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Empörung

Roman

(16)
Er ist jung, anständig und fleissig, er revoltiert ein einziges Mal, und er bezahlt dafür mit seinem Leben. Marcus Messner beginnt 1951 sein Studium am konservativen College von Winesburg in Ohio. Während der Koreakrieg ins zweite Jahr geht, durchlebt Marcus eine Geschichte, die von Unerfahrenheit handelt, von Widerstand, Sex, Mut und Irrtum. Kaum ist er im College, kommt es zu einem ersten, ihn völlig verstörenden Erlebnis mit einem fragilen jungen Mädchen, und er begegnet einer Form der Diskriminierung, die ihn empört. Wider Willen wird Marcus zum Rebellen, gegen seine Kommilitonen, aber auch gegen seinen Vater - und er bleibt hartnäckig bis zum bitteren Ende.
Portrait
Philip Roth war Träger der wichtigsten US-amerikanischen Literaturpreise und hoch geehrt von der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. 1998 erhielt Philip Roth für ‹Amerikanisches Idyll› den Pulitzerpreis. Im gleichen Jahr wurde ihm im Weißen Haus die National Medal of Arts verliehen, und 2001 erhielt er die höchste Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters, die Gold Medal, mit der unter anderem John Dos Passos, William Faulkner und Saul Bellow ausgezeichnet worden sind. Er hat zweimal den National Book Award und den National Book Critics Circle Award erhalten und dreimal den PEN/Faulkner Award und außerdem den PEN/Nabokov Award und den PEN/Saul Bellow Award. 2011 wurde ihm der Man Booker International Prize verliehen. Der 1933 in Newark, New Jersey, geborene Autor mit europäisch-jüdischem Hintergrund schrieb unermüdlich, schonungslos und in drastischer Sprache über seine Landsleute. Das erste Buch mit Short Storys erschien 1959. Die folgenden Romane und Erzählungen über die jüdische Mittelklasse der Nachkriegszeit, über ihre Beziehungen, Zwänge und Neurosen, lösten oft Skandale aus. Bis 1992 unterrichtete Roth an verschiedenen Universitäten. Liebe, Sexualität und Tod waren bis zuletzt die Themen seines Werks. Philip Roth ist 2018 gestorben.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 01.11.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-25496-3
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,1/11,5/1,7 cm
Gewicht 170 g
Originaltitel Indignation
Auflage 6
Übersetzer Werner Schmitz
Verkaufsrang 31.094
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Buchhändler-Empfehlungen

„ "Großartige Literatur"“

Helene Oberleitner, Thalia-Buchhandlung Linz

Auf ein Neues hat Philip Roth es geschafft mich zu begeistern, in Empörung geht es um die Geschichte des jungen Marcus Messner, Sohn eines koscheren Metzgers, der aus der Enge der Familie fliehen muss. Der Vater, anscheinend verrückt geworden, verrückt vor Angst um seinen Sohn. Der Sohn, klug und freiheitsliebend kommt von der behüteten Situation in der Familie direkt ins weit weg gelegene College und trifft dort auf Diskriminierung und wird unfreiwillig zum Rebellen. Sein erster sexueller Kontakt zu einem fragilen jungen Mädchen verstört ihn sehr und führt unweigerlich zu wunderbar komischen Szenen. Ein kluges, heftiges Buch über einen jungen Mann, der letztendlich an der Zeit, in der er lebt scheitert, 10 Jahre später wäre die Geschichte ganz anders verlaufen.

Auf ein Neues hat Philip Roth es geschafft mich zu begeistern, in Empörung geht es um die Geschichte des jungen Marcus Messner, Sohn eines koscheren Metzgers, der aus der Enge der Familie fliehen muss. Der Vater, anscheinend verrückt geworden, verrückt vor Angst um seinen Sohn. Der Sohn, klug und freiheitsliebend kommt von der behüteten Situation in der Familie direkt ins weit weg gelegene College und trifft dort auf Diskriminierung und wird unfreiwillig zum Rebellen. Sein erster sexueller Kontakt zu einem fragilen jungen Mädchen verstört ihn sehr und führt unweigerlich zu wunderbar komischen Szenen. Ein kluges, heftiges Buch über einen jungen Mann, der letztendlich an der Zeit, in der er lebt scheitert, 10 Jahre später wäre die Geschichte ganz anders verlaufen.

