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Geschichten aus dem Wiener Wald

Volksstück in drei Teilen

Ödön von Horváth

(12)
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Beschreibung

Der Spielwarenhändler Zauberkönig will seine Tochter Marianne mit dem benachbarten Metzger Oskar verheiraten. Sie weigert sich jedoch und will aus dem kleinbürgerlichen Milieu ihrer Kindheit ausbrechen und sich emanzipieren. Am Tag ihrer Verlobung mit Oskar rebelliert sie und gibt sich dem Spieler und Hallodri Alfred hin, von dem sie glaubt, er sei ihre große Liebe. Marianne trennt sich von ihrem patriarchischen Vater und dem groben Oskar und damit auch von ihrem bisherigen Leben. Der Zauberkönig sagt sich von ihr los, Oskar hingegen prophezeit ihr, sie entkäme seiner Liebe nicht. Die Spirale des Unglücks dreht sich für Marianne jedoch immer tiefer, bis hin zum totalen gesellschaftlichen Absturz und zum Tode ihres geliebten Kindes, das aus der Liaison mit Alfred entstanden ist. Am Ende kann sie dem engen Milieu nicht entkommen: Oskar heiratet sie und ihr Weg in die quälende Ehe mit dem Fleischer ist besiegelt.
Ödön von Horváth (1901–1938) desillusioniert in dem als Tragödie endenden Volksstück das Kleinbürgertum und demaskiert die lieblosen zwischenmenschlichen Verhältnisse der Figuren, die sich letztlich nur um ihre eigenen Bedürfnisse scheren. Horváths Bühnenstück löste schon nach der Uraufführung 1931 scharfe Proteste aus, da die Rechtsradikalen darin eine außerordentliche Beleidigung Österreich-Ungarns sahen. Erst 1948 wurde das Stück wiederaufgeführt: Es kam erneut zu Skandalen. Ende der 1960er-Jahre wurden die „Geschichten aus dem Wiener Wald“ erneut inszeniert. Verfilmungen seiner Werke machten den Dichter auch einem breiteren Publikum bekannt.

Ödön von Horváth, geb. am 9.12.1901 in Fiume (Rijeka), begann 1920 zu schreiben. Sein erfolgreichstes Bühnenstück, Geschichten aus dem Wiener Wald, wurde 1931 uraufgeführt. Im Anschluss reiste er nach Paris, wo er 1938 auf der Champs-Élysées von einem Ast erschlagen wurde.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 88
Erscheinungsdatum 01.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-87291-220-6
Verlag Hamburger Lesehefte
Maße (L/B/H) 20,1/12,6/0,7 cm
Gewicht 76 g

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
6
3
2
0
1

Schwach sehr sehr schwach
von einer Kundin/einem Kunden am 05.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Schwach nicht gut und langweilig !!!!!!!!! Es gibt keinerlei Spannung in diesem Buch auf keinen Fall kaufen schade das so etwas noch gelesen werden muss

Zeitloser Klassiker!
von Lisa Kleinwächter aus Bad Zwischenahn am 03.11.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Zur aktuellen Buchverfilmung habe ich mich mal an diesen Klassiker gewagt, der alles andere als eine schnöde Schullektüre ist. "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horvath ist zeitlos und immer aktuell und dazu noch ein hochspannender "Kriminalfall", den man bis zur letzten Seite mit verfolgen und aufklären will. Alle beschrieben Sit... Zur aktuellen Buchverfilmung habe ich mich mal an diesen Klassiker gewagt, der alles andere als eine schnöde Schullektüre ist. "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horvath ist zeitlos und immer aktuell und dazu noch ein hochspannender "Kriminalfall", den man bis zur letzten Seite mit verfolgen und aufklären will. Alle beschrieben Situationen sind damals wie heute übertragbar und regen zum nachdenken an. Eine super Lektüre für zwischendurch mit viel Tiefgang.

