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Gedächtnis und Erinnerung

Ein interdisziplinäres Handbuch

Ariane Eichenberg, Christian Gudehus, Harald Welzer

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Beschreibung

Die gesamte Bandbreite der Gedächtnisforschung. Ausgehend von den neurologischen und psychologischen Grundlagen betrachtet das Handbuch die vielfältigen Formen des Gedächtnisses darunter das autobiografische, das kollektive, das kommunikative und das soziale Gedächtnis. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die unterschiedliche Repräsentation von Gedächtnis, z. B. in der Literatur, in Bibliotheken, Archiven und Museen, durch Denkmäler, Bilder, Fotos, Filme usw. Für zahlreiche Fachbereiche von Soziologie bis Literaturwissenschaft relevant.

"... Das vorgestellte Handbuch bietet einen umfassenden Überblick über die interdisziplinäre Erinnerungs- und Gedächtnisforschung. ... eignet sich bestens zur Lektüre sowohl für Lehrende als auch für Studierende der unterschiedlichsten Fachrichtungen, die an der Beschäftigung mit Phänomenen aus den themenbereichen "Gedächtnis" und "Erinnerung" interessiert sind." (Philosophischer Literaturanzeiger, Jg. 70, Heft 3, 2017)

Dr. Christian Gudehus, wiss. Geschäftsführer des Center for Interdisciplinary Memory Research, Kulturwissenschaftliches Institut Essen; Dr. Ariane Eichenberg, Redakteurin der Zeitschrift Erziehungskunst und Lehrbeauftragte an der Universität Stuttgart; Harald Welzer, Professor für Sozialpsychologie, Universität Witten-Herdecke und Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research, KWI Essen

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Christian Gudehus, Ariane Eichenberg, Harald Welzer
Seitenzahl 364
Erscheinungsdatum 19.04.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-476-02259-2
Verlag J.B. Metzler, Part of Springer Nature - Springer-Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 25/17,5/2,6 cm
Gewicht 829 g
Abbildungen 16 schwarzweisse Abbildungen

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Orientierung für die Gegenwart und Gestaltung der Zukunft
von Michael Lehmann-Pape am 30.04.2010

Seit etwa 30 Jahren bereits hat die Erinnerungs- und Gedächtnisforschung im wissenschaftlichen Sinne Konjunktur, dies gilt sowohl für den geisteswissenschaftlichen Bereich der Forschung wie auch für die naturwissenschaftlichen Zweige. Das vorliegende interdisziplinäre Handbuch trägt diesem hohen Interesse am Akt des Erinnern... Seit etwa 30 Jahren bereits hat die Erinnerungs- und Gedächtnisforschung im wissenschaftlichen Sinne Konjunktur, dies gilt sowohl für den geisteswissenschaftlichen Bereich der Forschung wie auch für die naturwissenschaftlichen Zweige. Das vorliegende interdisziplinäre Handbuch trägt diesem hohen Interesse am Akt des Erinnerns umfassend auf gut 360 Seiten Rechnung. Der Aufbau des Buches folgt aus diesen Grundlagen heraus einem nachvollziehbaren Schema, das sich logisch ergibt. Zunächst werden die Grundlagen des Erinnerns beschrieben, dem interdisziplinären Ansatz treu bleibend aus neurofunktionaler Sicht ebenso wie aus psychologischer. Aus diesen allgemeinen Beschreibungen her wird das Thema dann im Rahmen des 1. Teiles individuell vertieft. Im zweiten Hauptteil des Buches wird eine ausgesprochen gelungene und in jedem Teil gut umgesetzte Differenzierung der Begriffe "Gedächtnis und Erinnerung" dargestellt. Vom individuellen Gedächtnis reicht hier der Bogen über das kulturelle Gedächtnis bis hin zum sozialen Gedächtnis. Der dritte Teil wendet sich auf gut 120 Seiten ausschöpfend den Erinnerungsmedien zu, Schrift, Rituale, Bauwerke bis hin zu Film, Fernsehen und Internet finden alle Möglichkeiten der "Erinnerungsspeicherung" ihren Platz. Die interdisziplinäre Charakteristik des Themas wird im 4. Teil verdeutlicht mit einem Blick auf die relevanten Wissenschaftsbereiche von Geschichte über Literatur bis zur Gender- und Generationenforschung. Jeder der Artikel beschreibt erwartungsgemäß fundiert und komplex den aktuellen Erkenntnisstand des jeweiligen Unterthemas. Reichhaltige Literaturangaben als Anhang jedes Kapitels bieten ein breites Feld zur vertiefenden Weiterarbeit. Zudem eröffnet der Anhang auf gut 25 Seiten einen umfassenden Blick auf die weiterführende Literatur, ebenso wie er auf Institutionen, Zeitschriften und Projekte verweist. Der hohe wissenschaftliche Anspruch wird in Tiefe und Breite durchaus erfüllt. Sprachlich komplex kostet das Einlesen hier und da Mühe. Eine Mühe, die sich allerdings im Blick auf die umfassende Bedeutung des Themas für das individuelle und soziale Leben lohnt

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