„DIE WAHREN KRIEGE FINDEN INS UNS SELBST STATT!“

Walter Fürhacker, Thalia-Buchhandlung Salzburg / Europark

Marcus Messner flüchtet vor dem Krieg. Marcus Messner flüchtet vor seinen Eltern.
Marcus Messner flüchtet vor der blutbeschmierten Metzgerbank seines verrückt gewordenen Vaters und gerät am College, an dem er sich einschreibt, in die chaotischen Wirren und Schlingen eines jungen Männerlebens. Er möchte sich lossagen vom Elternhaus und findet einen Weg, der alles andere als den Normen entsprechend, seine anerzogenen Grundsätze über den Haufen wirft.
Die verstörende Liebe zu einem Mädchen schliesslich bringt das ohnehin volle Fass zum Überlaufen. Die wahren Kriege finden in uns selbst statt.
Rebellische Empörung. Ein Anlauf. Ein Auflauf. Der Weg, den wir, den Marcus Messner geht, ist ein Krieg, der in uns selbst stattfindet.


Marcus Messner flüchtet vor dem Krieg. Marcus Messner flüchtet vor seinen Eltern.
Marcus Messner flüchtet vor der blutbeschmierten Metzgerbank seines verrückt gewordenen Vaters und gerät am College, an dem er sich einschreibt, in die chaotischen Wirren und Schlingen eines jungen Männerlebens. Er möchte sich lossagen vom Elternhaus und findet einen Weg, der alles andere als den Normen entsprechend, seine anerzogenen Grundsätze über den Haufen wirft.
Die verstörende Liebe zu einem Mädchen schliesslich bringt das ohnehin volle Fass zum Überlaufen. Die wahren Kriege finden in uns selbst statt.
Rebellische Empörung. Ein Anlauf. Ein Auflauf. Der Weg, den wir, den Marcus Messner geht, ist ein Krieg, der in uns selbst stattfindet.


„Empörung“

Manuela Tesak, Thalia-Buchhandlung Wien

Roth zeichnet das Bild einer männlichen Jugend in den 50er Jahren, beendet durch den Koreakrieg - einer angepassten Jugend, geprägt durch eine Zeit der Angst und des Blutes: des Widerstands und der versuchten Selbstfindung - die in diesem Fall erstickt wird durch die Unfähigkeit des jungen Mannes, in Opposition gegen seine ihn erdrückende Familie und eine für ihn nicht passende Gesellschaft zu leben und die Konsequenzen seiner Individualität zu tragen. Roths Charakter erfährt die fatalen Konsequenzen seiner Versuche alles richtig zu machen, es zu durchleiden, sich anzupassen - sich auf die Empörung zu beschränken. Auf der Handlungsebene bleibt er untätiges Opfer der Geschehnisse: Denn wer keine Entscheidung trifft sondern durchtauchen will, dem ringt das Leben die Entscheidung bitter ab. Zu lernen: Nicht zu entscheiden und sich selbst nicht zu zeigen ist fatal. Zu genießen: Roths Sprache - der Einblick in Seelenlandschaften. Vorhang auf für die blutige Erzählung eines jungen Mannes, der sich seine Chance zu wachsen nahm und der sich selbst in der Enge der 50er unter Seelen-Morphium setzte. Roth zeichnet das Bild einer männlichen Jugend in den 50er Jahren, beendet durch den Koreakrieg - einer angepassten Jugend, geprägt durch eine Zeit der Angst und des Blutes: des Widerstands und der versuchten Selbstfindung - die in diesem Fall erstickt wird durch die Unfähigkeit des jungen Mannes, in Opposition gegen seine ihn erdrückende Familie und eine für ihn nicht passende Gesellschaft zu leben und die Konsequenzen seiner Individualität zu tragen. Roths Charakter erfährt die fatalen Konsequenzen seiner Versuche alles richtig zu machen, es zu durchleiden, sich anzupassen - sich auf die Empörung zu beschränken. Auf der Handlungsebene bleibt er untätiges Opfer der Geschehnisse: Denn wer keine Entscheidung trifft sondern durchtauchen will, dem ringt das Leben die Entscheidung bitter ab. Zu lernen: Nicht zu entscheiden und sich selbst nicht zu zeigen ist fatal. Zu genießen: Roths Sprache - der Einblick in Seelenlandschaften. Vorhang auf für die blutige Erzählung eines jungen Mannes, der sich seine Chance zu wachsen nahm und der sich selbst in der Enge der 50er unter Seelen-Morphium setzte.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
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4
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0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 03.08.2018
Bewertet: anderes Format

