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In freiem Fall / Avvocato Guido Guerrieri Bd.2

Ein Fall für Avvocato Guerrieri 2 - Roman

Avvocato Guido Guerrieri Band 2

Gianrico Carofiglio

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Beschreibung


Der zweite Guido-Guerrieri-Roman aus der Feder des ehemaligen Mafiajägers

Niemand in Bari will Martina Fumai dabei helfen, ihren gewalttätigen Exfreund vor Gericht zu bringen, denn er ist der Sohn eines mächtigen Richters. Auch Guido Guerrieri weiß, dass dies das Ende seiner Karriere bedeuten könnte. Und doch kann er der Versuchung des scheinbar aussichtslosen Falls nicht widerstehen – ebenso wenig wie der Faszination von Schwester Claudia, der Leiterin des Frauenhauses, in dem Martina wohnt. Die Jeans und Lederjacke tragende Nonne hilft Guerrieri bei seinen Ermittlungen – und birgt auch selbst ein schreckliches Geheimnis …

"Gianrico Carofiglio setzt in der Kriminalliteratur neue Maßstäbe."

Gianrico Carofiglio wurde 1961 in Bari geboren und arbeitete in seiner Heimatstadt viele Jahre als Antimafia-Staatsanwalt. 2007 war er als Berater des italienischen Parlaments für den Bereich organisierte Kriminalität tätig. Von 2008 bis 2013 war Gianrico Carofiglio Mitglied des italienischen Senats. Berühmt gemacht haben ihn vor allem seine Romane um den Anwalt Guido Guerrieri. Carofiglios Bücher feierten sensationelle Erfolge, wurden bisher in 27 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen literarischen Preisen geehrt, u.a. mit dem Radio Bremen Krimipreis 2008. Er lebt mit seiner Familie in Bari.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 220
Erscheinungsdatum 07.07.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-46708-2
Reihe Ein Fall für Avvocato Guerrieri 2
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,5/11,8/1,7 cm
Gewicht 187 g
Originaltitel Ad occhi chiusi
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Claudia Schmitt

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Band 2
von Blacky am 22.03.2014

Inhalt: Verzweifelt sucht Martina Fumai nach einem Anwalt. Doch niemand will sie vor Gericht vertreten. Denn der Mann, der Martina heimlich verfolgt und misshandelt, ist der Sohn eines gefürchteten Richters. Niemand in Bari würde es wagen, sich gegen ihn zu stellen. Niemand – bis auf einen. Avvocato Guido Guerrieri ist sofort b... Inhalt: Verzweifelt sucht Martina Fumai nach einem Anwalt. Doch niemand will sie vor Gericht vertreten. Denn der Mann, der Martina heimlich verfolgt und misshandelt, ist der Sohn eines gefürchteten Richters. Niemand in Bari würde es wagen, sich gegen ihn zu stellen. Niemand – bis auf einen. Avvocato Guido Guerrieri ist sofort bereit, Martina zu helfen. Nicht zuletzt deshalb, weil er von der jungen Frau fasziniert ist, die ihn in Martinas Namen um Hilfe bittet: Gekleidet in Jeans und schwarze Lederjacke stellt sie sich ihm als »Schwester Claudia« vor. Von nun an begleitet die jedem Klischee widersprechende Nonne den Anwalt bei seinen Ermittlungen. Und Guido Guerrieri findet nach und nach nicht nur heraus, wie er gegen Martinas psychopathischen Exfreund vorgehen muss, sondern auch, welches Geheimnis die rätselhafte Claudia umgibt … Ein sehr interessanter Krimi, der aus der Perspektive des Anwalts der Verteidigung erzählt wird. Guido Guerrieri ist eine faszinierende Persönlichkeit. Er greift zu Mitteln auf die nicht jeder kommen würde. Für mich war es der erste Krimi von Gianrico Carofiglio wird aber definitiv nicht der letzte sein. Reihenfolge der Guido-Guerrieri-Reihe: 1. Reise in die Nacht 2. In freiem Fall 3. Das Gesetz der Ehre Rezension 4. In ihrer dunkelsten Stunde

