Die Beichte einer Nacht

Marianne Philips

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Beschreibung

In einer Nervenklinik vertraut Heleen einer Nachtschwester ihre Lebensgeschichte an. Sie erzählt vom Aufwachsen in einer kinderreichen protestantischen Familie, ihrem gesellschaftlichen Aufstieg, den sie sowohl ihrer eigenen Schönheit als auch ihrem Sinn für Schönes zu verdanken hat. Und sie berichtet von ihrer großen Liebe Hannes und der jüngeren Schwester Lientje, um die sie sich seit dem Tod der Eltern kümmert. Mit ungeahnten Folgen, denn ihrer eigenen Eifersucht kann sie sich nicht entziehen.

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Anna-Lena Zühlke
Spieldauer 361 Minuten
Erscheinungsdatum 28.04.2021
Verlag Diogenes Verlag
Format & Qualität MP3, 361 Minuten, 222.52 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Übersetzer Eva Schweikart
Sprache Deutsch
EAN 9783257693706

Kundenbewertungen

Durchschnitt
60 Bewertungen
Übersicht
41
12
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0

Was vom Leben noch bleibt...
von einer Kundin/einem Kunden aus Perchtoldsdorf am 14.05.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

... ist die Beichte, die Heleen eines Nachts in der Nervenheilanstalt bei der Nachtschwester ablegt. Heleen beichtet in Form eines inneren Monologs, die Nachtschwester scheint aber ohnehin mit ihrer Handarbeit beschäftigt zu sein. Schlicht und sachlich beschreibt die Protagonistin, die in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und per... ... ist die Beichte, die Heleen eines Nachts in der Nervenheilanstalt bei der Nachtschwester ablegt. Heleen beichtet in Form eines inneren Monologs, die Nachtschwester scheint aber ohnehin mit ihrer Handarbeit beschäftigt zu sein. Schlicht und sachlich beschreibt die Protagonistin, die in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und permanent auf ihre neun jüngeren Geschwister aufpassen, die ihre Mutter in regelmäßigen Abständen gebar. Als ihr ihr erster Liebhaber eine feste Anstellung als Verkäuferin in einem Männerbekleidungsgeschäft für einen Hungerlohn verschafft, eist sich Heleen von der Familie los. Ihre Mutter akzeptiert ihre Entscheidung stoisch, ihr Vater sagt ihr den Weg der Gottlosen voraus. Heleen macht das Beste aus ihrer Entscheidung und wird eines Tages vom Direktor des Kaufhauses Camelor abgeworben, für das sie eine Luxusartikel-Abteilung aufbauen sollen. Heleen arbeitet sich rasch die Karriereleiter hinauf und bringt es gar zur Abteilungsleiterin. Schließlich willigt sie in die Ehe mit dem schrulligen Kunstkritiker Charles Gould ein, die ihr aber kein Glück bringt. Als der goldene Käfig sie zu ersticken droht, lässt sie ihn eines Tages sang- und klanglos stehen. Sie nimmt ihre jüngste Schwester Lientje zu sich, da ihre Eltern nicht mehr in der Lage sind, sich um sie zu kümmern. Als Heleen die Bekanntschaft von Hannes, Lientjes Schwimmlehrer macht, ist es um sie geschehen und der Anfang vom tragischen Ende nimmt seinen Lauf... Ich mochte den nüchternen und knappen Erzählstil, mit dem die Autorin Heleen ihr Leben Revue passieren lässt. Immer wieder fragt sie die Nachtschwester, warum sie ihr denn nicht zuhören würde, man solle sie nicht für verrückt erklären. Die Mischung aus Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen, Ruhm, Ansehen, wahre Liebe, Eifersucht und tragischem Ende sind in der Literatur nichts Neues, machen den Roman aber dennoch spannend, als Leser will man unbedingt wissen, auf welches Ende Heleen immer wieder anspielt. Doch die letzten 80 Seiten sind nur noch mühsam: Heleen ertrinkt beinahe in ihrem Selbstmitleid, immer wieder beteuert sie, dass sie wisse, wie sehr Lientje und Hannes unter ihr leiden müssen und alles bald ein Ende haben werde. Und eben dieses Ende scheint sie am Ende gar nicht zu bereuen: Emotionslos und kalt berichtet sie von jener fatalen Nacht. Leider hat für mich das Lesevergnügen nach gut 180 Seiten aufgehört, weil die Handlung für mich ins Stocken kam und Heleen von da an immer wieder nur dasselbe erzählt. Man merkt, es kommt ein fulminantes Ende, aber so wie dieses kommt, ist der Roman auch schon zu Ende. Daher leider nur 3*.

