Das Buch des Totengräbers

Ein Fall für Leopold von Herzfeldt

Totengräber Band 1

Oliver Pötzsch

(184)
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Beschreibung

Wenn in Wien der Tod umgeht, gibt es nur einen, der ihm alle Geheimnisse entlocken kann 
1893: Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Wiener Zentralfriedhof. Ein schrulliger, jedoch hoch gebildeter Kauz, der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Seine Ruhe wird jäh gestört, als er Besuch vom jungen Inspektor Leopold von Herzfeldt bekommt. Herzfeldt braucht einen Todes-Experten: Mehrere Dienstmädchen wurden ermordet - jede von ihnen brutal gepfählt. Der Totengräber hat schon Leichen in jeder Form gesehen, kennt alle Todesursachen und Verwesungsstufen. Er weiß, dass das Pfählen eine uralte Methode ist, um Untote unter der Erde zu halten. Geht in Wien ein abergläubischer Serientäter um? Der Inspektor und der Totengräber beginnen gemeinsam zu ermitteln und müssen feststellen, dass sich hinter den Pforten dieser glamourösen Weltstadt tiefe Abgründe auftun ...
Wien zur Jahrhundertwende - Bestsellerautor Oliver Pötzsch entführt uns mit diesem spektakulären Mordfall in die dunkelsten Ecken der Stadt

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 31.05.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783843724791
Verlag Ullstein Verlag
Dateigröße 3418 KB
Verkaufsrang 264

Buchhändler-Empfehlungen

Michaela Janu, Thalia-Buchhandlung Kapfenberg

Schauplatz Wien, lange vor unserer Zeit, anders als heute. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeld untersucht die Morde mehrerer Dienstmädchen und eckt mit seinen Ermittlungsmethoden an. Für die Aufklärung arbeitet er mit dem Totengräber zusammen. Spannende Geschichte!

Kundenbewertungen

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Historisch gelungener Kriminalroman mit Wiener Lokalkolorit
von einer Kundin/einem Kunden aus Hambühren am 04.08.2021

