Das philosophische Motiv der Fürsorge im Wandel

Vom Almosen bei Thomas von Aquin zu Juan Luis Vives' De subventione pauperum

Studien zur Theologie und Praxis der Caritas und Sozialen Pastoral Band 25

Andreas Keck

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Beschreibung

Die Motive helfenden Handelns sind im Übergang vom Hochmittelalter zur Frühen Neuzeit einem Wandel unterworfen, der bis heute richtungsweisend ist. Um diesen Weg nachzuzeichnen, werden zwei bedeutende Fürsorgetheorien vorgestellt, von denen Thomas von Aquins De eleemosyna den Zenit einer Epoche bildet, in der Wohltätigkeit noch vornehmlich auf Liebe und Barmherzigkeit gegründet ist. Mit Juan Luis Vives’ kommunaler Armenpflegeordnung De subventione pauperum kündigt sich indessen ein Bruch an, der ein entpersonalisiertes und einheitlich organisiertes Konzept von Fürsorge einläutet. Wo bei Thomas der Almosenspender und dessen sittlich-empathisches Verhalten im Mittelpunkt stehen, rücken mit Vives der Empfänger und dessen präzise eingruppierbare Notlage ins Zentrum des Interesses. Soziale Arbeit bewegt sich seit Vives an dieser Scheidelinie von fachlichem Handeln und emotionaler Teilnahme.

Andreas Keck, geb. 1973, studierte an der Hochschule für Philosophie in München und ist als Dipl.-Sozialpädagoge und Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen für Soziale Arbeit tätig. Er publiziert in Fachzeitschriften zur Theorieentwicklung der Sozialarbeitswissenschaft.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.05.2010
Verlag Echter Verlag GmbH
Seitenzahl 229
Maße (L/B/H) 23,6/15,6/1,8 cm
Gewicht 386 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-429-03218-0

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