Motiv der Kriminellen ist und kommt zu entwaffnenden, aber banalen Ergebnissen. Ich bin gespannt, wie andere Leser die Rolle des Autoren in seinem eigenen Roman auffassen und wieviel Houellebecq sie darin erkennen. Fazit: Absolut empfehlenswert, auch für Leser, denen Houellebecq bisher nicht so zugesagt hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
34 Bewertungen
Übersicht
19
8
6
0
1

Überraschungsbuch von Houellebecq
von Anna Störmer aus Bonn am 25.04.2019

In "Karte und Gebiet" verzichtet Houellebecq auf detaillierte Beschreibungen intimer Szenen. Das ist zum einen überraschend - wenn man "Plattform" und "Die Möglichkeit einer Insel" gelesen hat - zum anderen auch ziemlich fade. Houellebecq Geschichten leben vom sexuellen Dekonstruktivismus. Ich werde dieses Buch kein zweites Mal ... In "Karte und Gebiet" verzichtet Houellebecq auf detaillierte Beschreibungen intimer Szenen. Das ist zum einen überraschend - wenn man "Plattform" und "Die Möglichkeit einer Insel" gelesen hat - zum anderen auch ziemlich fade. Houellebecq Geschichten leben vom sexuellen Dekonstruktivismus. Ich werde dieses Buch kein zweites Mal lesen.

10 Sterne für dieses Meisterwerk! [Auch im E-Book Format)
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 10.08.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dass ich Herrn Houellebecq verehre, dürfte nach all meinen Rezensionen seiner bisherigen Bücher offensichtlich sein. Nach diesem Buch bin ich kurz davor, ihm einen Schrein zu bauen, jeden Morgen eine Kerze anzuzünden und zu versprechen, eines seiner Gedichte auswendig zu lernen. Mit 'Karte und Gebiet' ist Houellebecq ein l... Dass ich Herrn Houellebecq verehre, dürfte nach all meinen Rezensionen seiner bisherigen Bücher offensichtlich sein. Nach diesem Buch bin ich kurz davor, ihm einen Schrein zu bauen, jeden Morgen eine Kerze anzuzünden und zu versprechen, eines seiner Gedichte auswendig zu lernen. Mit 'Karte und Gebiet' ist Houellebecq ein literarischer Geniestreich gelungen. Das Enfant terrible der französischen Literatur gibt sich handzahm, wollte unbedingt den Prix Goncourt...dass ich nicht lache - den hatte er übrigens schon viel früher verdient - nein, nein, nein, MH hat nur seine Taktik geändert, ist subtiler geworden, und ich wette, er hat sich dabei totgelacht. Der böse Misanthrop wird zum zahmen Romancier, no way, er ist nur ruhiger, abgeklärter und damit bei all seinem Talent noch brillanter geworden. Dieses Buch können Sie auf vielen Ebenen lesen, der rein unterhaltsamen und der literarischen; und doch ist es gespickt mit philosophischen und kunsttheoretischen Auseinandersetzungen. Dazu kommt eine gepfefferte Prise Selbstironie und zudem ein Kommissar Jassellin, der mich hoffen läßt, dass MH, angeödet vom Literaturbetrieb, demnächst einen reinen Kriminalroman schreibt. Dann spätestens baue ich ihm einen Tabernakel...

Leicht enttäuschend
von einer Kundin/einem Kunden am 22.02.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch ist nicht annährend so packend und interessant wie des Autors bisherige Werke. Eher enttäuschend, aber immer noch ein Houellebecq!


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