Entfernte Verwandte

Commissario Laurenti ahnt Böses. Proteo Laurenti 11

Proteo Laurenti Band 11

Veit Heinichen

(3)
Hörbuch-Download (MP3)

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

€ 20,60

Accordion öffnen
  • Entfernte Verwandte

    Piper

    Sofort lieferbar

    € 20,60

    Piper

eBook (ePUB)

€ 16,99

Accordion öffnen
  • Entfernte Verwandte

    ePUB (Piper)

    Sofort per Download lieferbar

    € 16,99

    ePUB (Piper)

Hörbuch-Download

€ 19,99

Accordion öffnen

Beschreibung

Commissario Laurenti wird in das Dorf Prosecco gerufen. Vor dem Partisanen-Mahnmal auf dem Karst, wo der Opfer der Nazi-Besatzung und des Faschismus gedacht wird, liegt ein Toter. Es gibt Hinweise auf eine Mordserie. Und Laurenti ahnt, dass jemand gekommen ist, um über die Geschichte zu richten. Ausgerechnet in einer Zeit, da der Populismus im Aufwind ist. Die Ermittlungen führen zu den ältesten Bürgern Triests. Vielleicht können ihre Erinnerungen helfen, eine weitere Tat zu verhindern. Doch in der Hafenstadt pflegt jeder seine eigene Wahrheit, und das nächste Opfer ist irgendwo da draußen.
"Laurenti gehört zur Riege der großen Kommissare." DER SPIEGEL

Produktdetails

Verkaufsrang 994
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Family Sharing Ja i
Sprecher Hans Jürgen Stockerl
Spieldauer 613 Minuten
Erscheinungsdatum 29.07.2021
Verlag BONNEVOICE Hörbuchverlag
Fassung ungekürzt
Hörtyp Hörspiel
Sprache Deutsch
EAN 4064067783722

Weitere Bände von Proteo Laurenti

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
0
2
1
0
0

Krieg bedeutet Mord
von Gerhard S. aus Erlangen am 09.09.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Commissario Laurenti - als stur, trotzig und respektlos bekannt - erfährt meist als Letzter von den schlimmsten Ereignissen. Im Dienst wie zu Hause. Er weiß, dass die Geschichte in der komischen Stadt Triest nicht vergeht. Immer wieder bricht die Vergangenheit auf. Frage: Wer wirft gern den ersten Stein?

Heinichen in Bestform
von Manfred Fürst aus Kirchbichl am 02.09.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Entfernte Verwandte“, der elfte Roman, in dem Veit Heinichen seinen Triester Commissario Proteo Laurenti einen komplexen Fall lösen lässt. Nur nach intensiver Jahrelanger Recherche und unzähligen Gesprächen mit Zeitzeugen entstand der Roman, in dem es um eine grenzüberschreitende europäische Thematik geht, die auch tief in die ... „Entfernte Verwandte“, der elfte Roman, in dem Veit Heinichen seinen Triester Commissario Proteo Laurenti einen komplexen Fall lösen lässt. Nur nach intensiver Jahrelanger Recherche und unzähligen Gesprächen mit Zeitzeugen entstand der Roman, in dem es um eine grenzüberschreitende europäische Thematik geht, die auch tief in die fragile Geschichte der Hafenstadt Triest zurückreicht. Der neue Roman führt tief in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück. Ein junges Paar hat Aufzeichnungen einer alten Tante entdeckt; enthalten ist auch eine Liste von angeblichen Kriegsverbrechern und Kollaborateuren, die während der deutschen Besetzung von Stadt und Region nach dem Sturz Mussolinis ihr Unwesen getrieben hatten. Eleonora Rota und Nicola Tapisin, die "entfernten Verwandten" der Tante, wollen nun für die alte Frau Rache nehmen und töten die noch lebenden italienischen und auch deutschen Täter bzw. deren Nachkommen mithilfe einer extrem effektiven Kampfarmbrust, was bei den Ermittlern allgemeine Verwirrung erzeugt. Die zunächst zusammenhanglos erscheinenden Morde von Monaco über den Karst bis nach Triest kommen erst mühsam durch die Recherche Laurentis in einen sinnvollen historischen Zusammenhang. Heinichen lebt seit fünfundzwanzig Jahren in Triest und hat das Triester Lebensgefühl komplett absorbiert. Das reicht von der Kulinarik, die diesmal sogar vage nachkochbare Ein-Satz-Kochrezepte enthält (Pasta Paccheri mit Sardellenfilets, Knoblauch, Peperoncini, Kapern und gerösteten Semmelbröseln), über den Wein (Rosso Celtico von Moschioni) bis hin zur Triester Malerei des 19. Jahrhunderts (Isidoro Grünhut, 1862–1896). „Die Vergangenheit, die nie vergeht steigt wieder an die Oberfläche wie eine vor langer Zeit vom Meer verschluckte Wasserleiche“ (Zitat). Das Cover könnte auf einem Reiseführer für TRIESTE entstammen: Im Zentrum die katholische Kirche Sant’Antonio Taumaturgo, zwischen 1823 und 1849 im neoklassischen Stil erbaut. Die runde Kuppel thront in der Mitte über dem fast 100 Meter langen Hauptschiffes. Sie ist das größte katholische Gotteshaus Triests.

