Verlust, Trauma und Resilienz

Die therapeutische Arbeit mit dem "uneindeutigen Verlust"

Pauline Boss

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Beschreibung

Das Phänomen »uneindeutiger Verluste« meint zwei unterschiedliche Erscheinungsformen von Verlusterfahrungen: Zum einen den Verlust eines nahestehenden Menschen, der physisch nicht greifbar, doch psychisch als anwesend empfunden wird. Beispiele sind die Opfer des Tsunami, die nicht zu identifizierenden Opfer des Anschlags vom 11. September oder verschwundene Kinder wie im bekannten Fall Madeleine. Zum anderen die Gruppe von Menschen, die zwar körperlich anwesend sind, deren Geist und Persönlichkeit aber allmählich dahinschwinden wie bei Alzheimer-Demenz. Diese Fälle stellen eine besondere Belastung für das seelische Gleichgewicht der Zurückgebliebenen dar. Eine ehemals vertraute Person wird einem fremd, ohne dass man sich emotional endgültig von ihr lösen könnte. Es entsteht ein Prozess des immerwährenden Abschiednehmens, der die Betroffenen gefühlsmäßig versteinern lässt. Boss zeigt Techniken und therapeutische Strategien, mit deren Hilfe die Betroffenen lernen, ihr Schicksal anzunehmen und eine gesunde Einstellung zum Leben zu finden. Sie lernen, ihre Lebenssituation wieder in die Hand zu nehmen, und gewinnen die Einsicht, mit der Ungewissheit des Verlustes weiterleben zu müssen.

Pauline Boss, Ph. D., war Professorin und Clinical Supervisor of Marriage and Family Therapy an der Universität in Minnesota. Unter anderem war sie Ausbilderin der internationalen Einsatztruppe des Roten Kreuzes für ihre Mission in Bosnien- Herzegowina.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 315
Erscheinungsdatum 01.08.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-94475-4
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 23,4/16,1/2,8 cm
Gewicht 594 g
Originaltitel Loss, Trauma and REsilience. Therapeutic Work mit Ambiguous Loss
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Astrid Hildenbrand

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  • Vorwort für die deutschsprachige Ausgabe von A. und B. Hildenbrand
    Geleitwort von Carlos E. Sluzki
    Vorbemerkung
    Der Aufbau des Buches
    Der Kreis schließt sich
    Einführung: Verlust und Ambiguität
    Die kontextuelle Perspektive
    Uneindeutiger Verlust und traumatischer Stress
    Das Konzept des uneindeutigen Verlusts
    Die Geschichte der Konzeptentwicklung
    Die konzeptuelle Basis: Stress und Resilienz
    Die therapeutische Ausbildung
    Weiterer Forschungsbedarf
    Fazit
    Teil I Das Konzept des uneindeutigen Verlusts
    1 Die Wahlfamilie
    Die Wahlfamilie als Stress- und Resilienzfaktor
    Wahlfamilie und kulturelle Vielfalt
    Theoretische Annahmen
    Ambiguität bezüglich Abwesenheit und Anwesenheit
    Fazit
    2 Trauma und Stress
    Das therapeutische Repertoire erweitern
    Stress und Trauma
    Die Notwendigkeit familientherapeutischer Ansätze in der PTBS-Behandlung
    Die Notwendigkeit familientherapeutischer Ansätze
    in der Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen ( Sbe )
    Behandlung und Intervention
    3 Resilienz und Gesundheit
    Definitionen
    Die Geschichte des Resilienzbegriffs und neuere Forschungen
    Resilienz kann auch zum Problem werden
    Leitfaden für Therapie und Prävention
    Fallbeispiel
    Teil II Therapeutische Ziele im Umgang mit uneindeutigem Verlust
    4 Sinn zuschreiben
    Die Suche nach Sinn
    Die Phänomenologie des Sinns
    Wie finden Menschen Sinn?
    Was hindert Menschen daran, Sinn zu finden?
    Therapiemethoden und Wege zum Sinn
    Fazit
    5 Beherrschbarkeit relativieren
    Was versteht man unter Beherrschbarkeit?
    Theoretischer Hintergrund
    Wie kann das Gefühl der Beherrschbarkeit relativiert werden?
    Wann muss das Gefühl der Beherrschbarkeit relativiert werden?
    Therapiemethoden und Wege zu einem moderaten Gefühl
    der Beherrschbarkeit
    Fazit
    6 Identität neu definieren
    Identität und uneindeutiger Verlust
    Die soziale Konstruktion als theoretischer Hintergrund
    Was fördert die Neudefinition der Identität?
    Was verhindert die Neudefinition der eigenen Identität?
    Therapiemethoden und Wege zur veränderten Identität
    Fazit
    7 Ambivalenz als etwas Normales begreiflich machen
    Ambiguität und Ambivalenz
    Zusammenhang zwischen normaler Ambivalenz und Resilienz
    Theoretischer Hintergrund
    Was hilft, Ambivalenz als etwas Normales zu begreifen?
    Was hindert daran, Ambivalenz als etwas Normales zu begreifen?
    Therapiemethoden und Wege, Ambivalenz als etwas Normales begreiflich zu machen
    Fazit
    8 Bindung revidieren
    Bindung und Ambiguität
    Theoretische Überlegungen zu Umfeldproblemen und Kontext
    Was fördert die Revision der Bindung?
    Was behindert die Revision der Bindung?
    Therapiemethoden und Wege zur Bindungsrevision
    Fazit
    9 Hoffnung für sich entdecken
    Hoffnung und uneindeutiger Verlust
    Theoretischer Hintergrund
    Wann hilft Hoffnung?
    Wann behindert Hoffnung?
    Therapiemethoden und Wege zur Hoffnung
    Fazit
    Epilog: Das Selbst des Therapeuten
    Der Ausgangspunkt
    Ambiguität und Verlust besser aushalten können
    Fazit
    Dank
    Anmerkungen
    Literatur
    Register