Wenn das der Führer wüßte

Roman

REVISITED. Moderne Klassiker Band 5

Otto Basil

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Beschreibung

Hitler hat gesiegt, die Atombombe fiel nicht auf Hiroshima, sondern auf London. Das Germanische Weltreich ist errichtet. Lediglich der großasiatische Raum wird von den Japanern beherrscht. Berlin ist die Hauptstadt der Macht, die Hauptstadt Deutschlands und damit der halben Welt.
Der Papst und der Dalai-Lama werden in einer Kölner neurochirurgischen Klinik gefangen gehalten, von Irland bis zum Ural erheben sich die SS-Ordensburgen, die Zuchtmutterklöster, die Walhallen der Ariosophen, die Napolas und Untermenschenlager.
Das ist die Kulisse, als Adolf Hitler stirbt und unter ungeheurem Pomp im Kyffhäuser bestattet wird. Sein Nachfolger heißt Ivo Köpfler (Heil Köpfler!).
Der Tanz in den Untergang des Dritten Weltkrieges ist nicht mehr aufzuhalten und mittendrin der Parteigenosse Albin Totila Höllriegl, ein Österreicher, den ein gewaltiger Auftrag nach Berlin führt.

Otto Basil
(1901–1983) Studium der Germanistik und Paläontologie in Wien und München. Danach arbeitete er als Journalist und Verlagslektor, Barpianist und Industrieangestellter. Er wirkte außerdem als Dramaturg und Publizist in Kultur-Zeitschriften. Anfang der 1920er Jahre war er einer der Herausgeber der Zeitschrift Das Wort. Weiterhin schrieb er Mitte der 1920er Jahre Artikel für das Prager Abendblatt.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland im Jahr 1938 erhielt er Schreibverbot. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Pressereferent und Dramaturg am Wiener Volkstheater (bis 1947) und gab die (avantgardistische) Literatur- und Kunstzeitschrift der PLAN heraus (eingestellt 1948), in der Beiträge vieler zeitgenössischer österreichischer Schriftsteller, Musiker und Wissenschaftler veröffentlicht wurden. Von 1948 bis 1964 war Basil Leiter des Ressorts Kultur der Tageszeitung Neues Österreich sowie bis zu seinem Tod 1983 freier Schriftsteller (P.E.N.-Mitglied) in Wien. Er ruht in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40, Nummer 153).
"Wenn das der Führer wüsste" sorgte sowohl auf der Frankfurter Buchmesse 1966 als auch bei der Literaturkritik für Aufsehen und wurde zum Verkaufsschlager, der sich einige Zeit in den (damals allerdings noch wenig beachteten) Bestsellerlisten halten konnte. Die Startauflage von 25.000 Exemplaren ist auch nach heutigen Maßstäben erstaunlich.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 383
Erscheinungsdatum 28.09.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85286-197-5
Verlag Milena
Maße (L/B/H) 21,1/13,9/3,2 cm
Gewicht 552 g
Auflage 6

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Beängstigende Dystopie
von Silvio Kohler aus Basel am 15.10.2011

Deutschland in den 60er Jahren: seit dem Ende des zweiten Weltkrieges herrschen die Nazis über die halbe Welt und haben diese nach ihren Vorstellungen zu einem totalitären Monstrum geformt. Alfons Höllriegl, Hauptfigur der Geschichte und linientreues Parteimitglied, kann sich eine Welt ohne diese Ordnung nicht vorstellen. Do... Deutschland in den 60er Jahren: seit dem Ende des zweiten Weltkrieges herrschen die Nazis über die halbe Welt und haben diese nach ihren Vorstellungen zu einem totalitären Monstrum geformt. Alfons Höllriegl, Hauptfigur der Geschichte und linientreues Parteimitglied, kann sich eine Welt ohne diese Ordnung nicht vorstellen. Doch als der greise Führer stirbt, wird er von einer Untergrundorganisation unfreiwillig in eine gigantische Verschwörung hineingezogen, die das braune Reich zu Fall bringen soll. Indessen wird Deutschland von Japanischen Atombomben getroffen. Die Welt erlebt den ersten Nuklearkrieg und Höllriegl kommt in immer grössere Schwierigkeiten... Erstmals 1965 erschienen, sorgt dieses Buch auch heute noch für ungläubiges Staunen. Otto Basil zeichnete in seiner pechschwarzen Groteske über das Dritte Reich ein noch beklemmenderes Szenario als George Orwell in "1984". Darüber hinaus habe ich selten ein so virtuos erzähltes Buch gelesen. Ein vergessener Dystopie-Klassiker zum Wiederentdecken!

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