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Der Stoff der Gaben

Kultur und Politik des Schenkens und Tauschens im archaischen Griechenland. Habil.-Schr.

Campus Historische Studien Band 28

Beate Wagner-Hasel

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Beschreibung

Antike Mythologie und historische Überlieferung sind reich an Beispielen zur Wirksamkeit von Gaben. Anhand der Erzählung des frühgriechischen Epos und der Mythen um den Dreifußraub des Herakles fragt die Autorin nach der stofflichen Gestalt der Gaben. In Abgrenzung von Marcel Mauss' berühmtem "Essai sur le don" (1925) zeigt sie, dass das Konzept des Gabentauschs als Gegenbild zum egoistisch verstandenen Tausch konzipiert wurde. So wird ein Bild von den Kommunikationsnetzen der frühen Griechen entfaltet, das neue Einsichten in die Struktur von Herrschaft und Austausch, Ökonomie und religiöser Praxis eröffnet.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 498
Erscheinungsdatum 21.06.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-593-36493-3
Verlag Campus
Maße (L/B/H) 22,8/15,2/2,9 cm
Gewicht 720 g
Abbildungen mit 19 Abbildungen im Text und auf Taf. 23 cm

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  • Aus dem Inhalt:
    Einleitung

    Die Forschungsgeschichte
    - Der Umlauf der Dinge und die Theorie der Gabe: Ein Diskurs über Ökonomie und Moral
    - Die Vorgeschichte der Gabe: Der nationalökonomische und rechtswissenschaftliche Diskurs über Schenkung und Tausch
    - Von der totalen zur universalen Tatsache: Modernitätskritik und Idealisierung der Gabe
    - Einmal Südsee und zurück: Vom Nutzen des ethnologischen Vergleichs und zur Kritik des Reziprozitätsbegriffs
    - Gabentausch in der Welt der Griechen: Die althistorische Debatte um die Entstehung des Staates und der Polis
    - Methodische Überlegungen: Die Sinnenhaftigkeit der Zeichen und die Bilderwelt des homerischen Epos

    Semantik und Zirkulation von Gaben bei Homer
    - Gastgeschenke und Bindungsverhältnisse bei Homer:
    - xeinia und phila dora
    - Das xeinion und die dotine als Bewirtung und Abgabe der Hirten: Der Fall Eumaios und Polyphem
    Das xeineion als Waffengesehenk: Der Waffentausch zwischen Glaukos und Diomedes und die Frage d es Bündnischarakters von Gaben
    - Becher und Gewebe: Das xeinion als keimelion und das Ritual der Gastfreundschaft
    a) Erinnerungsgaben und Abgaben: Dreifußkessel, Becher, Mischkrüge und Tuche
    b) Das Ritual der Gastfreundschaft: Das Bad, der Weihguß und die Neueinkleidung
    c) Die Termini der gastlichen Aufnahme: xeinize in, komizein, phileein
    - Gewebe, Eidopfer und die Stiftung von Zugehörigkeit: philotes
    - Gegenseitigkeitsstruktur und die Produktion der Zeichen: charis und die Chariten
    - Der Dienst des Kriegers und die Gunst der Götter
    - Der Dank der Frauen und der Webdienst der Amphipoloi und Chariten
    - Die Visualisierung von Status: charis der Erscheinung und der Rede
    - Ehrgeschenke und Machtstruktur: time und geras
    - Der Kampf um die time des Agamemnon und der Streit um das geras des Achilleus: Die Sichtbarkeit der Ehre und ihr sozialer und ökonomischer Wert
    - Die List der Penelope und das geras des Odysseus: Zur M achtsymbolik des Gewebes
    - Das geras des Toten und der Prozeß der Erneuerung der gesellschaftlichen Organisation im Toten ritual

    Semantik des Raumes und überregionale Kommunikation
    - Erträge des Weges und überregionaler Ressourcentausch in archaischer Zeit
    - Die Suche nach einer Viehschuld und die Praxis der Ergänzungsweide: prexis, chreios und amoibe
    - Wegeerträge und Menschenraub: Das kerdos und der onos hodaion
    - Die Suche nach Lebensgut (biotos) und anderen notwendigen Gütern: Alaunsalz, Purpur, Leinen und Metallen
    - Zentrumsbildung und überregionale Kommunikation: Delphi und der Dreifuß des Apollon
    - Delphi und die Tempel der Peripherie
    - Der Dreifußraub des Herakles, der erste Heilige Krieg und die Herrschaft der Amphiktyonen
    - Der delphische Dreifuß: Vom Siegespreis zum mantischen Symbol

    Schlußbetrachtung: Gewebe, Zeichen und Kommunikation
    - Anmerkungen
    - Bibliographie
    - Register