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Klonk! / Scheibenwelt Bd.30

Ein Scheibenwelt-Roman

Scheibenwelt Band 30

Terry Pratchett

(9)
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Beschreibung

„Klonk!“ So klang es, als Zwergenaxt auf Trollkeule traf, damals, bei der historischen Schlacht von Koomtal. Und wenn Sam Mumm, Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork, nicht schleunigst den Mord an einem stadtbekannten Zwerg und Aufrührer aufklärt, droht sich die Geschichte zu wiederholen. Diesmal aber direkt vor seiner Haustür. Also geht Sam Mumm noch der winzigsten Spur nach und stellt sich tapfer der Dunkelheit entgegen, während allenthalben Fanatiker die Kriegstrommeln rühren …

• 2008 feiert die Scheibenwelt ihr 25-jähriges Jubiläum und Terry Pratchett seinen 60. Geburtstag mit einer Tour durch Europa.

"'Klonk' gehört zu den besten Büchern des Jahres." Main-Echo

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 410
Erscheinungsdatum 13.05.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-46666-5
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 19/12,1/3,2 cm
Gewicht 335 g
Originaltitel Thud!
Übersetzer Andreas Brandhorst
Verkaufsrang 31700

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Oberhausen am 13.06.2018
Bewertet: anderes Format

In "Klonk!" thematisiert Pratchett religiösen Fundamentalismus, Verblendung und Rassismus. Ganz nebenbei bekommt der Mysterienwahn rund um die Dan-Brown-Bücher eins auf den Deckel.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein witziger Fantasyroman aus der Scheibenwelt. Mit typischen britischen Humor und satirischen Seitenhieben. Spannend und unterhaltsam geschrieben. Ein großes Lesevergnügen.

von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Wieder einmal muss Sam Mumm den Frieden erhalten. Ernsthafte Momente, zutiefst menschliche Situationen und der gewohnt skurrile und rabenschwarze Humor ergänzen sich herrlich!


  • Artikelbild-0
  • Das Erste, was Tak tat, er schrieb sich selbst. Das Zweite, was Tak tat, er schrieb die Gesetze. Das Dritte, was Tak tat, er schrieb die Welt. Das Vierte, was Tak tat, er schrieb eine Höhle. Das Fünfte, was Tak tat, er schrieb eine Geode, ein Ei aus Stein.

    Und im Zwielicht des Höhleneingangs öffnete sich die Geode, und die Brüder waren geboren.
    Der erste Bruder ging zum Licht und stand unter dem offenen Himmel. So wurde er zu groß. Er war der erste Mensch. Er fand keine Gesetze und ward erleuchtet.
    Der zweite Bruder ging zur Dunkelheit und stand unter einer Decke aus Stein. So bekam er die richtige Größe. Er war der erste Zwerg. Er fand die von Tak geschriebenen Gesetze und ward erdunkelt.
    Aber etwas von Taks lebendigem Geist war im aufgebrochenen Steinei gefangen und wurde zum ersten Troll. Ein Wesen, das ungebeten und unerwünscht durch die Welt wandert, ohne Seele oder Zweck, ohne Begreifen oder Verstehen. Es fürchtet Licht und Dunkelheit und wankt für immer im Zwielicht; es weiß nichts, lernt nichts, erschafft nichts, ist nichts ...
    Aus »gd Tak 'gar« (Die Dinge, die Tak schrieb), übers. v. Prof. W. W. W. Wildblut, Verlag der Unsichtbaren Universität, 8 AM$. Im Original scheint der letzte Absatz des zitierten Textes später von einem anderen Autor hinzugefügt worden zu sein.

    Er den kein Berg zerschmettert nicht
    Er den die Sonne aufhält nicht
    Er den kein Hammer bricht nicht
    Er der Feuer fürchtet nicht
    Er der hebt Kopf über sein Herz
    Er Diamant
    Übersetzung von Troll-Piktogrammen in einer Basaltplatte, die man im tiefsten Stollen der Sirupminen von Ankh-Morpork fand, in einem schätzungsweise fünfhunderttausend Jahre alten Felsmelassenflöz.

