Rauhnacht. Kommissar Kluftinger 05

Kluftingers neuer Fall

Kluftinger Band 5

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Taschenbuch
gebundene Ausgabe
Eigentlich sollte es für die Kluftingers ein erholsamer Kurzurlaub werden, auch wenn das Ehepaar Langhammer mit von der Partie ist: ein Winterwochenende in einem schönen Allgäuer Berghotel samt einem Live-Kriminalspiel. Doch aus dem Spiel wird blutiger Ernst, als ein Hotelgast unfreiwillig das Zeitliche segnet. Kluftinger steht vor einem Rätsel: Die Leiche befindet sich in einem von innen verschlossenen Raum. Und über Nacht löst ein Schneesturm höchste Lawinenwarnstufe aus und schneidet das Hotel von der Außenwelt ab. Kommissar Kluftinger ist ganz auf sich allein gestellt. Das heißt: fast. Denn Doktor Langhammer mischt bei den Ermittlungen kräftig mit. Und das alles während der berüchtigten Rauhnächte, über die man sich hier in den Bergen grausige Geschichten von bösen Mächten erzählt.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 21.09.09
In jedem von uns steckt etwas Kluftinger, das macht den Kult-Kommissar so anziehend und zugleich so normal für jeden Leser. Daher muss man seine Fälle auch unbedingt lesen. Das Autorenduo hat mit Rauhnacht, Kluftingers fünften Fall, wieder einen frischen Plot mit aktuellen Bezügen verfasst. Darin tritt der kauzige Kommissar gar als Meisterdetektiv Hercule Poirot auf. Große Spannung und viel Humor münden in einem Finale, das Agatha Christie alle Ehre macht. Volker Klüpfel und Michael Kobr haben sich mit Rauhnacht endgültig in die Top Ten der europäischen Krimiautoren geschrieben.
Portrait
Klüpfel, Volker
Volker Klüpfel, geboren 1971 in Kempten, aufgewachsen in Altusried, studierte Politologie und Geschichte. Er war Redakteur in der Kultur-/ Journal-Redaktion der Augsburger Allgemeinen und wohnt in Augsburg. Mit seinem Co-Autor Michael Kobr ist er seit der Schulzeit befreundet. Nach ihrem Überraschungserfolg »Milchgeld« erschienen zahlreiche weitere Kluftinger-Krimis, die unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 in der Sparte Literatur, mit der Corine 2008 und 2008 und 2009 mit der MIMI, dem Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurden.

Kobr, Michael
Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten, studierte Romanistik und Germanistik, ist Lehrer und wohnt mit seiner Frau und seinen Töchtern im Allgäu. Mit seinem Co-Autor Volker Klüpfel ist er seit der Schulzeit befreundet. Nach ihrem Überraschungserfolg »Milchgeld« erschienen zahlreiche weitere Kluftinger-Krimis, die unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 in der Sparte Literatur, mit der Corine 2008 und 2008 und 2009 mit der MIMI, dem Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurden.
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  • Die Höllenfahrt, erster Teil

