Fern von hier

Sämtliche Erzählungen

Adelheid Duvanel

(2)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
40,90
40,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Erscheint demnächst (Nachdruck) Versandkostenfrei
Erscheint demnächst (Nachdruck)
Versandkostenfrei

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

€ 40,90

Accordion öffnen
  • Fern von hier

    Limmat

    Erscheint demnächst (Nachdruck)

    € 40,90

    Limmat

eBook (ePUB)

€ 30,80

Accordion öffnen

Beschreibung

Adelheid Duvanel ist eine Meisterin der kleinen Form. Die radikale poetische Kraft ihrer Sprache macht sie zu einer der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts. Ihre kurzen Erzählungen sind Momentaufnahmen aus dem Leben von meist versehrten Existenzen, die sich aber in ihren fatalen Verhältnissen mit schlafwandlerischer Sicherheit bewegen. In ihrem eigensinnigen Beharren auf ihre Sicht der Welt bewahren sie sich ihre Würde gegen die Zumutungen des Lebens. Ja, sie finden gerade in der Abweichung vom Verlangten eine Kühnheit, die den Texten ihre umwerfende Energie gibt. Sie sind von hoher poetischer Präzision, jede Figur «in Einzelanfertigung». Trotz ihres manchmal finsteren Inhalts leben die Texte von überraschenden, absurden Wendungen und einer wunderbaren hintergründigen Komik. Diese Ausgabe vereinigt erstmals alle in Buchform publizierten und einige der in Zeitschriften und Zeitungen erschienenen Erzählungen Adelheid Duvanels in einem Band, der dieser grossartigen Autorin wieder den Platz in der Schweizer Literatur einräumt, der ihr gebührt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Elsbeth Dangel-Pelloquin
Seitenzahl 540
Erscheinungsdatum 12.05.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-03926-013-3
Verlag Limmat
Maße (L/B/H) 19,6/12,5/4,6 cm
Gewicht 750 g
Auflage 1
Verkaufsrang 9317

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
1
1
0
0
0

Besondere Menschen
von S. L. aus Berlin am 09.06.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Adelheid Duvanel schreibt bemerkenswert, bildhaft, phantasievoll. Sie kreiert Momentaufnahmen, dennoch erzählen viele dieser feinen kleinen Geschichten ein ganzes Leben. Manchmal nachvollziehbar, manchmal abgehoben, manchmal unverständlich. Überraschend unerwartete Wendungen können verwirren. Harmlos beginnende Geschichten ufer... Adelheid Duvanel schreibt bemerkenswert, bildhaft, phantasievoll. Sie kreiert Momentaufnahmen, dennoch erzählen viele dieser feinen kleinen Geschichten ein ganzes Leben. Manchmal nachvollziehbar, manchmal abgehoben, manchmal unverständlich. Überraschend unerwartete Wendungen können verwirren. Harmlos beginnende Geschichten ufern ins Absurde aus. Ihre Figuren werden von vielerlei Ängsten und Albträumen geplagt. Lese- und Denkpausen sind nötig. Ihre „Windgeschichten“, ihre besondere Wortwahl ( kleiner Springumsquartier, Faultiergesicht) sind anschaulich, ihre Ideen (Friseur bäckt Haare, Mann heiratet Känguru, Kirschen werden zu Noten) sind ungewöhnlich und teilweise erschreckend. Ein sehr besonderer Lesestoff. Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts. Herausgegeben vom Limmat Verlag Zürich.

Kurzprosa
von einer Kundin/einem Kunden am 07.06.2021

Sämtliche Erzählungen. Das bedeutet fast 800 Seiten, die man selbstverständlich nicht von vorne bis hinten komplett durchliest sondern erst einmal eine Auswahl trifft. Es ist ein Buch für nicht nur ein paar Stunden, durch das man eine originelle Schweizer Autorin kennen lernt. Adelheid Duvanel lebte von 1936 bis 1996. Das Buch ... Sämtliche Erzählungen. Das bedeutet fast 800 Seiten, die man selbstverständlich nicht von vorne bis hinten komplett durchliest sondern erst einmal eine Auswahl trifft. Es ist ein Buch für nicht nur ein paar Stunden, durch das man eine originelle Schweizer Autorin kennen lernt. Adelheid Duvanel lebte von 1936 bis 1996. Das Buch enthält außerdem ein Essays zur Poetik Adelheid Duvanels. Die Erzählungen sind überaus eigen und originell. Es sind alles kurze Erzählungen, oft nur eine oder einige Seiten lang. Ist doch einmal eine länger, wie z.B. die letzte Story „Jan“ ist diese in sich noch mehrfach unterteilt. Schon mit der ersten Geschichte „Der Dichter“ wird eine bildhafte Sprache deutlich. Da spaziert der Protagonist mit seiner Hündin, die auf genau die gleiche weise hinkt wie er, durch die Vorstadt. Häslein in der Grube zeigt ein 15jährigs Mädchen, das Häslein genannt wird, und so hoppelt sie durch die Straßen. Ein krankes Mädchen wird Meerschweinchen genannt und trägt tatsächlich gewisse Züge dieses Tieres, wie eine hochgezogene Lippe und Schnüffeln. Besonders gelungen halte ich die Geschichten, die von Kindern oder jungen Frauen erzählt, die sozial im Abseits stehen (Catalina, Taddea, Sabel, Das Kind, Katja, und andere). Immer ist der Schmerz der ausgegrenzten Figuren erkennbar und als Leser kann man sich dem nicht entziehen. Man muss dem Verlag dankbar für diese Leistung mit diesem Buch sein. Es ermöglicht eine große Entdeckung und die Begegnung mit einer außergewöhnlichen Autorin.


  • Artikelbild-0