Mein bisheriges Jahreshighlight!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.05.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Helen ist Patientin in einer Nervenheilklinik. Anfang des 20. Jahrhunderts für Frauen nicht selbstverständlich. Eines Nachts hält sie es nicht mehr aus und erzählt der diensthabenen Schwester ihre Lebensgeschichte und nimmt diese - wie uns als Leser - mit auf eine Reise. Eine dunkle, erschütternde und emotionale Reise, die tief ... Helen ist Patientin in einer Nervenheilklinik. Anfang des 20. Jahrhunderts für Frauen nicht selbstverständlich. Eines Nachts hält sie es nicht mehr aus und erzählt der diensthabenen Schwester ihre Lebensgeschichte und nimmt diese - wie uns als Leser - mit auf eine Reise. Eine dunkle, erschütternde und emotionale Reise, die tief in die Psyche der Protagonistin wie der Autorin blicken lässt. Fast 100 Jahre hat es gedauert, bis dieser Roman ins Deutsche übersetzt wurde und ich kann nur sagen: Endlich! Wahrer literarischer Genuss, der mich eingezogen und erst nach der letzten Seite wieder ausgespuckt hat.

Eine Nacht mit Heleen
von Buchstabenfestival am 14.05.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Das Original dieser Geschichte stammt aus dem Jahr 1930 und doch hat man das Gefühl sie spielt im hier und jetzt. Die Problematik von Liebe, Verzeweiflung, Eifersucht und Angst gibt es heute ebenso wie damals. Noch immer geraten manche Frauen und Männer in einen Strudel aus Liebe und Eifersucht, der sie nicht mehr klar denken lä... Das Original dieser Geschichte stammt aus dem Jahr 1930 und doch hat man das Gefühl sie spielt im hier und jetzt. Die Problematik von Liebe, Verzeweiflung, Eifersucht und Angst gibt es heute ebenso wie damals. Noch immer geraten manche Frauen und Männer in einen Strudel aus Liebe und Eifersucht, der sie nicht mehr klar denken lässt. Marianne Philips lässt Heleen erzählen, die ganze Nacht. Ihre einzige Zuhörerin ist die Nachtschwester, die nicht weg kann. Bei ihr redet sie sich die Seele frei und der Lesende sitzt dabei und lauscht einer Geschichte, die von Armut, zähen Willen, Liebe und Eifersucht erählt. Heleen hat sich hochgekämpft, raus aus der Armut, weg vom tyrannischen Vater und der kranken Mutter und der Gottesfurcht. Heleen ist schön (und das weiß sie) und sie hat ein Gespür für Schönes, Edles und Teures. Damit kann sie ihren Unterhalt verdienen und darüber lernt sie auch ihren ersten Ehemann kennen. Doch dann verliebt sie sich und damit beginnt sich die Spirale zu drehen. Heleen erzählt alles aus ihrer Sicht und recht lang wußte ich nicht, wohin es gehen soll. Ich empfand es dadurch auch etwas langatmig und weniger spannend. Es war durchaus interessant zu erfahren, wie sie sich durchkämpft, aber gerade das letzte Drittel war für mich immer schwerer nachvollziehbar. Das Ende hat mich aber tatsächlich dann noch einmal überrascht. Eine gute Übersetzung einer doch schon 91 Jahre alten Geschichte, die so kein bisschen altbacken und staubig wirkte. Jedoch konnte mich die teilweie emotionslos wirkende Heleen nicht so ganz mitreißen.


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