Warenkorb
if (typeof merkur !== 'undefined') { $(document).ready(merkur.config('COOKIECONSENT').init); }

Schwester der Finsternis / Das Schwert der Wahrheit Bd.6

Schwester der Finsternis

Das Schwert der Wahrheit Band 6

Ein atemberaubendes Epos über Verrat und Ehre, Rache und Liebe Die Liebe von Richard und Kahlan ist stärker als der Tod, stärker als das Schicksal, sogar stärker als das absolut Böse. Eine Schwester der Finsternis entführt Richard, um ihm die Vorteile der Imperialen Ordnung aufzuzeigen. Doch Richard richtet all seine Kraft darauf, dieses System zu bekämpfen ... "Eine phänomenale Saga von unendlichem Einfallsreichtum!" Kirkus Reviews "Wer einmal mit Terry Goodkinds ′Schwert der Wahrheit′ begonnen hat, kann nicht wieder davon lassen! Pure Magie!" Romantic Times "′Das Schwert der Wahrheit′ ist eine wunderbar phantasievolle und aufregende Fantasy-Saga!" Kirkus Reviews
Portrait
Terry Goodkind wurde 1948 in Omaha, USA, geboren und war nach seinem Studium zunächst als Rechtsanwalt tätig. 1994 erschien sein Roman »Das erste Gesetz der Magie«, der weltweit zu einem sensationellen Erfolg wurde und den Auftakt zu einer der erfolgreichsten Fantasy-Sagas aller Zeiten bildet. Terry Goodkind lebt in Neuengland.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
  • Sie konnte sich nicht daran erinnern, gestorben zu sein. Mit einem unbestimmten Gef¿hl der Besorgnis fragte sie sich, ob die aufgebrachten Stimmen, die aus der Ferne an ihr Ohr drangen, bedeuteten, dass ihr die Erfahrung dieses die Grenzen des Bewusstseins ¿berschreitenden Endes ein weiteres Mal bevorstand: ihres eigenen Todes.
    Sollte dem in der Tat so sein, dann konnte sie nicht das Geringste dagegen tun.
    Zwar erinnerte sie sich nicht an ihren Tod, daf¿r aber umso besser an ernste, tuschelnde Stimmen, die irgendwann - wohl zu einem sp¿ren Zeitpunkt - davon gesprochen hatten, sie sei gestorben, der Tod habe sie ereilt, er aber habe seinen Mund auf ihren gepresst, ihre leblos gewordenen Lungen mit seinem Atem gef¿llt und so den ihren auf diese Weise zu neuem Leben erweckt.
    Sie hatte sich nicht vorstellen k¿nnen, wer das gewesen sein mochte, der von einem so unglaublichen Bravourst¿ck sprach, oder wer dieser er sein sollte.
    In jener ersten Nacht, in der die fernen, k¿rperlosen Stimmen f¿r sie kaum mehr gewesen waren als eine verschwommene Ahnung, hatte sie begriffen, dass um sie herum Menschen standen, die - obwohl sie inzwischen wieder lebte - nicht daran glaubten, dass sie diese Nacht ¿berleben w¿rde. Mittlerweile aber wusste sie, sie hatte ¿berlebt, sie war, vielleicht als Antwort auf die verzweifelten Gebete und feierlichen Schw¿re, die man in jener ersten Nacht mit ged¿fter Stimme an ihrem Lager gesprochen hatte, noch viele N¿te lang am Leben geblieben.
    Doch auch wenn sie sich nicht an das Sterben selbst erinnerte, die Schmerzen kurz vor dem Eintauchen in die gro¿ Vergessenheit waren ihr noch in Erinnerung, diese Schmerzen w¿rde sie niemals vergessen. Sie entsann sich, wie sie ganz auf sich gestellt und voller Wut gegen all diese M¿er gek¿ft hatte, M¿er, die ihre Z¿e bleckten wie ein Rudel wilder Hunde bei einem Hasen. Sie erinnerte sich an den Hagel brutaler Schl¿, der sie zu Boden gezwungen, an die schweren Stiefel, die auf sie eingetreten hatten, als sie dort lag, und an das scharfe Knacken brechender Knochen. Sie erinnerte sich an das Blut, an die Unmengen von Blut an ihren F¿ten und Stiefeln. Sie erinnerte sich an das gl¿hende Entsetzen, angesichts dieser Qualen nicht mal mehr die Luft zum Keuchen zu haben, keine Luft, um gegen die erdr¿ckende Last der Schmerzen mit einem Schrei zu protestieren.
    Als sie einige Zeit sp¿r - ob Stunden oder Tage, vermochte sie nicht zu sagen - unter sauberen Laken in einem unbekannten Bett liegend in seine grauen Augen hochgesehen hatte, war ihr bewusst geworden, dass die Welt f¿r manch einen noch schlimmere Schmerzen bereithielt, als sie sie erlitten hatte.
    Seinen Namen kannte sie nicht. Die tiefe Besorgnis, die ihm so deutlich in den Augen abzulesen war, verriet ihr unmissverst¿lich, dass sie ihn h¿e kennen sollen. Sie wusste, sie h¿e seinen Namen - mehr als ihren eigenen, mehr noch als das Leben selbst - kennen m¿ssen, doch war dies nicht der Fall. Nichts hatte sie je mehr besch¿.
    Wann immer sie in der Folgezeit die Augen geschlossen hatte, sah sie seine, nicht nur das hilflose Leid darin, sondern auch das Leuchten einer leidenschaftlichen Hoffnung, die nur wahre Liebe entflammt haben konnte. Irgendwo, sogar noch in der tiefsten Finsternis, die ihren Geist zu ersticken drohte, sperrte sie sich dagegen, das Leuchten in seinen Augen durch ihre Unf¿gkeit, sich kraft ihres Willens zum Weiterleben zu zwingen, erl¿schen zu lassen.
    Irgendwann fiel ihr dann wieder sein Name ein. Meist wusste sie ihn, mitunter aber auch nicht. Manchmal, wenn der Schmerz sie zu erdr¿cken drohte, verga¿sie sogar ihren eigenen Namen.
    Als Kahlan jetzt M¿er m¿rrisch seinen Namen brummen h¿rte, wusste sie ihn, und sie wusste auch, wem er geh¿rte. Mit hartn¿iger Entschlossenheit klammerte sie sich an diesen Namen - Richard - und an ihre Erinnerung an den dazugeh¿rigen Menschen: wer er war und was er ihr bedeutete.
    Selbst sp¿r, als die Leute bef¿rchteten, sie k¿nnte doch noch sterben, wusste sie, sie w¿rde ¿berleben. Sie hatte gar keine andere Wahl - Richard, ihrem Mann zuliebe. Und ihrem Kind zuliebe, das sie unter dem Herzen trug. Seinem Kind. Ihrer beider Kind.
    Das Geschrei der aufgebrachten M¿er, die Richard beim Namen riefen, lie¿Kahlan schlie¿ich m¿hsam die Augen ¿ffnen. Sie blinzelte gegen die heftigen Schmerzen an, die unter der sch¿tzenden H¿lle des Schlafes zwar nachgelassen hatten, aber noch nicht vertrieben worden waren. Ein zartes, bernsteinfarbenes Licht schlug ihr entgegen, das den Raum um sie herum f¿llte. Da das Licht hell war, folgerte sie, vor dem Fenster m¿sse eine Abdeckung h¿en, die das Sonnenlicht d¿fte, vielleicht wurde es aber auch gerade dunkel. Wenn sie wie jetzt aufwachte, fehlte ihr nicht nur jedes Gef¿hl f¿r Zeit, sondern auch daf¿r, wie lange sie geschlafen hatte.
    Sie rieb ihre Zunge gegen den teigig trockenen Belag in ihrem Mund. Ihr K¿rper war bleiern vom schwerf¿igen Schlaf, der noch immer nicht weichen wollte. Ihr war so ¿bel wie damals, als sie noch klein gewesen war und vor einer Bootsfahrt an einem hei¿n, windigen Tag drei Paradies¿el verschlungen hatte. Genauso hei¿war es auch jetzt: sommerlich hei¿ Sie m¿hte sich, vollends aufzuwachen, doch ihr erwachendes Bewusstsein, hin und her geworfen auf einem unermesslich weiten Schattenmeer, schien seinem Schicksal preisgegeben. Ihr Magen drehte sich, und pl¿tzlich musste sie alle ihre Gedanken darauf konzentrieren, sich nicht zu ¿bergeben. Sie wusste nur zu gut, dass in ihrem gegenw¿igen Zustand nur wenige Dinge schmerzhafter w¿n als zu brechen. Ihre Lider schlossen sich erneut, und sie sank hin an einen noch viel d¿stereren Ort.
    Sie fing sich, zwang ihre Gedanken an die Oberfl¿e und ¿ffnete durch pure Willenskraft erneut die Augen. Jetzt fiel es ihr wieder ein: Man verabreichte ihr Kr¿er, um die Schmerzen zu bet¿en und damit sie schlafen konnte. Zumindest halfen ihr die Kr¿er, in einen benommenen Schlaf zu sinken, doch der Schmerz fand sie auch dort, wenn auch nicht in seiner vollen Sch¿e.