Mafia-Jäger, Jurist, Autor
von einer Kundin/einem Kunden aus Kleve am 19.11.2011

Ein Krimi aus der Feder des Anti-Mafia-Staatsanwaltes in Bari – hier merkt man ganz deutlich die Kenntnisse eines Mafia-Jägers und Juristen. „In freiem Fall“ ist der zweite Gerichtskrimi mit Guido Guerrieri, Avvocato in Bari. Im scheinbar aussichtslosen Kampf Martina Fumoi´s gegen ihren gewalttätigen Exfreund, Sohn eines mäc... Ein Krimi aus der Feder des Anti-Mafia-Staatsanwaltes in Bari – hier merkt man ganz deutlich die Kenntnisse eines Mafia-Jägers und Juristen. „In freiem Fall“ ist der zweite Gerichtskrimi mit Guido Guerrieri, Avvocato in Bari. Im scheinbar aussichtslosen Kampf Martina Fumoi´s gegen ihren gewalttätigen Exfreund, Sohn eines mächtigen Richters, riskiert der Avvocato seine Karriere, um Gerechtigkeit zu erreichen. Nicht zuletzt, weil er der attraktiven und geheimnisvollen Nonne Claudia nicht widerstehen kann, die Martina beisteht und ihr Zuflucht im Frauenhaus gewährt hat. Ein schier aussichtsloser Kampf David gegen Goliath, ein Gerichtsdrama eines Insiders; klug, vielschichtig (so hat auch Claudia ein schreckliches Geheimnis zu verbergen), spannend - einfach gut.

Ein Kleinod unter den Krimis!
von Christine Meurer aus Leverkusen am 04.10.2009

Guido Guerrieri ist Anwalt in Bari/ Italien, um sein Privatleben steht es gerade nicht zum Besten und nun gilt es auch noch, sich mit den ganz Großen anzulegen. Carofiglios Krimis sind geprägt von menschlichen Schicksalen. An der Seite des sympathischen, melancholischen Anwalts sieht man hinter die Kulissen und begreift... Dur... Guido Guerrieri ist Anwalt in Bari/ Italien, um sein Privatleben steht es gerade nicht zum Besten und nun gilt es auch noch, sich mit den ganz Großen anzulegen. Carofiglios Krimis sind geprägt von menschlichen Schicksalen. An der Seite des sympathischen, melancholischen Anwalts sieht man hinter die Kulissen und begreift... Durch die Ich-Perspektive erhalten die Romane eine intensive Authenzität, sie sind sprachlich hervorragend und verzichten auf alles Reißerische. Sehr empfehlenswert!

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  • Niemand hört wirklich auf zu rauchen.
    Man unterbricht bestenfalls. Für ein paar Tage. Oder Monate, oder auch Jahre. Aber wirklich aufhören, das tut keiner. Die Zigarette ist immer auf der Lauer. Es kann vorkommen, dass sie mitten in einem Traum auftaucht, fünf oder zehn Jahre, nachdem du "aufgehört" hast.
    Dann fühlst du ihr Papier zwischen den Fingern; hörst das leise, dumpfe, beruhigende Geräusch, das sie macht, wenn du mit ihr auf die Schreibtischplatte klopfst; spürst, wie deine Lippen den ockerfarbenen Filter berühren; hörst das Streichholz über die Reibfläche kratzen und siehst die blaugelbe Flamme vor dir aufleuchten.
    Du spürst sogar, wie der Rauch in deine Lungen eindringt, siehst, wie er sich zwischen den Akten, Büchern und der Kaffeetasse vor dir ausbreitet.
    Und genau in diesem Moment wachst du auf. Und denkst, dass eine Zigarette, eine einzige, eigentlich keinen Unterschied macht. Dass du sie dir ruhig anstecken könntest, für den Notfall liegt ja immer ein Päckchen in der Schreibtischschublade oder sonst irgendwo. Aber du weißt natürlich, dass es so nicht laufen würde. Dass du dir nach der ersten die zweite anzünden würdest, und dann noch eine und noch eine. Manchmal schafft man es, manchmal nicht. Aber egal, wie es läuft, in diesen Momenten wird dir klar, dass der Ausdruck "mit dem Rauchen aufhören" völlig abstrakt ist. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Abgesehen von Träumen gibt es natürlich auch konkretere Auslöser. Alpträume, zum Beispiel.
    Ich hatte schon vor ein paar Monaten mit dem Rauchen aufgehört.
    Ich kam gerade vom Gericht zurück, wo ich die Akte eines Verfahrens eingesehen hatte, bei dem ich die Nebenkläger vertreten sollte. Und ich hatte schreckliche Lust, in den erstbesten Tabakladen zu gehen, mir eine Packung starke, beißende Zigaretten zu kaufen - gelbe MS, etwa - und zu rauchen, bis es mir die Lungen zerriss.
    Der Auftrag kam von den Eltern eines kleinen Mädchens, das einem Pädophilen ins Netz gegangen war. Er war zur Schule der Kleinen gegangen, hatte sie angesprochen, und sie war ihm gefolgt. Hand in Hand waren sie im Eingang eines alten Mietshauses verschwunden. Die Hausmeisterin der Schule hatte die Szene mitbekommen und war ihnen gefolgt. Als sie das Haus betrat, war das Schwein gerade dabei, seinen Hosenschlitz am Gesicht des Kindes zu reiben, das die Augen zudrückte und ganz still war.
    Auf das laute Schreien der Frau hin war der Kerl abgehauen, freilich nicht, ohne vorher den Mantelkragen hochzuklappen. Ein simples, aber effizientes Mittel, um nicht erkannt zu werden. Tatsächlich hatte die Hausmeisterin sein Gesicht nicht richtig gesehen.
    Als das Kind später mit Hilfe einer erfahrenen Psychologin angehört wurde, stellte sich heraus, dass es nicht das erste Mal gewesen war. Und auch nicht das zweite oder dritte Mal.
    Die Polizei leistete ganze Arbeit, sie identifizierte den Triebtäter und lichtete ihn heimlich ab. Vor dem Gemeindeamt, wo er arbeitete und als vorbildlicher Angestellter galt. Das kleine Mädchen erkannte ihn wieder. Mit klappernden Zähnen deutete sie auf das Foto und wandte den Blick sofort wieder ab.
    Bei seiner Verhaftung fanden die Polizisten eine ganze Sammlung von Fotos. Horrorbilder.
    Die Bilder, die ich an diesem Morgen in der Akte gesehen hatte.
    Ich hatte Lust, jemandem die Fresse einzuschlagen. Dem Schwein, nach Möglichkeit. Oder seinem Anwalt. Der hatte doch tatsächlich geschrieben: "Die Aussagen des Mädchens gehen auf krankhafte vorpubertäre Phantasien zurück und entbehren jeglicher Glaubwürdigkeit". Ich hätte ihm wirklich gerne die Fresse eingeschlagen. Ich hätte sie auch gerne dem Haftrichter eingeschlagen, der den Pädophilen lediglich unter Hausarrest gestellt hatte. In der Begründung für diese Entscheidung hieß es: "Um einer möglichen Wiederholung der Tat, deren der Beschuldigte verdächtigt wird, vorzubeugen, wird es, trotz der Schwere des Vorgefallenen, für ausreichend erachtet, die persönliche Freiheit des Beschuldigten in Form von Hausarrest einzuschränken."
    Er hatte Recht. Rein technisch hatte er Recht, das wusste ich, schließlich war ich Anwalt. Oft genug hatte ich dieses Prinzip selbst geltend gemacht. Für meine Mandanten - Einbrecher, Diebe, Betrüger, Bankrotteure. Auch für den einen oder anderen Drogenhändler.
    Nicht aber für Kinderschänder.
    Wie dem auch sei, ich wollte irgendjemandem die Fresse einschlagen.
    Oder rauchen.
    Oder sonst irgendetwas tun, bloß nicht ins Büro zurückgehen und arbeiten.

