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Tödliches Kommando (The Hurt Locker)

Als wäre der Job der Bombenexperten im Irak nicht schon gefährlich genug, müssen Sanborn und Eldridge, die beiden Soldaten der kleinen Elite-Einheit feststellen, dass ihr neuer Sergeant, William Jones, sie inmitten des Chaos der kriegerischen Handlungen in ein tödliches Spiel verstrickt. Den Soldaten wird schnell bewusst, dass sie ihren Chef schnellstmöglich unter Kontrolle bringen müssen, wenn sie den Krieg in einer Stadt, in der alles passieren kann, überleben wollen.
RezensionBild
TÖDLICHES KOMMANDO (2009) reiht sich in die Riege der (Anti-)Kriegsfilme ein, die mit der typischen erdigen Farbpalette arbeiten, jede Menge verwackelter (Handkamera-)Aufnahmen bieten und dabei versuchen die Illusion eines Dokumentarfilms zu erzeugen. Letzteres schafft Regisseurin Kathryn Bigelow mit Bravour, was sich jedoch auch qualitativ auf die Bildqualität des Werkes auswirkt. Die Blu-ray Disk bietet einen Transfer im Seitenverhältnis von 1.78:1 in voller HDTV-Auflösung von 1920x1080(p) Pixeln. Auffälligstes Merkmal des Materials ist der enorm steile und harte Kontrast, der sich über die gesamte Filmlänge hindurch zieht, aber vor allem während der Eröffnungssequenz an die Grenze des Erträglichen stößt. In Verbindung mit dem deutlich sichtbaren, oftmals sogar in den Vordergrund tretenden Filmkorn ist die visuelle Ausrichtung des Werkes von Beginn an klar - Kathryn Bigelow möchte ihr Werk definitiv nicht als Hochglanzprodukt verstanden wissen, soviel ist zumindest schon nach den ersten Sekunden klar.

Trotz dieser absichtlichen Degradierung der Bildqualität bleiben die restlichen Parameter auf erstaunlich hohem Niveau. Auch wenn die Zeichnung von Konturen und Kanten aufgrund des schroffen Kontrastes manchmal zu leichten Doppelkonturen neigt, bleibt die Schärfe über weite Strecken auf sehr gutem Niveau. Lediglich die verwackelten, schnellen Schnitte wirken etwas weicher als der Rest des Filmes. Wer sich aufmerksam auf bestimmte Bildbereiche konzentriert, wird auch das eine oder andere (gewollte) Artefakt im Transfer wieder finden. Gerade in den ersten Minuten ist am Horizont immer wieder deutliches Color-Banding auszumachen. Doch auch leichte Blockstrukturen sind besonders in dunklen Sequenzen ausfindig zu machen.
RezensionBonus
Die Extras dieses wirklich herausragenden Filmes, sind erschreckenderweise sehr puristisch ausgefallen. Lediglich insgesamt knapp 30 Minuten an Material hat es auf die Blu-ray-Disk geschafft, und davon entfallen alleine 13 Minuten an das unkommentierte „B-Roll“-Feature, das Szenen vom Dreh zeigt. Als kurzweiliges Making of ist das Feature „Behind the Scenes“ zu verstehen, das einige Einblicke in die Produktion gewährt, jedoch aufgrund der geringen Laufzeit keineswegs vollständig zufrieden stellt. Ähnlich sieht es mit den elf Minuten dauernden „Interviews“ aus, die man unerfreulicher weise zu großen Teilen schon aus dem Making of kennt. Neben dem Originaltrailer in Deutsch sowie Englisch, findet man auf der Disk lediglich noch einige Programmhinweise.
RezensionTon
Auch wenn man das anhand des deutschen Titels und Covers sicherlich nicht vermutet hätte, aber THE HURT LOCKER (2009) bietet nur sehr wenige Actionsequenzen und selbst diese bieten nicht gerade viel Spielraum für ausufernde Effekt-Orgien. Doch das hat der Film auch gar nicht nötig, weshalb auch der deutsche DTS-HD Master Audio 5.1-Track sich sicherlich nicht mit den ganz Großen zu messen braucht.

