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Keine Wunde, nichts

Psychothriller

Amaryllis Sommerer

Buch (Taschenbuch)
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14,90
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Beschreibung

Mara Muthspiel zensiert als Fernsehredakteurin das Hauptabendprogramm – alle Gewaltbilder müssen weg. Sie kriegt die Bilder von Mord und Verbrechen aber nicht mehr aus ihrem Kopf. Sie ist ausgebrannt und will keine Gewalt mehr sehen.
Mara, die nichts anderes will, als endlich zu verreisen, findet eines Morgens ein totes Mädchen im Hausflur. Zuerst ignoriert sie die Tote, wird dann aber von ihrem Gewissen eingeholt. Bald darauf steht nächtens auch noch eine Mörderin vor ihrer Tür. Was ist nun zu tun? Sie muss sich entscheiden: Steht sie auf der richtigen Seite?

In "Keine Wunde, nichts", einem weiteren Kammerspiel der existentiellen Not, wirft Amaryllis Sommerer Fragen nach Zivilcourage, Verantwortungsbewusstsein und Schuldgefühl auf. Welche Folgen haben Hin- und Wegschauen in einer Welt voll Trugbilder?

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 19.09.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85286-195-1
Verlag Milena
Maße (L/B/H) 19,6/13,4/1,5 cm
Gewicht 243 g
Auflage 1

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  • Mara rannte die Treppe wieder hinunter. Mit diesem traumartigen Gefühl, kaum von der Stelle zu kommen. Zeitlupe, 100 Bilder pro Sekunde. Der alte Mann im ersten Stock hörte auf zu husten, und selbst das frühmorgendliche Gezwitscher der Vögel verstummte. Es war, als würde plötzlich die ganze Welt Mara zuschauen, so verdächtig still war es um sie geworden. So still, dass sie nicht einmal ihr eigenes Laufen hören konnte. Kein Geklapper von Schuhen?
    Mara sah zu Boden. Sie war barfuß. Auch egal. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Sie musste zu dieser Frau da unten. Zu dieser wahrscheinlich vergewaltigten, angekotzten, misshandelten, entwürdigten, toten Frau hinter dem Abfall. Zu dieser jungen Frau, die Resi hieß und seit einiger Zeit ihre Nachbarin war. Der sie einmal geholfen hatte – ja, das hätte jeder getan –, zu der sie aber ansonsten keinerlei Beziehung hatte, also auch keine Verantwortung ihr gegenüber. Im Grunde genommen. Im Grunde genommen hätte es sich Mara nie verzeihen können, eine Tote oder gar eine Sterbende im Hausflur liegen zu lassen. Schnell querte sie den dunklen, efeubewachsenen Innenhof und näherte sich dann
    langsam dem Flur zum Haustor.