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Adel in Österreich heute

Der verborgene Stand

1919 verboten, gehasst und geschmäht, in der NS-Zeit verfolgt, von den Kommunisten enteignet, zog sich Österreichs Adel ins Privatleben zurück. Nun erlebt er eine überraschende Renaissance: Erstmals wird er als „historischer Adel“ von den österreichischen Behörden offiziell anerkannt. Eine junge Adelsgeneration nimmt nun auch den Kampf um die alten Titel auf – der „verborgene Stand“ tritt wieder in Erscheinung. Klingende Namen der Vergangenheit wie Schönborn, Esterházy, Schallenberg, Liechtenstein oder Habsburg spielen in Gesellschaft, Staat und Wirtschaft eine bedeutende Rolle. Gudula Walterskirchen ist ihnen und ihren Geschichten hartnäckig auf der Spur. Nicht umsonst gilt ihr Buch als das Standardwerk über das wechselvolle Schicksal des Adels seit dem Ende der Monarchie bis zur Gegenwart.
Portrait
Gudula Walterskirchen, geboren in Niederösterreich, lebt als Historikerin, Autorin und Publizistin in Purkersdorf bei Wien. Sie hat sich mit viel beachteten Sachbüchern zur österreichischen Zeitgeschichte, von denen einige Bestseller wurden, einen Namen gemacht, u.a. Blaues Blut für Österreich (2000), Starhemberg (2002), Engelbert Dollfuß (2004). Seit Kurzem tritt sie auch als brillante Satirikerin hervor, so zuletzt mit Die österreichische G’sellschaft (2006).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 26.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85218-843-0
Verlag Haymon Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/11,4/2 cm
Gewicht 227 g
Auflage 2. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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9,95
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Wo steckt er heute?
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 10.04.2008
Bewertet: Buch (gebunden)

Am 3. April 1919 wurde in der provisorischen Nationalversammlung der Republik Deutsch-Österreich ein in Westeuropa bis heute einzigartiges Gesetz zur Aufhebung des Adels beschlossen. Ein Gesetz das grundsätzlich allen Adeligen verbot ihre Adelstitel und Prädikate zu führen, um die "Gleichheit" aller Bürger zu garantieren. Der... Am 3. April 1919 wurde in der provisorischen Nationalversammlung der Republik Deutsch-Österreich ein in Westeuropa bis heute einzigartiges Gesetz zur Aufhebung des Adels beschlossen. Ein Gesetz das grundsätzlich allen Adeligen verbot ihre Adelstitel und Prädikate zu führen, um die "Gleichheit" aller Bürger zu garantieren. Der große Akt der Abrechnung mit Monarchie, führte auch zur Enteignung der Habsburger und Auflösung des 1861 nach englischem Vorbild geschaffenen Herrenhauses. Doch "der verborgene Stand" wie der Untertitel dieses Buches lautet ist nicht verschwunden, er konnte sich und seine kulturellen Werte erhalten, auch wenn ihm bis dato ein rauer Wind aus Neid und Missgunst entgegen weht. Doch wenige wissen dass es etwa mit der Vertreibung und Enteignung Adeliger aus Böhmen auch so manches persönliche Drama entstand, denn meist waren Angehörige des Adelsstandes nicht unbedingt mit einer sehr hochwertigen Ausbildung gesegnet und mancher gerade noch als Hotelportier sein Auskommen finden konnte. Was aus dem Adel seit 1919 in Österreich geworden ist, welche Werte er vertritt (insbesonders Familie und Ahnen), seine Stigmatisierung und soziale Schattenseiten der adeligen Gesellschaft sind jene Themen denen die Autorin Dr.in Gudula (Gräfin von) Walterskirchen dieses Werk gewidmet hat. Ihr persönlicher Hintergrund und die richtigen Kontakte erlauben es ihr dabei auch einen akkuraten Einblick in die Selbstbetrachtungen des verborgenen Standes zu gewähren. Ausgehend vom mangelnden Widerstand bei der Abdankung Kaiser Karls über das adelige Engagement in Heimwehr und Ständestaat reicht der geschichtliche Exkurs bis in die Gegenwart, wo sich doch noch einige Adelige in Politik und Wirtschaft betätigen. Zwangsweise ist die ebenfalls im Buch enthaltene Selbstdarstellung des Adelsstandes zwar nicht zwangsweise objektiv, doch zumindest interessant zu erfahren. Allerdings ist das Buch auch sehr auf den Hochadel fixiert und lässt selbst bekanntere Vertreter des niedrigeren Adels wie Kurt von Schuschnigg, Hans von Hammerstein, Odo Neustädter-Stürmer einfach aus. Im Anhang finden sich dafür sogar ein kleines Adelslexikon, sowie ein Auszug aus dem entscheidenden Sitzungsprotokoll der Konstituierenden Nationalversammlung und eine Liste gräflicher und fürstlicher Häuser (Familien) Österreichs. Auch etwas kritisch zu hinterfragen wäre die Hochstilisierung der Ratstitel wie Hofrat, Medizinalrat, Kommerzialrat usw. als republikanisches Äquivalent zum Adelstitel, denn so schön diese auch klingen, im Bereich des öffentlichen Dienstes werden in den letzten Jahren sogar vermehrt Pläne laut wenigstens die Amtstitel abzuschaffen. Fazit: Aufschlussreich zu erfahren was aus dem österreichischen Adel geworden ist und endlich ein Bild fernab der weit verbreiteten (Highsociety-)Mythen.