Der Sound ist insgesamt eher frontlastig und von der eher ruhigeren Sorte. Der tonale Spannungsaufbau geschieht hauptsächlich über den gelungenen Score, der sich über alle Lautsprecher erstreckt und dabei eine gute Figur macht. Die Auflösung sowie Sprachverständlichkeit ist sowohl im Original als auch in der Synchronisation stets gewährleistet, wenngleich die englischen Dialoge manchmal vielleicht einen Tick zu leise abgemischt wurden. Die vereinzelten Explosionen und Shootouts heben sich erfreulich dynamisch vom restlichen Geschehen ab und beziehen auch den Subwoofer mit in das Geschehen ein. Insgesamt eine gelungene Performance, die jedoch nicht mit anderen Werken des Genres wie etwa BLACK HAWK DOWN konkurrieren kann, und wohl auch nicht möchte.
Zitat
Kathryn Bigelow dürfte die wohl erfolgreichste Regisseurin Hollywoods sein, dennoch hat sich Mrs. Bigelow in den letzten Jahren auf dem Markt enorm rar gemacht. Mit dem Horror-Streifen NEAR DARK konnte sie im Jahr 1987 viele erste Akzente setzten, mit GEFÄHRLICHE BRANDUNG (1991) schuf sie einen Thriller Klassiker und STRANGE DAYS war 1995 wohl einer der besten Filme überhaupt. Nach der finanziellen Bruchlandung mit K-19 (2002) wurde es jedoch still um die Macherin, erst vergangenes Jahr meldete sie sich mit THE HURT LOCKER (2009) wieder in den Kinosälen zurück - und das mit durchschlagendem Erfolg.

Kathryn Bigelow schwimmt mit ihrem aktuellen Werk auf der Welle der Irak-Kriegsfilme, die in den vergangenen Monaten wie die sprichwörtlichen Pilze aus der Versenkung schießen. Glücklicherweise ist Bigelows Herangehensweise eine etwas andere, als die der mit Pathos und Propaganda verseuchten Konkurrenzwerke. Das 130-Minuten-Werk konzentriert sich stark auf seine Hauptcharaktere und deren physischen aber vor allem auch psychischen Verfall der mit ihrem Einsatz in den Kampfgebieten des Irak einhergeht. Mit fast schon zermürbender Ruhe und Präzision zeigt sie die Einsätze des Bombenentschärfungskommandos und versucht dabei stets die Darsteller nicht aus den Augen zu verlieren. Dass dies über eine Laufzeit von über zwei Stunden teilweise etwas zäh wirkt, ist noch zu verkraften, schlimmer ist, dass Kathryn Bigelow es nicht schafft, die anfangs sehr neutrale Haltung und Aussage zu wahren und gegen Ende hin immer weiter in die Schwarz-Weiß-Malerei anderer Werke abdriftet und das bis dato gelungene Anti-Kriegs-Drama zu einer Blaupause für amerikanischen Patriotismus verkommen lässt.

Trotz dieser Mängel ist TÖDLICHES KOMMANDO ein durchaus empfehlenswerter Film, in dem, anders als sein Titel vermuten lässt, kaum Action und leider wenig Spannung aufkommen, dafür aber den Hauptdarstellern genügen Spielraum zur Entfaltung eingeräumt wird. Somit knüpft Kathryn Bigelow zwar nicht unbedingt an die Erfolge vergangener Tage an, doch für die eine oder andere Oscar-Nominierung hat es dennoch gereicht.

Technisch bietet die Disk solide Werte, wenngleich Bild- sowie Tonqualität nicht in der Referenzliga mitmischen. Das Bild wirkt aufgrund der bewusst eingesetzten Verfremdungen oftmals sehr gekünstelt und auch der Sound kann aufgrund der wenigen Action nur selten Akzente setzten. Das Bonusmaterial ist leider sehr knapp ausgefallen.

Subjektive Filmwertung: 7 von 10 (Anti-)Kriegsfilme mit zum Ende hin verblassenden Ambitionen
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  • - Trailer:

    * deutsch (HD, 1:01 Min)

    * englisch (HD, 1:44 Min)

    - Interviews (ca. 11,5 Min) mit Anthony Mackie, Brian Geraghty, David Morse, Guy Pearce und Jeremy Renner

    - Behind the Scenes (12:21 Min , SD, MEPEG2)

    - B-Roll (12:55 Min, SD, MPEG2)

    - Programmhinweise

    * Knowing

    * Babylon A.D.

    * Iron Man

    * Der Unglaubliche Hulk

    * Im Tal von Elah

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Beschreibung

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 03.12.2009
Regisseur Kathryn Bigelow
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)
EAN 4010324037343
Genre Kriegsfilm
Studio Concorde Video
Originaltitel The Hurt Locker
Spieldauer 131 Minuten
Bildformat 16:9 (1,78:1), HD (1080p)
Tonformat Deutsch: DTS HD 5.1, Englisch: DTS HD 5.1
Verkaufsrang 454
Produktionsjahr 2008
Film (Blu-ray)
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10,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Der Rausch des Kampfes wird oft zu einer mächtigen und tödlichen Sucht. Denn Krieg ist eine Droge
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz, Lentia City am 07.07.2013

