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Lebendiges Gedächtnis

Die Geschichte der österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück

Helga Amesberger, Kerstin Lercher

Buch (Kunststoff-Einband)
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Beschreibung

Ehemalige Häftlinge des KZ Ravensbrück bildeten die Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück (ÖLGR). 1947, vor 60 Jahren, gründeten sie jenen Verein, der der erste seiner Art in Österreich und 'Vorbild' für später gegründete Lagergemeinschaften war. Es waren 60 aktive Jahre, die von nationalen wie internationalen politischen sowie kulturellen Veränderungen im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Österreichs und den Verfolgten des NS-Regimes gekennzeichnet und geprägt waren. Die Lagergemeinschaft verstand sich von Anfang an als eine politische überparteiliche Vereinigung ehemaliger Häftlinge des KZ Ravensbrück. Sie sah und sieht ihre Aufgaben in der Interessensvertretung für Überlebende und deren Angehörige, im Bereich der politischen Bildung, im Gedenken an die Verbrechen der nationalsozialistischen Herrschaft, in der Erhaltung der Lagergemeinschaft sowie in der internationalen Vernetzung mit ähnlichen Organisationen.
Zivilgesellschaftliche Organisationen wie die ÖLGR bewegen sich in einem politisch-ideologisch umkämpften Raum, in dem um historische 'Wahrheiten', um die hegemonialen Deutungsmuster zur nationalsozialistischen Vergangenheit gerungen wird. Vor diesem Hintergrund analysieren die Autorinnen die Aktivitäten und Aufgaben der Lagergemeinschaft, beleuchten die Wirkungsweise ihres politischen Engagements sowie die internen Widersprüche und Konflikte, aber auch, inwiefern der Verein mit seinen Tätigkeiten das 'negative (weibliche) Gedächtnis' repräsentiert(e) bzw. als 'Feigenblatt' für das Nachkriegsösterreich, fungierte, das sich seiner Täterschaft nicht stellte.

Helga Amesberger, Ethnologin und Soziologin, ist seit 1993 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Konfliktforschung (IKF) Wien und hat u. a. beim "ZeitzeugInnen-Projekt Mauthausen" mitgearbeitet; sie ist Gründungsmitglied der ARGE Wiener Ethnologinnen. Kerstin Lercher studierte Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Seit 2006 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Konfliktforschung in Wien mit den Forschungsschwerpunkten Frauen und NS-Verfolgung, Migration, Integration und Rassismus.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 01.02.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85476-254-6
Verlag Mandelbaum
Maße (L/B/H) 23,7/15,5/1,3 cm
Gewicht 252 g
Auflage 1. Auflage

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