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Der Jongleur

Ein Divertimento. Roman

(1)

Eine erotische Dreiecksbeziehung im Artistenmilieu

Amsterdam in den fünfziger Jahren. In einer Pension am Rembrandtplein haben einige Varieté-Künstler Quartier bezogen: ein Jongleur, ein Zauberer, eine junge polnische Tänzerin und andere Überlebenskünstler. Der Zauberer bewundert die Kunststücke des Jongleurs und sucht vergeblich dessen Freundschaft, der Jongleur ist ganz offensichtlich in die Tänzerin verliebt, die ihrerseits aber nur Augen für den Zauberer hat. Als der Zauberer schließlich die Tänzerin erobert, ist dabei gewiss nicht nur Begehren im Spiel. Etwas Gefährliches und Bösartiges zieht herauf ...

»... ein dämonisches kleines Buch unter dem Deckmantel der Harmlosigkeit. Es zeigt, wie dünn das Seil ist, auf dem wir täglich balancieren.« Meike Feßmann in der ›Süddeutschen Zeitung‹

Portrait
Margriet de Moor, geboren 1941, studierte in Den Haag Gesang und Klavier. Nach einer Karriere als Sängerin, vor allem mit Liedern des 20. Jahrhunderts, studierte sie in Amsterdam Kunstgeschichte und Architektur. Sie veröffentlichte zunächst die Erzählungsbände "Rückenansicht" (dtv 11743) und "Doppelportrait" (dtv 11922). Schon ihr erster Roman "Erst grau, dann weiß, dann blau" (dtv 12073) wurde ein sensationeller Erfolg und in alle Weltsprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 01.04.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13869-7
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,1/12,1/1,5 cm
Gewicht 172 g
Originaltitel De kegelwerper
Übersetzer Helga van Beuningen
Buch (Taschenbuch)
8,20
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Kundenbewertungen

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Ein Divertimento
von einer Kundin/einem Kunden aus Göppingen (BaWü) am 20.05.2009
Bewertet: Buch (gebunden)

untertitelt die Autorin ihre Novelle, also ein Unterhaltungsstück. Und genau das ist es, eine unterhaltende, leichtfüßig erzählte Dreiecksgeschichte unter Artisten, einem Zauberkünstler, einem Jongleur und einer Tänzerin, angesiedelt in Amsterdam der 50er Jahre. In Mevrouw Minnas kleiner Pension treffen schon seit vielen Jahren diverse Varietékünstler willkürlich aufeinander, je nachdem für... untertitelt die Autorin ihre Novelle, also ein Unterhaltungsstück. Und genau das ist es, eine unterhaltende, leichtfüßig erzählte Dreiecksgeschichte unter Artisten, einem Zauberkünstler, einem Jongleur und einer Tänzerin, angesiedelt in Amsterdam der 50er Jahre. In Mevrouw Minnas kleiner Pension treffen schon seit vielen Jahren diverse Varietékünstler willkürlich aufeinander, je nachdem für wie lange und wo sie gerade ein Engagement in der Stadt haben. Die meisten unter ihnen kennen sich, sie sind wie eine Großfamilie, die sich ab und zu für ein Familienfest zusammen findet. Zu den langjährigen Stammgästen gehört auch der Zauberer Charles Pluut. Als er auf einen neuen Gast, den Jongleur Pieter Newton trifft, ist augenblicklich eine angespannte Atmosphäre zwischen ihnen zu spüren. Charles hegt aus unerfindlichen Gründen große Sympathie für Pieter, während dieser sich gegenüber dem Zauberer, genauso ohne Grund, schroff und abweisend verhält. Dies wurmt Pluut maßlos, nutzt aber alles nichts, die konträre Beziehung spitzt sich zu. Richtig raffiniert und pikant entwickelt sich die Geschichte mit der polnischen Tänzerin Daisy, die ebenfalls neu in der Pension ist. Pieter hat sich offensichtlich in sie verguckt, doch Daisy wiederum ist von Charles Pluut sehr angetan. Der listige, intrigante Zauberer benutzt nun das Mädchen, um seiner konfusen Gefühle zu dem Keulenwerfer Herr zu werden. Zuerst verführt er die naive Daisy, um Pieter eins auszuwischen, anschließend möchte er sie sogar als Sühneopfer an diesen „verschenken“. Als Pieter ablehnt, ersinnt Charles einen neuen Schachzug, um dessen Freundschaft zu erlangen. In einer ruhigen, grazilen und anmutigen Sprache versteht es Margriet de Moor den Leser regelrecht zu verzaubern. Zwischen den drei Hauptprotagonisten entspinnt sich eine verhaltene, subtile Erotik, die mich in Bann geschlagen hat, durchbrochen von faszinierenden Darbietungen im Varieté und unterhaltsamen Zwischenspielen mit den anderen Pensionsgästen. Genauso verfolgte ich mit großem Vergnügen, wie Charles als Mittelpunkt des Dreiergespanns, mit unsichtbaren Fäden die ahnungslosen Gegenspieler zu lenken versucht. Aber lassen sich die Gefühle eines Menschen einfach manipulieren? Ist es nicht so, dass zwischenmenschliche Sympathie und Antipathie, Anziehung und Abstoßung gleichermaßen unerklärlich wie unabänderlich sind? Die Antwort bekommen sie in diesem schönen Divertimento. Das Einzige, was ich an „Der Jongleur“ auszusetzen habe, ich hätte gerne mehr davon gehabt als knapp 160 Seiten.