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Ministerium der Träume

Hengameh Yaghoobifarah

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Beschreibung

Als die Polizei vor ihrer Tür steht, bricht für Nas eine Welt zusammen: ihre Schwester Nushin ist tot. Autounfall, sagen die Beamten. Suizid, ist Nas überzeugt. Gemeinsam haben sie alles überstanden: die Migration nach Deutschland, den Verlust ihres Vaters, die emotionale Abwesenheit ihrer Mutter, Nushins ungeplante Mutterschaft. Obwohl ein Kind nicht in ihr Leben passt, nimmt Nas ihre Nichte auf. Selbst als sie entdeckt, dass Nushin Geheimnisse hatte, schluckt Nas den Verrat herunter, gibt alles dafür, die Geschichte ihrer Schwester zu rekonstruieren – und erkennt, dass Nushin sie niemals im Stich gelassen hätte.

"Ministerium der Träume" ist ein Roman über Wahl- und Zwangsfamilie, ein Debüt über den bedingungslosen Zusammenhalt unter Geschwistern, das auch in die dunklen Ecken deutscher Gegenwart vordringt.

Produktdetails

Verkaufsrang 711
Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Susan Zare
Spieldauer 520 Minuten
Erscheinungsdatum 15.02.2021
Verlag Hierax Medien
Format & Qualität MP3, 520 Minuten, 417.36 MB
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783863525033

Kundenbewertungen

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Hengameh Yaghoobifarah - Ministerium der Träume
von Miss.mesmerized am 27.02.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Tod ihrer Schwester und engsten Vertrauten trifft Nasrin unerwartet. Ein Unfall sagt die Polizei, aber war es vielleicht doch eher ein Suizid? Immer wieder ging es Nushin nicht sonderlich gut. Nushins Tochter Parvin hingegen vermutet einen Anschlag hinter der ganzen Sache, wie auch immer sie darauf kommen mag. Die queere Tür... Der Tod ihrer Schwester und engsten Vertrauten trifft Nasrin unerwartet. Ein Unfall sagt die Polizei, aber war es vielleicht doch eher ein Suizid? Immer wieder ging es Nushin nicht sonderlich gut. Nushins Tochter Parvin hingegen vermutet einen Anschlag hinter der ganzen Sache, wie auch immer sie darauf kommen mag. Die queere Türsteherin sieht sich plötzlich als Ersatzmutter einer Teenagerin und gleichzeitig mit der Trauer konfrontiert, die jedoch immer mehr Fragen aufzuwerfen scheint. In Rückblenden wird klar, dass diese nicht von der Hand zu weisen sind. Die beiden Schwestern sind einst mit der Mutter vor dem Terrorregime des Iran, das auch den Mord am Vater veranlasste, nach Deutschland geflüchtet, haben in den 90er den aufkeimenden Hass gegenüber Ausländern live erlebt und gleichzeitig mit ihren eigenen Dämonen kämpfen müssen. Je weiter sich Nasrin von ihrer Nichte entfernt, desto näher rückt sie jedoch der Wahrheit, deren Ursprung genau dort liegt, wo sie nie mehr hin zurückkehren wollte. Hengameh Yaghoobifarah wurde als taz-Kolumnistin bekannt, „Ministerium der Träume“ ist ihr Debütroman. Geschickt verbindet sie dabei die ganz persönlichen Probleme der beiden Schwestern mit politischen Entwicklungen, die wir überwunden glaubten – die Realität der vergangenen Jahre hat uns jedoch wieder eingeholt. Sie reißt auch die Frage auf, wie gut man einen Menschen wirklich kennen und wie nah man sich tatsächlich stehen kann. Nasrin und Nushin wachsen in Lübeck auf, die Mutter ist durch den Verlust des Partners und den nicht leichten Start im fremden Land kaum in der Lage, sich um die beiden Mädchen zu kümmern. Je klarer diesen die Distanz zwischen sich und ihnen deutschen Mitschüler:innen wird, desto näher rücken sie und ihr enger Zirkel an Freunden mit ähnlichem Schicksal zusammen. Erlebnisse, die man keinem Kind wünschen würde, müssen sie durchleiden, Hilfe von Erwachsenen ist Fehlanzeige und so flüchten sie schließlich nach Berlin, um ein Leben nach ihren Vorstellungen in der Großstadtanonymität zu führen. Es ist die queere Szene und jene der Prostitution, in der die beiden Frauen sich zum ersten Mal angenommen fühlen. Der Erzählton ist oft ruppig und rau, passt jedoch ehrvorragend zur Protagonistin, die verzweifelt nach Antworten sucht. Ihre teenagerhafte Rebellion hat sie noch nicht ganz überwunden, obwohl schon die nächste Generation mit identischem Verhalten parat steht. Die junge Nasrin kennt nur zwei Kategorien: wir und die anderen. Auch als Erwachsene kann sie dies nicht ganz ablegen, auch wenn nun die Grenzen an anderer Stelle – bürgerlich vs. queere Lebensweise – verlaufen. Immer wiederkehrende Alpträume zeugen von nicht verarbeiteten Traumata, wirkliche Träume hegt jedoch kaum jemand im Roman. Erfrischend anders einerseits, unbarmherzig und hart andererseits, auf jeden Fall aber bemerkenswert.

von einer Kundin/einem Kunden am 24.02.2021
Bewertet: anderes Format

Ein packender Roman über Integration, Familie und die Liebe zweier Schwestern über den Tod hinaus. Die eine depressiv, die andere queer, beide traumatisiert, geben sie sich gegenseitig Halt. Die Thematik mag sperrig sein, die Story aber ist eindrucksvoll und unwiderstehlich. Top!

Lesen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Gudensberg am 18.02.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Bewegend! Hat man sich durch den ersten Bilderdschungel am Anfang durchgeschlagen werden die Bilder ruhiger aber zerrissener. Man schaut in die Welt der Kinder, die nach Deutschland hineingeworfen werden ohne gefragt worden zu sein. Die Isolation erleben, misslungene Integration und vollkommen überforderte Eltern, die die Kin... Bewegend! Hat man sich durch den ersten Bilderdschungel am Anfang durchgeschlagen werden die Bilder ruhiger aber zerrissener. Man schaut in die Welt der Kinder, die nach Deutschland hineingeworfen werden ohne gefragt worden zu sein. Die Isolation erleben, misslungene Integration und vollkommen überforderte Eltern, die die Kinder zusätzlich isolieren. Der weisse Cis-Leser kann sich dem Sog der Neuen Welt vor der Haustür kaum entziehen, klar kippt es hin und wieder in Klischees und manche Bilder sind platt und abgedroschen, aber warum nicht. Muss diese Welt von der berichtet wird nicht mit den abgeschmackten Bilder der Gegenseite leben? Was am Anfang grell und kreischend – siehe auch das Cover – daher kommt, kommt dem Leser sehr nah und wird eindringlich und wieso nicht auch noch eine Krimihandlung einbauen? Ich denke das Buch können die Annikas und Brigittes gerne lesen – werden sie aber nicht. Alle anderen die sich auf das Buch einlassen, werden nicht enttäuscht werden. Und vielleicht nicht zuviel vorab lesen über die streitbare Autorin :-)

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