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Michael Kohlhaas

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»Michael Kohlhaas« erschien im Jahr 1808. Die Geschichte handelt von einem rechtschaffenen Rosshändler der sich in einem Rechtsstreit durch die Korruption seines Gegners zu Unrecht behandelt sieht. Aus verletztem Rechtsbewusstsein und Ehrgefühl heraus, versucht er, sich sein Recht gewaltsam zu nehmen, übt in einem Rachefeldzug Selbstjustiz und begeht dadurch selbst schweres Unrecht an der Gemeinschaft. Aus dem Rechtschaffenen wird ein Verbrecher. Heinrich von Kleist bezeichnete ihn gar als einen »der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.«

Gegenüber dem am harmonischen Weltbild der Klassik gereiften Menschen, beschreibt Heinrich von Kleist (1777-1811) den Menschen als einen, bei dem inneres Bewusstsein und äußere Wirklichkeit aufeinander prallen, dessen Gefühlswelten nicht vom Verstand kontrolliert werden kann. Extreme Grenzsituationen werden ihm zum Verhängnis. Als Individuum ist er an sein Schicksal gebunden. Kleist selbst führt ein ruhelosen, angespanntes und gehetztes Leben, dem er im Alter von 34 Jahren selbst ein Ende setzt.

Portrait
Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Er schlug zunächst die Offizierslaufbahn ein, begann später sein Studium der Rechtswissenschaften und unternahm Reisen durch Frankreich und die Schweiz. In Dresden gründete er 1808 die Zeitschrift "Phöbus", in der einige seiner Dramen und Erzählungen erschienen. Am 21. November 1811 nahm er sich am Wannsee bei Berlin das Leben.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 128 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.01.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783840629549
Verlag Yanusverlag
Dateigröße 118 KB
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Kompliziert zu lesen!
von AgatheM am 14.02.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Meiner Meinung nach ist Kleist relativ schwer zu lesen und verwirrt. Die Problematik ist jedoch gelungen dargestellt worden und wenn man sich hineingelesen hat, läuft das Verstehen und Lesen des Buches viel besser. Michael Kohlhaas wandelt sich von einem rechtschaffenden Menschen zu einem Mörder, der als ,,entsetzlichster Mensc... Meiner Meinung nach ist Kleist relativ schwer zu lesen und verwirrt. Die Problematik ist jedoch gelungen dargestellt worden und wenn man sich hineingelesen hat, läuft das Verstehen und Lesen des Buches viel besser. Michael Kohlhaas wandelt sich von einem rechtschaffenden Menschen zu einem Mörder, der als ,,entsetzlichster Mensch seiner Zeit" beschrieben wird.