Da hat Fr. Kathryn Bigelow ihrem Exmann einen ordentlichen Streich gespielt. Der Oscar ist voll verdient. Nicht nur das tolle Schauspieler mitspielen sind Kameraführung und Drehbuch einfach genial. Die Szene wie der Rost durch die Druckwelle vom Blech gelöst wird zeigt gleich das Auge für Details von Bigelow, einer Künstlerin. D... Da hat Fr. Kathryn Bigelow ihrem Exmann einen ordentlichen Streich gespielt. Der Oscar ist voll verdient. Nicht nur das tolle Schauspieler mitspielen sind Kameraführung und Drehbuch einfach genial. Die Szene wie der Rost durch die Druckwelle vom Blech gelöst wird zeigt gleich das Auge für Details von Bigelow, einer Künstlerin. Das manche Menschen als Soldaten arbeiten und dann nicht mehr aus diesem Leben rauskommen wurde bisher nie dargestellt. So geht der Hauptcharakter immer wieder in die Gefahrenzone weil nur das ihm das Gefühl wirklich zu leben gibt. Die Spannung die man schon eigenen Leib spürt hat man gleich ab der ersten Sekunde….es ist wie eine Droge.

6 Oscars sagen mehr als Tausend Worte
von Kevin Meyer aus Basel am 08.10.2012
Bewertet: Medium: DVD

The Hurt Locker - Tödliches Kommando Hierbei handelt es sich nicht um einen traditionellen Kriegsfilm im eigentlichen Sinne à la "Der Soldat James Ryan" oder "Black Hawk Down", in denen viel Wert auf atemberaubende Feuergefechte, den berühmten amerikanischen Patriotismus oder andere verbrauchte Aspekte des Krieges gelegt wird... The Hurt Locker - Tödliches Kommando Hierbei handelt es sich nicht um einen traditionellen Kriegsfilm im eigentlichen Sinne à la "Der Soldat James Ryan" oder "Black Hawk Down", in denen viel Wert auf atemberaubende Feuergefechte, den berühmten amerikanischen Patriotismus oder andere verbrauchte Aspekte des Krieges gelegt wird. Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob ich The Hurt Locker einen Kriegsfilm -wie wir ihn im gewöhnlichen Sinne kennen- nennen sollte. Denn er ist doch viel mehr als nur eine Zurschaustellung amerikanischer Elite-Streitkräfte und dessen Kriegsgerät. Kathryn Bigelow legte den Schwerpunkt auf die drei US-Soldaten Sanborn (Anthony Mackie), Eldridge (Brian Geraghty) und ihr neuer Sargeant (Jeremy Renner), deren Beziehung zum Krieg und wie sie damit umgehen. Sie absolvieren jede Mission als Team, auch wenn sich nicht jedes Mitglied als perfekten Teamplayer herausstellt. Die drei arbeiten zusammen und doch sind sie allein und auf sich selbst gestellt, wenn ein Auftrag beendet ist und der persönliche Krieg in ihren Köpfen beginnt. Der Film, welcher mit sechs Oscars ausgezeichnet wurde zeigt uns eine andere Sichtweise des Krieges in grossartigen Bilder und wird wohl für einige Jahre in unserem Gedächtnis bleiben. Und das ist auch gut so.

The rush of battle is often a potent and lethal addiction, for war is a drug
von Maria Vaclavicek aus Bludenz am 02.05.2012

Lautet es in der Öffnungssequenz dieses (Anti-)Kriegsfilm. Geschildert wird der Alltag im Camp Victory, Irak - ein Alltag, der aus Gefahr und dem Kampf ums tägliche Überleben besteht. Staff Sergeant William James wird nach dem Tod seines Vorgängers als dessen Nachfolger ins Bombenentschärfungskommando einberufen, ein Job den ... Lautet es in der Öffnungssequenz dieses (Anti-)Kriegsfilm. Geschildert wird der Alltag im Camp Victory, Irak - ein Alltag, der aus Gefahr und dem Kampf ums tägliche Überleben besteht. Staff Sergeant William James wird nach dem Tod seines Vorgängers als dessen Nachfolger ins Bombenentschärfungskommando einberufen, ein Job den er mit Leidenschaft erfüllt. Weit davon entfernt ein Teamplayer zu sein, spielt er nicht nur täglich mit seinem Leben, sondern auch mit dem, der Soldaten aus seiner Einheit. Und so werden diese Elitesoldaten auf eine harte Probe gestellt und ihre letzten Wochen in der Kriegszone zu einer Tortur - psychisch und physisch. Ein sehr gelunger Film, der das Thema Krieg offen darstellt und man fühlt sich mehr als einmal mitten in die Kampfzone hineinversetzt. Kathryn Bigelow schafft es, einen fiktionalen Film auf eine fast dokumentarische Ebene zu hieven, die Realität holt einen durchaus öfter ein, die Brutalität des kriegerischen Altags wird offen gezeigt, Soldaten sind Helden und Opfer zugleich - keine Märtyrer, denn sie wissen was sie tun - und sie wollen es auch und für viele ist Krieg eine Droge - eine Droge, die weder psychischen noch physischen Belastungen immer gewachsen ist und standhalten kann.