In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 1071
Erscheinungsdatum 09.02.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-37106-8
Verlag Blanvalet
Maße (L/B/H) 18,3/12,8/6 cm
Gewicht 667 g
Originaltitel Sword of Truth, Vol 6 Faith of the Fallen
Übersetzer Caspar Holz
Buch (Klappenbroschur)
Buch (Klappenbroschur)
10,30
10,30
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innerhalb 48 Stunden,  Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert ,  Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
Versandfertig innerhalb 48 Stunden
Kostenlose Lieferung ab 30  € Einkaufswert
Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Weitere Bände von Das Schwert der Wahrheit

mehr

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
5
3
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 18.04.2019
Bewertet: anderes Format

Eine tolle Fantasy Reihe, die meiner Meinung nach schon mit zu den Klassikern gehört. Auch Band 6 habe ich sehr gerne gelesen.

von einer Kundin/einem Kunden am 08.07.2017
Bewertet: anderes Format

Terry Goodkind hält seine Leser in Atem. Ähnlich wie sein Zeitgenosse Robert Jordan kennt auch seine Handlung eine dunkle Schwesternschaft. Für alle Leser von Robert Jordan!

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Meines Erachtens der beste Teil der Reihe. Das Agieren von Richard und Kahlan an verschiedenen Orten und die Brisanz ihrer Entscheidungen wird super spannend beschrieben. Episch!