    Klonk!
    So klang es, als die schwere Keule den Kopf traf. Der Körper zuckte und sackte in sich zusammen.
    Und es war vollbracht, ungehört, ungesehen: das perfekte Ende, eine perfekte Lösung, eine perfekte Geschichte.
    Aber, wie die Zwerge sagen: Wo es Ärger gibt, findet man immer einen Troll.
    Der Troll sah.

    Es war ein perfekter Morgen. Er wusste, dass es bald ein ganz und gar nicht perfekter Tag werden würde, aber für ein paar kurze Minuten konnte er sich etwas anderes vormachen.
    Sam Mumm rasierte sich. Es war sein täglicher Akt des Trotzes, eine Bestätigung dafür, dass er der ... nun ja, eben der einfache Sam Mumm war.
    Zugegeben, er rasierte sich in einer Villa, und während er sich rasierte, las ihm sein Butler aus der Times vor, aber das waren nur die ... Umstände. Der Mann, der ihn aus dem Spiegel ansah, blieb Sam Mumm. Es wäre ein wirklich schlechter Morgen, wenn er dort den Herzog von Ankh sähe. »Herzog« war nur eine Tätigkeitsbeschreibung.
    »Die meisten Nachrichten betreffen die gegenwärtige ... Zwergensituation, Herr«, sagte Willikins, als Mumm die schwierige Stelle unter der Nase in Angriff nahm. Er benutzte noch immer das offene Rasiermesser seines Großvaters. Auch das diente ihm als Realitätsanker. Außerdem war der Stahl viel besser als der, den man heutzutage bekam. Sybil, die sich durch eine seltsame Begeisterung für moderne technische Spielereien auszeichnete, schlug ihm immer wieder vor, sich einen dieser neuen Rasierapparate anzuschaffen, mit einem kleinen magischen Kobold drin, der mit einer Schere ganz schnell schnitt. Aber davon wollte Mumm nichts wissen. Niemand außer ihm selbst durfte eine scharfe Klinge auch nur in die Nähe seines Gesichts bringen.
    »Koomtal, Koomtal«, brummte er sein Spiegelbild an. »Gibt es nichts Neues?«
    »Nicht in dem Sinne, Herr«, sagte Willikins und blätterte zur ersten Seite zurück. »Es wird über die Rede von Grag Schinkenbrecher berichtet. Anschließend kam es zu Unruhen, heißt es. Mehrere Zwerge und Trolle wurden verletzt. Führende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben zu Ruhe aufgefordert.«
    Mumm schüttelte den Seifenschaum vom Rasiermesser. »Ha! Na klar haben sie das. Sag mir, Willikins: Warst du als Junge an vielen Raufereien beteiligt? Warst du Mitglied bei einer Bande oder so was?«
    »Ich hatte die Ehre, zu den Unverschämten Jungs der Betrug-und-Schwindel-Straße zu gehören, Herr«, antwortete der Butler.
    »Im Ernst?«, erwiderte Mumm beeindruckt. »Das waren ziemlich harte Kerle, wenn ich mich recht entsinne.«
    »Danke, Herr«, sagte Willikins sanft. »Ich kann voller Stolz darauf hinweisen, dass ich mehr ausgeteilt als eingesteckt habe, wenn es nötig wurde, mit den jungen Männern von der Seilstraße die Frage umstrittener Revierbereiche zu diskutieren. Stauerhaken waren ihre Lieblingswaffen, soweit ich weiß.«
    »Und deine?«, fragte Mumm gespannt.
    »Eine Mützenkrempe mit scharf geschliffenen Münzen, Herr. Eine gute Hilfe, wenn es brenzlig wird.«
    »Bei den Göttern, Mann! Mit so einem Ding zu hantieren kann schnell ins Auge gehen.«
    »Wenn man es geschickt anstellt, ja«, sagte Willikins und faltete sorgfältig ein Handtuch zusammen.