    Ich ging aber doch ins Büro zurück und arbeitete bis zum späten Nachmittag durch, ohne Pause, nicht einmal, um kurz etwas zu essen. Danach sagte ich Maria Teresa, ich hätte noch etwas Dringendes zu erledigen, und ging in meine Stammbuchhandlung.
    Dort wanderte ich bis Ladenschluss zwischen den Regalen umher und verließ als Letzter das Geschäft. Der Rollladen war bereits halb heruntergelassen, die Angestellten standen in Reih und Glied neben der Kasse und blickten mich unfreundlich an.

    Ich klingelte an Margheritas Tür und wartete, dass sie mir aufmachte.
    Obwohl ich den Schlüssel zu ihrer Wohnung hatte, benutzte ich ihn fast nie. Und sie tat dasselbe mit meiner Wohnung, die zwei Stockwerke tiefer lag.
    Jeder von uns hatte seine Wohnung beibehalten, mit den Büchern, den Postern, den Schallplatten und allem Übrigen - insbesondere der Unordnung, was mein Appartement betraf.
    Margheritas Wohnung war im Dachgeschoss, groß, schön und aufgeräumt. Ohne es mit der Aufgeräumtheit zu übertreiben. Die Aufgeräumtheit eines Menschen, der sein Leben im Griff hat. In unserer Beziehung hatte sie das Sagen, aber mir war es recht.
    Die einzige Veränderung, die wir vorgenommen hatten, betraf ihre Wohnung und bestand im Kauf eines riesigen Bettes, des größten, das zu finden gewesen war. Es stand jetzt in ihrem Schlafzimmer. Für meine persönlichen Dinge hatte sie mir eine Ecke in ihrem Kleiderschrank abgetreten, außerdem belegte ich ein Regalbrett im Bad. Mehr nicht.
    Häufig schlief ich bei ihr. Wenn auch nicht immer. Manchmal hatte ich Lust, bis tief in die Nacht fernzusehen, was allerdings immer seltener vorkam; manchmal wollte ich bis tief in die Nacht lesen. Manchmal war sie es, die alleine schlafen wollte, ohne jemanden in ihrer Nähe zu haben. Manchmal ging einer von uns beiden mit seinen Freunden aus. Manchmal blieb ich in meiner Wohnung, weil Margherita beruflich unterwegs war. Wenn sie weg war, ging ich nie in ihre Wohnung. Sie fehlte mir immer schon nach wenigen Stunden.