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Der Fürst

Der große Renaissance-Denker Niccolò Machiavelli legt in diesem Text das Kalkül politischer Macht offen und entlarvt die verlogene Moral des christlichen Zeitalters. An der Frage, ob seine Thesen für eine effektive Politik unerlässlich oder Grundlage einer unmoralischen Machtpolitik sind, scheiden sich bis heute die Geister.

Mit dem Werkbeitrag aus dem Neuen Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.
Portrait
Niccolò Machiavelli, geboren am 3. Mai 1469 in Florenz, war von 1498 bis 1512 politischer Beamter der Florentiner Republik und zuständig für Außen- und Verteidigungspolitik. Er versah mehrere Gesandtschaften, u.a. nach Frankreich, an die römische Kurie sowie zu Cesare Borgia. 1512 wurde er abgesetzt und aus Florenz verbannt. Auf dem nahe gelegenen Landgut Sant' Andrea verfasste er politische Abhandlungen sowie eine Geschichte von Florenz, übersetzte antike Komödien und schrieb eigene. Seine Hoffnung auf eine politische Wiederbeschäftigung blieb vergeblich. Machiavelli starb am 22. Juni 1527 in Florenz.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 120
Erscheinungsdatum 01.01.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-90236-1
Reihe Fischer Klassik
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,6/1,2 cm
Gewicht 132 g
Originaltitel Il Principe
Auflage 5
Übersetzer A.W. Rehberg
Buch (Taschenbuch)
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10,30
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Kundenbewertungen

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Der Fürst
von Matthias Kloibhofer aus St. Pölten am 28.02.2011

Es gibt Bücher, die man gelesen haben muss, und es gibt Bücher die, obwohl bereits vor Jahrhunderten geschrieben, nichts an Aktualität verloren haben. Auf "Der Fürst" von Niccolo Machiavelli trifft beides zu. Lehrreich und kontrovers zugleich ist dieser Klassiker als eine Anleitung für die Mächtigen dieser Welt gedacht seinen "... Es gibt Bücher, die man gelesen haben muss, und es gibt Bücher die, obwohl bereits vor Jahrhunderten geschrieben, nichts an Aktualität verloren haben. Auf "Der Fürst" von Niccolo Machiavelli trifft beides zu. Lehrreich und kontrovers zugleich ist dieser Klassiker als eine Anleitung für die Mächtigen dieser Welt gedacht seinen "Staat", bzw die eigene Macht zu erhalten. Moralisches Handel wird da schon mal hinter Lüge und Verrat zurückgestellt. Fazit: ein lesenswertes Buch - empfehlenswert für alle Freunde der Weltliteratur.

Macchiavellis bekanntestes Werk
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 16.03.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Als Ergänzung zu seinem größeren Werk "Discorsi" hat der italienische Renaissance-Politiker, Denker und Staatsphilosoph Niccolo Macchiavelli sein heute bekanntestes Werk eigentlich Cesare Borgia gewidmet, dessen Eroberungen in "der Fürst" auch gewürdigt werden. Was dieses legendäre Buch auszeichnet sind seine klaren Worte und... Als Ergänzung zu seinem größeren Werk "Discorsi" hat der italienische Renaissance-Politiker, Denker und Staatsphilosoph Niccolo Macchiavelli sein heute bekanntestes Werk eigentlich Cesare Borgia gewidmet, dessen Eroberungen in "der Fürst" auch gewürdigt werden. Was dieses legendäre Buch auszeichnet sind seine klaren Worte und scharfe Beobachtungen der Politik in Italien zur Zeit der Renaissance. Anhand von Geschichte aus der Antike und damaligen Gegenwart liefert Macchiavelli eine sehr umfassende Abhandlung über Fürstentümer und wie dieser zu erlangen, erhalten und verlieren sind. Macchiavelli versucht darin das Wissen zu vermitteln, mit dem vergangene Herrscher in fast ausweglosen Situationen noch einen letzten Rettungsversuch unternehmen hätten können. Aber der Fürst ist kein Managementratgeber und längst nicht mehr allzu aktuell, weshalb man diese Abhandlung heutzutage nur schwer als zeitgemäße Pflichtlektüre bezeichnen kann (Macchiavelli war Theoretiker, wer sein Buch als Leitfaden betrachten möchte könnte das gleiche auch mit Kochbüchern anstellen), viel mehr ist das Buch eine interessante Abhandlung, die aus intensiven Studien hervorgegangen ist und sehr weit ins Detail geht. Wirklich bewundernswert an Macchiavellis Ausführungen sind nicht nur seine rhetorischen Fähigkeiten sondern das Ergebnis dieser Anstrengungen, nämlich ein sehr angenehm zu lesender und verständlicher Text, so dass es kein Wunder ist, dass dieses Buch Literaturgeschichte geschrieben hat. Fazit: Ein sehr beeindruckendes Werk über italienische Geschichte, die Funktionsweise von Fürstentümern und Erkenntnissen wie sie grundlegend für politisches Verständnis sein können, obgleich das Buch keine Patentrezepte bietet und eher im historischen Kontext betrachtet werden sollte.