    Und hier stehst du jetzt, in deiner Nadelstreifenhose und der Butlerjacke, glänzend wie Schmalz und fett wie Butter, dachte Mumm, während er unter seinen Ohren alles in Ordnung brachte. Und ich bin Herzog. Das Leben ist voller Überraschungen.
    »Und hast du jemals gehört, wie jemand zu Unruhe aufgefordert hat?«, fragte er. »Nie, Herr.«
    »Ich auch nicht. So was passiert nur in Zeitungen.« Mumm blickte auf den Verband an seinem Arm. Es war ziemlich unruhig gewesen.
    »Steht in dem Artikel, dass ich persönlich eingegriffen habe?«, fragte er.
    »Nein, Herr. Aber hier steht, dass rivalisierende Gruppen in den Straßen durch die wackeren Bemühungen der Wache auseinander gehalten wurden.«
    »Haben sie wirklich das Wort >wacker»Das haben sie tatsächlich, Herr.«
    »Gut«, brummte Mumm mit widerstrebender Zufriedenheit. »Wird auch erwähnt, dass zwei Wächter zum Gratishospital gebracht werden mussten und einer von ihnen recht schwer verletzt war?«
    »Unerklärlicherweise nicht, Herr«, sagte der Butler.
    »Hm. Typisch. Wie dem auch sei ... Lies weiter.«
    Willikins hüstelte höflich. »Vielleicht möchtest du das Rasiermesser senken, bevor du die nächste Nachricht hörst, Herr. Der kleine Schnitt letzte Woche hat mir Schwierigkeiten mit Ihrer Ladyschaft eingebracht.«
    Mumm beobachtete, wie sein Spiegelbild seufzte und das Rasiermesser sinken ließ. »Also gut, Willikins. Ich bin auf das Schlimmste gefasst.«
    Hinter ihm wurde professionell mit der Zeitung geraschelt. »Die Schlagzeile auf Seite drei lautet: >Ein Vampir für die Wache?»Verdammt! Wer hat ihnen davon erzählt?«
    »Ich weiß es nicht, Herr. Hier steht, dass du nichts von Vampiren in der Wache hältst, heute aber mit einem Rekruten sprechen wirst. Es heißt, deswegen gebe es eine große Kontroverse.«
    »Blättere bitte zur achten Seite«, sagte Mumm. Hinter ihm raschelte die Zeitung erneut.
    »Nun?«, fragte er. »Dort bringen sie meistens ihre dumme politische Karikatur.«
    »Hast du das Rasiermesser gesenkt, Herr?«, erkundigte sich Willikins.
    »Ja!«
    »Vielleicht solltest du außerdem einen Schritt vom Waschbecken zurücktreten, Herr.«
    »Sie zeigt mich, nicht wahr?«, fragte Mumm grimmig.
    »In der Tat, Herr. Die Karikatur präsentiert einen kleinen, nervösen Vampir und, wenn ich das sagen darf, eine überlebensgroße Darstellung von dir, die sich über den Schreibtisch beugt, mit einem Holzpflock in der rechten Hand. Die Bildunterschrift lautet: >Hast du das Herz am rechten Fleck?»Ja, ich kann den Versuch, humorvoll zu sein, unschwer erkennen«, sagte Mumm müde. »Besteht die Möglichkeit, dass du Sybil zuvorkommst und das Original kaufst? Jedes Mal, wenn die Zeitung eine Karikatur von mir bringt, besorgt sie sich das Original und hängt es in der Bibliothek auf!«
    »Herr, äh, Fizz trifft dich sehr gut, Herr«, räumte der Butler ein. »Und leider muss ich sagen, dass Ihre Ladyschaft mich bereits angewiesen hat, für sie das Büro der Times aufzusuchen.«
    Mumm stöhnte.
    »Das ist noch nicht alles, Herr«, fuhr Willikins fort. »Ihre Ladyschaft hat mir aufgetragen, dich daran zu erinnern, dass sie und der junge Sam dich um Punkt elf im Atelier von Sir Joshua erwarten, Herr. Wie ich hörte, befindet sich das Gemälde in einer wichtigen Phase.« »Aber ich ...«
    »Sie hat sich sehr klar ausgedrückt, Herr. Sie meinte, wenn sich der Kommandeur der Polizei nicht einmal freinehmen kann, wer dann?«