Mehr Geschichte, weniger Krimi ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Graz am 28.08.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe versucht mich zu erinnern, wann ich meinen ersten Laurenti gelesen habe. Auch wenn es mittlerweile schon der elfte Fall ist, hat Veit Heinichen nicht jedes Jahr ein neues Buch geschrieben. So gesehen begleite ich diese Buchreihe (oder sie mich?) schon ein ganzes Stück meines Lebens. Jetzt einen neuen Laurenti zu lesen, ... Ich habe versucht mich zu erinnern, wann ich meinen ersten Laurenti gelesen habe. Auch wenn es mittlerweile schon der elfte Fall ist, hat Veit Heinichen nicht jedes Jahr ein neues Buch geschrieben. So gesehen begleite ich diese Buchreihe (oder sie mich?) schon ein ganzes Stück meines Lebens. Jetzt einen neuen Laurenti zu lesen, fühlt sich entsprechend fast ein bisschen wie ein Nachhausekommen an, treue Leser:innen wissen nach der langen Zeit einfach, was sie bekommen. Hier bekommt man im Allgemeinen ein ausgezeichnet recherchiertes Buch, dass die Zusammenhänge von Politik, Wirtschaft und Geschichte in der Region aufzeigt – im Guten wie im Schlechten. Die Figur des Laurenti ist dabei der Aufhänger für einen eher ruhig erzählten Krimi, in dessen Verlauf sich genau diese Zusammenhänge den Leser:innen erschließen. Dabei ist der Commissario ist ein Familienmensch, der es liebt, gut zu essen und zu trinken. Aus diesem Mix ergibt sich in der Regel eine Geschichte, auf dessen Spuren Fans schon seit Jahren Triest und seine Umgebung sowohl geografisch als auch kulinarisch erforschen können. Auch dieses Mal bleibt der Autor seinem Schema treu, der Auslöser für die Handlung liegt dieses Mal aber weit in der Vergangenheit – genauer gesagt in der Zeit zwischen 1943 und 1945, als die Nazis auf triestinischem Boden ein Vernichtungslager angelegt haben, das auch heute noch als einziges KZ auf italienischem Boden gilt. Eine Tatsache, die mir tatsächlich vor dem Lesen des Buchs nicht bewusst war. Das fragliche Gebäude steht aber heute noch in der Nähe des Hafens und kann auch besichtigt werden – das nur als kleiner Exkurs :). Während Laurenti mit neuen und alten Kolleg:innen ermittelt, werden einzelne Passagen immer wieder aus der Sicht der Täter:innen erzählt, die auf ein altes Tagebuch zurückgreifen, in denen die Zeit der Gräuel in und um Triest beschrieben wird. Grundsätzlich sind diese Teile sehr interessant, man lernt einiges über die Ereignisse dieser Zeit in der Region. Allerdings nimmt das der Geschichte leider auch einen großen Teil der Spannung, da bekannt ist, wer die beiden Personen sind und was sie antreibt. Das Motiv empfinde ich in diesem Kontext als eher schwach, es ist nichts, was einem nicht in irgendeiner Form schon einmal in einem anderen Krimi begegnet ist. Trotzdem macht das Buch wieder einmal Lust, in Gedanken durch die Straßen von Triest zu streifen, bei der Gran Malabar auf ein Glas Wein vorbeizuschauen, auf der Piazza Unità zu sitzen und virtuell Laurentis Spuren in der Stadt zu folgen. Wenn Heinichen etwas beherrscht, dann das Lebensgefühl dieser Stadt zu transportieren, inklusive der Eigenheiten der Triestiner, die Heinichen im Zusammenhang mit Laurentis Familie immer wieder so vortrefflich porträtiert. Langjährige Fans werden außerdem die eine oder andere Anspielung auf frühere Erlebnisse Laurentis in diesem Buch entdecken, auch wenn das Buch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Liebgewonnene Figuren wie Marietta, Laurentis Sekretärin, Chefinspektorin Pina Cardareto oder Ziva Ravno, die kroatische Staatsanwältin, haben hier ebenfalls wieder ihren Auftritt und unterstützen Laurenti bei seiner Arbeit. Mein Fazit: Als langjährige Leserin von Heinichens Büchern war es mir eine echte Freude, wieder einmal in einen neuen Laurenti abtauchen zu dürfen. Die Vermischung zwischen Geschichte, Politik, Wirtschaft und triestinischem Lebensgefühl versteht der Autor wie kein anderer zu porträtieren. Der Krimi-Aspekt tritt dieses Mal in meinen Augen aber noch deutlicher als früher in den Hintergrund.


  • artikelbild-0
  • Entfernte Verwandte

    Entfernte Verwandte