    In sich zusammengesunken sog Kluftinger die feuchtwarme Luft in seine Lungen. Seine Nasenflügel bebten. Aus müden Augen betrachtete er die vorüberziehende Allgäuer Landschaft, die ihm so unwirklich vorkam wie die Dekoration einer Spielzeugeisenbahn. Um den Brechreiz niederzukämpfen, der ihm den kalten Schweiß auf die Stirn trieb, lehnte er seinen Kopf an die beschlagene Fensterscheibe. Die Kälte tat ihm gut.
    Noch vor wenigen Wochen hatte alles so schön ausgesehen in seinem Leben. Ein goldener Oktober war einem herrlichen Altweibersommer gefolgt, und als sich der Herbst schließlich von seiner nasskalten Seite gezeigt hatte, hatte es der Kommissar genossen. Er war erleichtert, dass dieser Sommer so glücklich zu Ende gegangen war. Ein Sommer, den er sein Leben lang nicht vergessen würde
    Auch das Weihnachtsfest vor einer Woche mit seinen Eltern, seinem Sohn Markus und dessen Freundin war ungewohnt harmonisch abgelaufen.
    "Uaaah!" Ein Schlagloch drückte Kluftingers Magen für einen kurzen Moment gefährlich nach oben.
    "Alles klar da hinten auf den billigen Plätzen?"
    Kluftinger sah in den Innenspiegel und nickte dem Fahrer zu. Alles, was er sah, waren zwei leuchtende Augen hinter einer riesigen Brille. Der Blick, der seinem begegnete, wirkte wie ein Versprechen. Ein Versprechen, dass die kommenden Tage die Hölle werden würden. Wie hatte er nur einwilligen können? Wie hatte er die Einladung der Hotelmanagerin nur annehmen können? Doch er wusste genau, weshalb er weich geworden war: Die Aussicht, ein Wochenende in einem Berghotel hoch oben in den Allgäuer Alpen zu verbringen, umgeben von blauem Himmel und weißen Gipfeln, hatte ihn korrumpiert. Außerdem hatte ihn die Frau ja praktisch angefleht: Er müsse kommen, er habe ihr doch das Leben gerettet letzten Sommer. Ja, das hatte er. Nicht nur ihr Kluftinger rieb sich die Schläfen: Seine Gedanken kehrten immer wieder zu diesem dunkelsten Kapitel seiner beruflichen Laufbahn zurück. Zum Laienspiel, zur Terrorbedrohung Er schüttelte den Kopf, als könne er so auch die düsteren Gedanken loswerden.
    Aber wohin hatte ihn das alles geführt? Er saß im überheizten Jeep des Altusrieder Gemeindedoktors, sein Gepäck auf dem Schoß, und rang mit seiner Übelkeit. Hätte er nur nicht eingelenkt, als ihn Erika bekniet hatte! Und dann hatte Dr. Martin Langhammer natürlich auch noch darauf bestanden zu fahren nun bretterte er mit seinem winzigen "Winterauto" wie ein Irrer um die engen Kurven und weigerte sich strikt, ein Fenster aufzumachen.
    "Aufpassen!", schrie der Kommissar plötzlich mit schriller Stimme, als er einen Begrenzungspfahl rasend schnell auf sich zukommen sah.
    Langhammer quittierte den Hinweis mit einem abrupten Schlenker, der Kluftingers Magen erst recht Achterbahn fahren ließ. "Kein Problem", beruhigte der Doktor, "darum haben wir ja diesen Offroader. Wissen Sie, ich muss ja oft mal zu abgelegenen Höfen, wenn ich Hausbesuche mache. Und da kann ein bisschen mehr Bodenfreiheit nicht schaden."
    Kluftinger wischte mit der Hand über die Seitenscheibe. Vor einer Viertelstunde hatte es heftig angefangen zu schneien, und die Straße war bereits von einer mehr als fingerdicken weißen Matschschicht bedeckt.
    "Ja, bei so einem Wetter ist ein Geländewagen wirklich viel sicherer. Gell, ihr habt auch einen Haufen Dienstautos mit Allradantrieb, oder?", sagte Erika in dem Bemühen, ein Gespräch unter den Männern über dieses vermeintlich maskuline Thema anzukurbeln.
    "Mhm", grunzte ihr Ehemann und machte damit unmissverständlich klar, was er von diesem Vorstoß hielt.
    "Also, Allrad hat er jetzt nicht, der Jeep, oder, Martin?", warf Annegret Langhammer vom Beifahrersitz aus ein.
    Kluftinger horchte auf. Er setzte sich aufrecht hin, soweit das die Gepäckstücke auf seinem Schoß zuließen, und lehnte sich nach vorn. "Ähm, Sie haben einen Jeep ohne Allrad? Was genau ist denn dann der Vorteil gegenüber einem richtigen Auto? Das
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 361
Erscheinungsdatum 11.09.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-05204-7
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 22,1/14,7/3,4 cm
Gewicht 585 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Der Fall im geschlossenen Raum

Helga Pamminger, Thalia-Buchhandlung Wiener Neustadt

Ein neuer Fall für den Allgäuer Kommissar Kluftinger, mit dabei sind wie immer seine Frau Erika und das unvermeidliche Ehepaar Langhammer. Eine Hommage an Agatha Christie, der Fall um das Krimispiel im "Königreich", eingeschneit am Berg und teilweise ohne Strom. Aber natürlich funktionieren die kleinen grauen Zellen noch prima, der Fall wird gelöst, trotz der tatkräftigen Hilfe des Doktors. Viel Lokalkolorit, eine eigenwillige Hauptfigur, die Zutaten passen perfekt. Macht Spaß:

Kundenbewertungen

Durchschnitt
89 Bewertungen
Übersicht
61
16
8
3
1

Laienspiel
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 14.11.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Kluftinger-Bücher die ich bis jetzt gelesen habe waren alle gut und sehr humorvoll geschrieben

Kommissar Kluftinger und Dr. Langhammer als Ermittlungsduo wider Willen
von einer Kundin/einem Kunden am 04.11.2018

