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Die Leinwand

Roman. Ausgezeichnet mit dem Tukan-Preis 2010

Benjamin Stein

(8)
Buch (gebundene Ausgabe)
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Beschreibung

Ein Spiegelkabinett mit zwei Eingängen: Hinter beiden Buchdeckeln beginnt je eine Geschichte. Genau in der Mitte kommt es zur Konfrontation, treffen die beiden Erzähler, Amnon Zichroni und Jan Wechsler, aufeinander. Amnon Zichroni besitzt die Fähigkeit, Erinnerungen anderer Menschen nachzuerleben. Geboren in Jerusalem und streng jüdisch erzogen, studiert er in den USA und lässt sich in Zürich als Analytiker nieder. Dort begegnet er dem Geigenbauer Minsky, den er ermuntert, seine traumatische Kindheit in einem NS-Vernichtungslager schreibend zu verarbeiten. Beider Existenz steht auf dem Spiel, als der Journalist Jan Wechsler behauptet, das Minsky-Buch sei reine Fiktion ... Zehn Jahre später wird eben diesem Jan Wechsler ein Koffer zugestellt, der ihm bei einer Reise nach Israel verloren gegangen sein soll - doch Wechsler kann sich an den Koffer nicht erinnern. Auf den Spuren fragwürdig gewordener Erinnerungen reist er nach Israel und gerät in ein Verhör. Tatsächlich, stellt sich heraus, ist er schon einmal dort gewesen, und sein damaliger Gastgeber, Amnon Zichroni, gilt seither als vermisst ...
Ein faszinierender, spannender Roman über die Unzuverlässigkeit unserer Erinnerungen und das Ringen um Identität.

Benjamin Stein wurde 1970 in Berlin (Ost) geboren. Nach dem Abitur arbeitete er bis zur Wende 1989 als Nachtpförtner in einem Altenheim, später studierte er Judaistik und Hebraistik. Seit 1982 veröffentlicht er Lyrik und Kurzprosa. Sein erster Roman "Das Alphabet des Juda Liva" erschien 1995 im Ammann Verlag und 1998 als Taschenbuch bei dtv. Benjamin Stein arbeitete als Redakteur und Korrespondent diverser deutscher und amerikanischer Computerzeitschriften und seit 1998 als Unternehmensberater für Informationstechnologie. Er ist Inhaber des Autorenverlags Edition Neue Moderne und betreibt das literarische Weblog "Turmsegler". Benjamin Stein ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in München.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 399
Erscheinungsdatum 16.12.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-59841-8
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 20,7/13,4/4 cm
Gewicht 546 g
Auflage 2. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Nettes Experiment

Josef Eckl, Thalia-Buchhandlung Salzburg-Europark

Die Möglichkeit, dieses Buch entweder mit der Geschichte von Jan Wechsler oder von Amnon Zichroni zu beginnen, oder aber zwischen beiden Geschichten abwechselnd je ein Kapitel zu lesen, fand ich sehr faszinierend. Der Autor hat einen sehr guten Sprachstil und man kann sich in die jeweiligen Figuren gut hineinversetzen. Meine Erwartungen an das Ende des Buches waren dementsprechend hoch, wurden aber leider enttäuscht. Es ist für mein Empfinden zu offen nicht sehr befriedigend.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 21.03.2017
Bewertet: anderes Format

Diesen Roman konnte ich nicht mehr aus der Hand legen, man kann ihn von vorne und von Hinten anders herum lesen, zwei Männer, zwei Biographien und in der Mitte treffen sie sich!

von einer Kundin/einem Kunden aus Aurich am 21.03.2017
Bewertet: anderes Format

Die Idee ist faszinierend, der Stil ausgefeilt. Bei der Handlung hatte ich öfter das Gefühl, den Faden zu verlieren, was den Lesefluss störte und mich leider ablenkte.

Eine ungewöhnliche Geschichten in zwei Erzählungen, in denen es um Identität geht
von einer Kundin/einem Kunden am 19.03.2017

Das absolut Ungewöhnliche ist die Lesart dieses Buches. Denn es besteht aus zwei Teilen, zwei Geschichten, die miteinander verwoben sind. Beide Geschichten treffen sich in der Mitte. Beide Geschichten können auf zwei verschiedene Arten gelesen werden: Zum einen jede Geschichte komplett für sich nacheinander. Zum anderen wechselt... Das absolut Ungewöhnliche ist die Lesart dieses Buches. Denn es besteht aus zwei Teilen, zwei Geschichten, die miteinander verwoben sind. Beide Geschichten treffen sich in der Mitte. Beide Geschichten können auf zwei verschiedene Arten gelesen werden: Zum einen jede Geschichte komplett für sich nacheinander. Zum anderen wechselt man einfach von Kapitel zu Kapitel und liest beide Geschichten nur versetzt. 1.Geschichte: dem jüdischen Verleger Jan Wechsler wird ein angeblich ihm gehörender Koffer übergeben, der von einer Flugreise nach Israel stammt. Er jedoch kennt diesen Koffer nicht und ist verwirrt, denn seine letzte Israel-Reise liegt bereits zehn Jahre zurück. Der Inhalt lässt ihn aufschrecken, denn darin befindet sich ein Buch mit dem Titel „Maskerade“ von Jan Wechsler, der aber nie ein Buch geschrieben hat. Dieses Buch handelt von der Enthüllung eines Betrugsfalles, in dem ein gewisser Minsky (Benjamin Wilkomirski/Suhrkamp) angegeben hatte, als KZ-Opfer überlebt zu haben. Jener Jan Wechsler konnte das widerlegen und zerstörte damit die Karriere Minskys. Aber der Münchner Verleger Jan Wechsler kennt keinen Minsky, deshalb schreibt er den Verlag an, der das Buch herausgebracht hat. Die Antwort ist beunruhigend, denn der Verleger schreibt ihm einen sehr persönlichen Brief zurück. Da beschließt Jan Wechsler, der sich und seinen Erinnerungen selbst nicht mehr traut, nach Israel zu reisen. 2.Geschichte: Amnon Zichroni wird in Jerusalem geboren, streng jüdisch erzogen und nach einer Auseinandersetzung mit seinem Vater wird er zu seinem Onkel Nathan Bollwag nach Zürich geschickt, der ein Steinschleifer ist und ein Juweliergeschäft besitzt. Dort wohnt Amnon in den nächsten Jahren, fühlt sich von seinem Onkel verstanden und gefördert. Er besucht eine jüdische Jungenschule und geht zum Studium der Medizin nach Amerika. Seine besondere Fähigkeit besteht darin, die Erinnerungen von anderen Menschen nachzuerleben. Ein Buch, in dem es um Erinnern und Identität geht.


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