Ein komplexer und vielschichtiger Roman von einem der ganz großen amerikanischen Schriftstellern. Längst sind seine Romane zu modernen Klassikern geworden. Gut so!

Ein brillanter Roman über das Scheitern an sich und den Ansprüchen einer engstirnigen Gesellschaft
von einer Kundin/einem Kunden am 14.09.2017

Marcus Messner, die Hauptperson des neuen Romans von Philip Roth, ist der etwas brave Sohn eines jüdischen Metzgers in Newark. Schon als Kind hilft er seinem Vater im Laden und liebt ihn auf seine Weise. Als er ins Jugendalter kommt, verstärkt sich die Angst des Vaters um ihn,... Marcus Messner, die Hauptperson des neuen Romans von Philip Roth, ist der etwas brave Sohn eines jüdischen Metzgers in Newark. Schon als Kind hilft er seinem Vater im Laden und liebt ihn auf seine Weise. Als er ins Jugendalter kommt, verstärkt sich die Angst des Vaters um ihn, er beginnt ihn zu kontrollieren und sich alle möglichen Szenarien auszudenken, was mit ihm geschehen könnte. Vor dieser Enge flieht Marcus in den beginnenden 50er-Jahren auf ein konservatives College in Winesburg. Er ist ein durchaus sympathischer und geradliniger Kerl, der Russells Vortrag „Warum ich kein Christ bin“ fast auswendig kennt und sich dessen Argumentation zu eigen macht. Da Marcus seinem Vater nicht allzu lange auf der Tasche liegen möchte, lernt und arbeitet er fleißig für seine Prüfungen. Auch Versuchen von seinen jüdischen Mitstudenten, ihn in eine studentische Bewegung zu bekommen, widersteht er und zementiert damit sein schon bisheriges Aussenseitertum. Als er sich dann am Ende weigert, die obligatorischen Gottesdienste des Colleges zu besuchen, wird er von dort verwiesen. Damit tritt ein, was er durch seine Unauffälligkeit verhindern wollte: seine „Empörung“ über den sozialen und religiösen Zwang hat zur Folge, dass er in den Koreakrieg eingezogen wird, wo er umkommt. Der Ich-Erzähler Marcus ist während des kompletten Romans schon tot und erzählt die Geschichte von einem namenlosen Ort im Jenseits. Philip Roth blättert in seinem neuen Roman eine Biografie des Scheiterns auf, des Scheiterns eines jungen Mannes an sich selbst und an den Ansprüchen einer engstirnigen, verkrusteten Gesellschaft. Am Ende stirbt er einen sinnlosen und qualvollen Tod, noch überboten durch die Sinnlosigkeit des himmlischen Lebens, in das der Erzähler auf ewig mit seinen Erinnerungen an seine Kleinstadtjugend eingesperrt bleibt. Roth zeigt erneut seine Größe als unerbittlicher Gesellschaftsbeobachter und Kritiker, der hinter die Fassaden bürgerlicher Wohlanständigkeit blickt und die tiefsten Abgründe menschlichen Seins auszuloten versteht.

von einer Kundin/einem Kunden am 26.11.2016
Bewertet: anderes Format

Ein kurze Erzählung (knapp 200 Seiten), die es in sich hat. Tragisch, bewegend, brillant und beeindruckend geschrieben.