Eigentlich will Kluftinger nur einen entspannten Kurzurlaub mit Erika verbringen. Doch dann geschieht ein Mord und er ist, abgeschnitten von der Außenwelt, auf sich gestellt. Na ja, nicht ganz. Denn Dr. Langhammer hat seinen Detektivkoffer dabei und ist damit prädestiniert, Kluftinger bei seinen Ermittlungen zu unterstützen. Das... Eigentlich will Kluftinger nur einen entspannten Kurzurlaub mit Erika verbringen. Doch dann geschieht ein Mord und er ist, abgeschnitten von der Außenwelt, auf sich gestellt. Na ja, nicht ganz. Denn Dr. Langhammer hat seinen Detektivkoffer dabei und ist damit prädestiniert, Kluftinger bei seinen Ermittlungen zu unterstützen. Dass jeder der Hotelgäste ein Motiv für den Mord hat, erleichert die Sache nicht gerade. Wer jedoch genau aufpasst, merkt schnell, dass die Vielzahl der Motive kein Zufall sein kann. Ein gelungener Kluftinger-Fall, der sich flüssig liest und durch die Scharmützel zwischen Kluftinger und Dr. Langhammer durchaus unterhaltsam ist. Wer allerdings einen spannungsgeladenen Krimi erwartet, ist bei Kluftinger nicht an der richtigen Adresse.

Rauhnacht
von meggie aus Mertesheim am 05.08.2018

Eigentlich könnte sich Kluftinger freuen, über Silvester zusammen mit seiner Frau in einem Hotel hoch in den Bergen zu sein. Wäre da nicht die Tatsache, dass auch Dr. Langhammer und seine Frau Annegret mitkommen. Und um das Fass voll zu machen, findet sich auch noch eine Leiche - hinter verschlossenen Türen. Ein Schneesturm ma... Eigentlich könnte sich Kluftinger freuen, über Silvester zusammen mit seiner Frau in einem Hotel hoch in den Bergen zu sein. Wäre da nicht die Tatsache, dass auch Dr. Langhammer und seine Frau Annegret mitkommen. Und um das Fass voll zu machen, findet sich auch noch eine Leiche - hinter verschlossenen Türen. Ein Schneesturm macht es unmöglich, Verstärkung anzufordern, doch andererseits kann auch der Mörder nicht weg. Kluftinger macht sich natürlich gleich an die Ermittlungen. Zusammen mit Langhammer, der sich ungefragt einmischt. Schon der Anfang des Buches lässt einem wieder mehr als Schmunzeln. Die Autoren beschreiben mit viel Witz, wie sich Kluftinger, zusammen mit seiner Frau Erika, Dr. Langhammer und dessen Frau Annegret auf den Weg zu dem Hotel in den Bergen macht. Sein Widerwille, gerade mit Dr. Langhammer zusammen Silvester zu feiern, ist geradezu spürbar. Und dies macht das Buch für mich schon zur einem der Besten der Reihe. Kluftinger nimmt in diesem Buch die Stelle des Hercules Poirot ein, dem Meisterdetektiv, erschaffen von Agatha Christie. Dr. Langhammer dagegen wird zu Dr. Watson, der Poirot als Assistent unterstützt. Schon allein die Vorstellung, diese beiden Personen gemeinsam an einem Fall arbeiten zu sehen, ist eine geniale Idee. Die Autoren bedienen sich bei dieser Geschichte sehr an Agatha Christie und Arthur Conan Doyle. Doch wird dies nicht ein billiger Abklatsch, sondern ein spannender, unterhaltsamer und vor allem logischer Kriminalfall. Ich habe viel gelacht, viel geschmunzelt und viel gerätselt. Diesmal hat mir sehr gut gefallen, dass auch Kluftingers Umfeld im Vordergrund steht. Seine Frau Erika sowie die Langhammers haben größere Auftritte. Vor allem eben Dr. Langhammer. Dabei kommt es immer wieder zu witzigen Szenen, da Kluftinger ja eher eine Abneigung gegen Langhammer hegt, sich aber aufrafft und trotzdem mit ihm zusammenarbeitet. Dies ist mittlerweile Kluftingers fünfter Fall und ich finde, dass die Reihe sich bis jetzt immer wieder gesteigert hat. Sehr positiv fand ich auch, dass ich das Buch im Hochsommer bei 35 Grad gelesen habe. Im Buch ist immer wieder von Schnee und Kälte die Rede. Eine herrliche literarische Abkühlung. Es gibt wieder eine kleine Anspielung auf Kluftingers Vornamen und ich bin nun wirklich gespannt, wie er denn nun heißt. Aber es dauert noch ein bisschen, bis das Rätsel gelöst wird. Fazit: Spannend, witzig und eine Abwechslung.