Was wird das für eine Generation? Eine harte oder nur eine rohe?
von einer Kundin/einem Kunden am 24.10.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Es ist nicht nur eine ganze Generation, gegen die er sich stellt - Schüler, Eltern, Offziere. Es ist eine Weltanschauung, eine Ideologie, ein Glauben. Ein Glauben, den er nicht vertritt. Er kämpft, um sich nicht unterordnen zu müssen, seine eigene Meinung vertreten zu dürfen. Er kämpft, um selbst denken zu dürfen, hinterfragen z... Es ist nicht nur eine ganze Generation, gegen die er sich stellt - Schüler, Eltern, Offziere. Es ist eine Weltanschauung, eine Ideologie, ein Glauben. Ein Glauben, den er nicht vertritt. Er kämpft, um sich nicht unterordnen zu müssen, seine eigene Meinung vertreten zu dürfen. Er kämpft, um selbst denken zu dürfen, hinterfragen zu dürfen. Aber er hinterfragt nicht nur den Glauben oder die Ideologie. Er hinterfragt auch die Religion, die Rolle des Staates und der Gesellschaft. Er hinterfragt seine Existenz. Er hinterfragt das ganze Sein. Er kämpft, bis er aufgibt. Bis er sich geschlagen gibt. Er kämpft, bis er nicht mehr kämpft. Es ist das Bild einer verkorksten Jugend, die von Horvath hier beschreibt. Einer Jugend, gnadenlos und eiskalt. Einer Jugend, geblendet von falschen Ideologien und Rassenvorstellungen. Geblendet von dem Glauben an die Überlegenheit der eigenen Rasse. Und es ist das Bild eines Mannes, der es sich zur Gewohnheit gemacht hat, über andere zu urteilen (zurecht, bedenkt man seinen gesellschaftlichen Kontext), aber sich bald eingestehen muss, dass auch er nicht völlig ohne Schuld ist. Dass vielleicht niemand völlig ohne Schuld ist. Und dass irgendwann der Moment kommt, an dem man sich fragen muss, wie man denn handeln möchte. Wie man denn sein möchte. Ob man weiter schweigen kann oder sich eingestehen muss, dass jeder Sklave seiner Handlungen und Entscheidungen ist. Und dass der Moment kommt, kommen kann, an dem man sich beugt. An dem man aufgibt. Auch wenn man es nicht möchte, auch wenn es den eigenen moralischen Vorstellungen widerspricht. Es kommt der Moment, an dem man sich beugt. Es ist eine klare, direkte Sprache mit der von Horvath die Entwicklung des Faschismus' der NS-Zeit beschreibt. Dabei kommt es durchaus auch vor, dass man lachen muss, weil man es einfach nicht glauben kann, dass erwachsene Menschen sich so leicht "verführen" lassen, einer Lüge so leicht aufliegen. Doch genau das war der Fall. Genau das war die Realität. Und wenn man das begrifft, sich dessen bewusst wird, Seite um Seite, dann vergeht das Lachen ganz schnell, weicht dem Entsetzen darüber, wie so etwas passieren konnte. Doch von Horvarths Buch ist so viel mehr als ein Anprangern der Kollektivschuld während des Regimes. Es ist vor allem ein Buch über die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, über die Rolle von Moral, von Verantwortung und Schuld. Es ist ein Buch, welches immer wieder die eine Frage stellt: Soll ich schweigen, um mich selbst zu schützen oder sage ich die Wahrheit, obwohl ich mich dadurch selbst in Gefahr bringe? Genau diese Frage ist es, die dieses Buch auch heute noch, obwohl bereits 1937 erschienen, mit einer Aktualität belegt, die seinesgleichen sucht. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung und der Frage nach Anstand und Moral ist dieses Buch alles andere als ein eingestaubter Klassiker, sondern Pflichtlektüre und Lehre, wie man es nicht machen sollte. Lehre, wie schnell sich einzelne Ansichten zu einem Kollektiv entwickeln können. Lehre, wie schnell wir uns ihr hingeben, der Lüge, der Mutter aller Sünden.


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