Noch bevor Leopold von Herzfeldt seinen ersten Tag bei der Wiener Polizei antritt, begibt er sich sehr zum Ärger seiner neuen Kollegen an einen grausigen Tatort. Eine junge Frau wurde im Prater ermordet und gepfählt, eine Tötungsform, die der Aberglaube für Untote vorgesehen hat. Durch seinen forschen Auftritt mit ungewöhnlichen... Noch bevor Leopold von Herzfeldt seinen ersten Tag bei der Wiener Polizei antritt, begibt er sich sehr zum Ärger seiner neuen Kollegen an einen grausigen Tatort. Eine junge Frau wurde im Prater ermordet und gepfählt, eine Tötungsform, die der Aberglaube für Untote vorgesehen hat. Durch seinen forschen Auftritt mit ungewöhnlichen Tatortsichtungen verscherzt es Leopold sich gleich und landet bei einem scheinbar harmlosen Fall. Lediglich die Verbindung mit der Familie Strauß erfordert ein gewisses Maß an Zurückhaltung bei der Ermittlung. Hätte der kauzige Totengräber des Wiener Zentralfriedhofs Leopold nicht auf Ungereimtheiten hingewiesen, wäre der Fall sicherlich schnell ad acta gelegt worden. Die neu gewonnenen Erkenntnisse decken einen ungeahnten Skandal in höchsten Kreisen auf und Leopold gerät, allein auf sich gestellt, in höchste Gefahr. Oliver Pötzsch ist mit dem Start dieser neuen Serie ein höchst unterhaltsamer, spannender und skurriler Krimiauftakt gelungen. Meine Skepsis ins Jahr 1893 zu springen und einen spannenden Krimi zu lesen, habe ich schnell verworfen. Man fühlt sich sofort ins Wien der Jahrhundertwende versetzt. Mit viel Charme und gut recherchiertem Hintergrundwissen werden die Protagonisten lebendig und auf ihre Art liebenswert skizziert. Mir hat vor allem die junge Telefonistin Julia Wolf gefallen. Die junge Frau kämpft sich mit einer enormen Willensstärke durchs Leben. Sie verbirgt ein Geheimnis, dass ihr die Stelle und damit ihre finanzielle Unabhängigkeit kosten würde. Im Hörbuch glänzt der Sprecher Hans Jürgen Stockerl mit seinem ganz besonderen Wiener Schmäh. Die häufigen Dialektdialoge hätte ich als bekennende Norddeutsche nie im Leben richtig ausgesprochen. Hier war das Lesen und gleichzeitig Hören ein absolutes Highlight. Zitat: "Mein Blut ist so lüftig und leicht wia der Wind, i bin halt an echt's Weanerkind ..." Nicht nur die Handlung mit überraschenden Wendungen und grausigen Vorfällen hat mich in den Bann gezogen. Ganz nebenbei erfährt man viel über die Anfänge der Kriminalistik. Der Einsatz von Hilfsmitteln, um einen Tatort zu sichern und zu dokumentieren, steckt noch in den Kinderschuhen. Erst zögerlich werden Spuren gesichtet und Fotografien erstellt. Interessant ist auch der Almanach für Totengräber, der immer wieder zitiert wird. Augustin Rothmayer, der aus einer Wiener Totengräber-Dynastie stammt, ist der heimliche Held dieses Krimis. Hilft er doch immer wieder mit kleinen Details aus dem Reich der Toten, den Fall nach und nach aufzuklären. Befangen haben mich die Schilderungen über das ärmliche Leben der Menschen gemacht. Wie selbstverständlich ist uns ein Dach über dem Kopf, ein Gehalt, das monatlich gezahlt wird. Die Industrialisierung führte zum Massenansturm auf Städte, denen auch Wien nicht gewachsen war. Wohnraum war knapp und selbst ein Grab konnte selten bezahlt werden. Das kleine Mädchen, das auf dem Friedhof nicht vom Grab ihrer Mutter weicht, ist sehr bewegend beschrieben worden. Für mich ein überraschendes historisches Krimihighlight, das Lust auf Fortsetzung macht.

Spannender Kriminalfall im alten Wien
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 04.08.2021
Bewertet: Taschenbuch

Leopold von Herzfeldt kommt 1893 nach Wien. Er ist ein junger Inspektor, der der neuartigen Kriminalistik sehr zugetan ist. Allerdings verscherzt er es sich direkt zu Beginn mit seinen Kollegen, so dass er hart kämpfen muss, um bei dem aktuellen Fall voranzukommen, denn nicht jeder tritt den neuen Methoden aufgeschlossen gegenüb... Leopold von Herzfeldt kommt 1893 nach Wien. Er ist ein junger Inspektor, der der neuartigen Kriminalistik sehr zugetan ist. Allerdings verscherzt er es sich direkt zu Beginn mit seinen Kollegen, so dass er hart kämpfen muss, um bei dem aktuellen Fall voranzukommen, denn nicht jeder tritt den neuen Methoden aufgeschlossen gegenüber. Und so wird Leopold erst mal ins Abseits gestellt und soll sich um den Selbstmordfall des Halbbruders Johann Strauss‘ kümmern. Die Leiche wäre beinahe auf dem Friedhof ausgegraben und entwendet worden, aber der Totengräber Augustin Rothmayer hat die Diebe auf frischer Tat ertappt. Dadurch wird eine Lawine in Gang gesetzt, die beide nicht für möglich gehalten hätten. Die Charaktere sind äußerst individuell, allen voran natürlich Augustin Rothmayer, aber auch die Personen, die tatsächlich gelebt haben, werden facettenreich dargestellt. Die Umgebung und das Ambiente der damaligen Zeit kann man sich gut vorstellen, vor allem dass die älteren Kollegen Leopolds den neuen Methoden der Kriminalistik skeptisch gegenüberstehen und schon Angst vor einem Blitzlicht des Fotoapparats haben. Leopold kommt ein wenig überheblich daher, weil er auf alles eine Antwort zu haben scheint und durch seine Beobachtungsgabe, die stark an solche Charakterzüge wie die eines Sherlock Holmes erinnern, Dinge bemerkt, die andere übersehen, auf die er sie aber gerne mit der Nase stößt. Sehr schön eingebunden sind die neuen Errungenschaften der damaligen Zeit wie das Fahrrad, noch Sicherheitsniederrad genannt, oder die Fotografie. Die Entwicklung der Technik mit Elektrizität oder Automobilen fing gerade erst an, schreitet aber rasant voran. Das ist unauffällig und selbstverständlich in die Beschreibungen und Lebensweisen integriert, was einen manchmal schmunzeln lässt. Dass manches im Dialekt geschrieben ist, verleiht dem Roman Authentizität, ohne dass es anstrengend beim Lesen wird. Ein Historienkrimi, der den Leser vollumfänglich in das Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts entführt und die Vorfreude auf weitere Fälle mit Leopold und Augustin weckt.

