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Weil es etwas Größeres gibt

Mein Leben in Afrika

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Geboren wurde er als Franz-Josef Prinz von Bayern. Heute ist er Pater Florian, Missionsbenediktiner im Norden Kenias. Dieses Buch erzählt die außergewöhnliche Geschichte eines außergewöhnlichen Menschen, der als junger Mann einen radikalen Schritt unternimmt und aus der Welt des Adels und der festen Rollenzuschreibungen aufbricht, um sein wahres Glück als Ordensmann und Missionar in der Weite Afrikas zu finden.
"Wenn ich all diese Baustellen sehe, denke ich oft: "Was habe ich eigentlich in all den Jahren getan? Gibt es denn gar keine Entwicklung?" Doch, die gibt es. Zum Beispiel an Bauten ist Illeret sehr gewachsen, sowohl die Mission als auch der Ort selbst. Die Kinder wollen in die Schule. Leider können sich die Eltern die Schuluniform, Schuhe und Examensgebühr oft nicht für alle leisten. Es ist hart, die Misere immer vor Augen zu haben und "nichts" daran ändern zu können. Doch das stimmt nicht ganz. Wir können etwas ändern, aber erst in der zweiten oder dritten Generation, und nur, wenn wir jetzt in der ersten Generation am Ball bleiben. Man sieht: Entwicklung geschieht nicht in Jahren, sondern in Generationen. Wir müssen uns damit "abfinden", dass wir nur ein Baustein im Masterplan Gottes sind. Doch das ist unsere Berufung; das gilt nicht nur für mich hier in Illeret, sondern für jeden Menschen, der an Gottes großartigem Schöpfungsplan mitarbeiten will. Das heißt einfach, dass wir unsere Grenzen akzeptieren müssen, aber auch, dass wir die Gewissheit haben, dass Gott sich um das Weitere kümmern wird. Beschränktheit heißt nicht Unfähigkeit, sondern dass wir nur sehr klein sind vor Gott. Trotzdem will er unsere Mitarbeit, jetzt und hier, jeder auf seinem Platz." (Pater Florian)
Ein beeindruckendes Zeugnis vom Mut zum Aufbruch und vom Weg zu sich selbst. Mit Fotos aus Kindheit und Jugend sowie aus dem Alltag in Kenia.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 220 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.10.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783451334788
Verlag Herder
Dateigröße 2627 KB
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Ein deutscher Prinz in Afrika
von peedee am 08.06.2017

Ein deutscher Prinz in der Wüste von Afrika? Ja, nur ist Franz-Josef Prinz von Bayern heute Pater Florian und arbeitet als Missionsbenediktiner in Kenia. Schon früh war er sich seiner Berufung bewusst. Pater Florian schildert seinen Werdegang und erzählt aus seiner neuen Heimat. Nebst Pater Florian kommen noch ein... Ein deutscher Prinz in der Wüste von Afrika? Ja, nur ist Franz-Josef Prinz von Bayern heute Pater Florian und arbeitet als Missionsbenediktiner in Kenia. Schon früh war er sich seiner Berufung bewusst. Pater Florian schildert seinen Werdegang und erzählt aus seiner neuen Heimat. Nebst Pater Florian kommen noch ein Dokumentarfilmer sowie Mitglieder seiner Familie zu Wort. Erster Eindruck: Das Cover vermittelt schon einen guten Eindruck der Arbeitsumgebung von Pater Florian. Bei dieser Weite kriege ich – so unlogisch es auch scheinen mag – schon Beklemmungen. Ich könnte mir nicht vorstellen, in diesem Umfeld zu leben. Ich bin sehr an Glaubensthemen interessiert, so auch an Erfahrungsberichten von Menschen, die ihr Leben in den Dienst Gottes stellen. Mich interessieren die Beweggründe und auch, wie sie den Alltag als Ordensleute begehen. Pater Florian erzählt über seine Kindheit und die Entscheidung, zu den Benediktinern zu gehen, und wie er schlussendlich in Afrika seine Wirkstätte fand. „Ich bin gekommen, um zu beobachten, zunächst erst einmal nur da zu sein, in aller Gelassenheit und Offenheit zu sehen.“ Das scheint mir eine gute Einstellung zu sein. Den Anwohnern nicht gleich mit der Holzhammermethode etwas Neues aufzwängen. Wenn Pater Florian von den Reisen mit dem Lastwagen erzählt, stelle ich mir das unwahrscheinlich anstrengend vor. Für den Weg nach North Horr, zum Beispiel, benötigten sie für 220 Kilometer sage und schreibe 10 Stunden – und hatten dabei 10 Reifenschäden! Die nächsten 200 Kilometer der Reise haben dann nochmals 23 Stunden gedauert – für mich absolut unvorstellbar. Meine Geduld wäre wahrscheinlich nach der zweiten Reifenpanne am Limit gewesen… Pater Florian äussert sich auch zu den Themen AIDS und Kondomen, Überfällen, Stammeskonflikten, Arbeitslosigkeit und Alkohol. Ich konnte nicht alle Aussagen nachvollziehen, wie zum Beispiel diese hier: „Ich spreche ungern von Zukunftsprojekten, denn das würde einen Abschluss beinhalten, und ich für meinen Teil schliesse Projekte grundsätzlich nicht ab, weil man auch das Leben nicht abschliesst oder gar abhakt […].“ Mir fällt es nicht leicht, Erfahrungsberichte zu rezensieren, denn eigentlich müsste jede/r für ihren/seinen Erfahrungsbericht 5 Sterne erhalten. Es ist schön, dass Pater Florian seinen Weg gefunden hat und diesen auch mit voller Überzeugung geht. Da mir persönlich der Schreibstil zum Teil etwas holprig und zu repetitiv erschien, kann ich jedoch nur aufgerundete 3 Sterne vergeben. Ich wünsche Pater Florian alles Gute für seine Mission in Afrika.