Archiv im Adambräu

Die Architektursammlung im Welzenbacher-Bau

Schriftenreihe des Archivs für Baukunst der Universität Innsbruck Band 4

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Beschreibung

Die von Lois Welzenbacher (1889–1955) errichteten Neubauten der Adambräu-Brauerei in Innsbruck zählen seit ihrer Fertigstellung 1932 zu den bedeutendsten Industriebauten Österreichs. 2005 gelang mit der Sanierung und Umnutzung des Sudhauses als Haus der Architektur eine herausragende denkmalpflegerische Leistung.
Im vorliegenden Band analysieren international anerkannte Experten die Rettung und Wiederherstellung dieses besonderen Industriedenkmals. Ein umfangreicher Sonderteil der Publikation gibt Einblick in die wertvollen Bestände des Archivs für Baukunst. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist die klassische Tiroler Moderne. Im Spannungsfeld zwischen der internationalen „Weißen Moderne“ und der regionalen Architekturszene entstand eine spezifische Tiroler Baukunst von außerordentlicher Qualität und Vielfalt, deren kraftvolle, unverwechselbare Formensprache europaweit Beachtung fand.
Erstmals werden ausgewählte Bauten und Projekte der in der Sammlung vertretenen Architekten der Tiroler Moderne vorgestellt: Franz Baumann, Hans Feßler, Max Haas, Clemens Holzmeister, Oskar Kleschatzky, Alfred Karl Matuella, Otto Mayr, Siegfried Mazagg, Hubert Prachensky, Theodor Prachensky, Wilhelm Nicolaus Prachensky, Wilhelm Stigler sen., Bruno Tinhofer, Lois Welzenbacher sowie Bauten der Firma Retter.

ÜBER LOIS WELZENBACHER:
2019 fällt das Jubiläumsjahr der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck zusammen mit dem 130. Geburtstag von Lois Welzenbacher (1889–1955). Einer seiner bedeutendsten Bauten ist das ehemalige Sudhaus des Adambräu. Das Gebäude ist mit maßgeblicher Unterstützung der Universität gerettet, saniert und umgenutzt worden. Die Universität ist heute Besitzerin des Hauses. Es beherbergt das Archiv für Baukunst der LFU und die Architekturgalerie aut. Architektur und Tirol. Die Erhaltung und neue Nutzung des Gebäudes (Eröffnung 14.1.2005) war ein Glücksfall. Durch die Umnutzung konnte es vor dem Abriss bewahrt werden und schmückt nun, aufwendig restauriert, das Innsbrucker Stadtbild. Dem Archiv für Baukunst stehen in den oberen zwei Dritteln des Gebäudes vier Stockwerke mit ca. 800 m2 zur Verfügung. In den unteren Räumen, wo einst die Sudkessel standen, ist das aut. Architektur und Tirol untergebracht. Diese doppelte Nutzung schafft in der Innenstadt ein Architekturzentrum von großer fachlicher und öffentlicher Attraktivität, die eine wesentliche Bereicherung für das kulturelle Leben der Stadt darstellt. Das Archiv für Baukunst als universitäre Stätte der Forschung und Lehre und das aut. Architektur und Tirol als Vertretung der Tiroler Architekten können, einander ergänzend, effektiv für die Belange sowohl der aktuellen Baupraxis wie der historischen Baukultur eintreten. Das Archiv ist inzwischen international bekannt als Stätte der Forschung und der interdisziplinären Begegnung. Für das Jubiläumsjahr der LFU haben Archiv und aut, Architekturfakultät und hiesige Architekten ein engeres Zusammenwirken vereinbart. Ein Ergebnis ist das Welzenbacher-Ausstellungsprojekt im Adambräu. Die Buchveröffentlichung über Welzenbachers Adambräu verdeutlicht das Engagement der Universität für das kulturelle Erbe. Das Adambräu mit Archiv und aut hat den Austausch zwischen Studierenden, Lehrer*innen, Architektenschaft und breiterer Öffentlichkeit wesentlich intensiviert. Als Forschungs- und Tagungsstätte hat es längst internationale Bedeutung erlangt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Christoph Hölz
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 11.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7065-4813-7
Verlag Studien Verlag
Maße (L/B) 28/13 cm
Gewicht 1675 g
Abbildungen mit zahlreichen farbigen Abbildungen
Auflage 1. zahlreiche Farbfotos

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