Der Totengräber und der Inspektor
von Rebecca1980 aus Heinsberg am 04.08.2021

Wien 1893: Der junge Inspektor Leopold von Herzfeld, Untersuchungsrichter aus Graz, fängt bei der Wiener Polizei als Inspektor an. Seine modernen Methoden einen Tatort zu untersuchen, stoßen den Kollegen ganz schön aus. Dann spricht er auch noch kein Wienerisch, sondern Hochdeutsch. So findet er sich innerhalb kürzester ... Wien 1893: Der junge Inspektor Leopold von Herzfeld, Untersuchungsrichter aus Graz, fängt bei der Wiener Polizei als Inspektor an. Seine modernen Methoden einen Tatort zu untersuchen, stoßen den Kollegen ganz schön aus. Dann spricht er auch noch kein Wienerisch, sondern Hochdeutsch. So findet er sich innerhalb kürzester Zeit auf dem Abstellgleis wieder und wird mit Laufburschenarbeit und dem Sortieren der Verbrecherkartei hin-gehalten. Schon das Cover ist ein absoluter Eyecatcher. Es ist mir, als Krimi und Thriller Fan sofort ins Auge gefallen. Ein Historienroman gepaart mit einem Krimi und dem Cover, dieses Buch musste ich einfach lesen. Oliver Pötzsch hat nicht nur ein sehr großartiges Cover für sein Buch gewählt, sondern auch seine Charaktere sind in ihrem Wesen sehr unterschiedlich, was dieses Buch sehr authentisch macht. Trotz der Vielfalt der Charaktere hat er es geschafft sie sehr gut zu entwickeln und lebendig werden zu lassen. Der Plot ist von der ersten Seite an bis zum Schluss spannend. Man eifert mit, man leidet mit dem jungen von Herzfeld mit, man spürt die Angst des Mannes, der lebendig begraben wird. Und dann Augustin Rothmayer, Totengräber auf dem Wiener Zentralfriedhof. Er schreibt an einem Almanach für Totengräber und man kann durch das ganze Buch hindurch immer wieder Kapitel daraus lesen. Ich fand es superspannend und informativ und war auch der Meinung, dass es sehr gut in das Buch passt. Es ist sicher nichts für Zartbesaitete, denn man kann dort sowohl über Verwesungsstadien lesen, als auch über die ganzen Insekten, die an den Leichen fressen. Der Schreibstil von Oliver Pötzsch hat mir auch sehr gut gefallen, er ist locker und doch nicht schludrig, leicht zu lesen und doch sehr fesselnd. Für mich die ideale Urlaubslektüre. Man konnte sehr gut die Umbruchsstimmung in Wien spüren, die einen, die an den alten Methoden festhalten wollen und die anderen, die vom Aufbruchfieber gepackt sind und alle neuen Erfindungen ausprobieren wollen und alles gut finden, was mit Fortschritt zu tun hat. Fazit: Ich finde dieses Buch absolut lesenswert. Es ist spannend, gut recherchiert und ich fand es tatsächlich schade, als ich am Ende angelangt bin. Ich hätte noch weiterlesen mögen. Daher von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung und die volle Punktzahl. #9783864931666 #NetGalleyDE

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