Viktor

Lesung

Judith Fanto

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Beschreibung

Wien, 1914. Der sechsjährige Viktor Rosenbaum rettet den verwaisten Bubi aus einem Teich im Praterpark. Zwischen ihnen entwickelt sich eine lebenslange Freundschaft und Bubi wird in die wohlhabende Wiener Familie aufgenommen. Viktor entwickelt sich zum Wichtigtuer und Schürzenjäger, sehr zum Verdruss der intellektuellen Rosenbaums. Der Anschluss Österreichs von 1938 markiert einen Wendepunkt: Mit heldenhaftem Einfallsreichtum und Brutalität schützt Viktor jeden, den er liebt.
Nijmegen, 1994. Geertje Rosenbaum, das jüngste Familienmitglied, rebelliert gegen die Angst und Schande, mit der die Rosenbaums ihre jüdische Identität belegen. Wann wird ihre Familie endlich aufhören, sich zu verstecken? Und was hat es mit Viktor auf sich, dem Bruder ihres Großvaters, über den alle lieber schweigen? Als Geertje nachforscht, stößt sie auf ein unwahrscheinliches Familiengeheimnis.

Produktdetails

Verkaufsrang 695
Medium CD
Sprecher Julia Nachtmann
Spieldauer 430 Minuten
Erscheinungsdatum 31.05.2021
Verlag Audiolino
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783867373746

Kundenbewertungen

Durchschnitt
58 Bewertungen
Übersicht
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Eine Suche
von raschke64 aus Dresden am 19.07.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Holland 1994. Die Studentin Geertje gibt sich einen neuen Namen. Sie nennt sich Judith und will damit auf ihre jüdischen Wurzeln hinweisen. In ihrer Familie ist sie dann so eine Art schwarzes Schaf. Und sie ist nicht das erste in dieser Familie, denn ihre Familie – ursprünglich aus Wien stammend, hatte in den 1920er Jahren dort ... Holland 1994. Die Studentin Geertje gibt sich einen neuen Namen. Sie nennt sich Judith und will damit auf ihre jüdischen Wurzeln hinweisen. In ihrer Familie ist sie dann so eine Art schwarzes Schaf. Und sie ist nicht das erste in dieser Familie, denn ihre Familie – ursprünglich aus Wien stammend, hatte in den 1920er Jahren dort Viktor, der alles andere als ein gläubiger Jude ist. Das Buch beschreibt die Familiengeschichte der Autorin. Das ist gleichzeitig interessant, aber auch berührend. Denn es ist eine typische Geschichte einer jüdischen Familie in der Zeit der Nazis. Diese Familie hat insofern Glück, dass Teile davon eine Ausreise nach Belgien schafften und somit gerettet werden konnten. Trotzdem hat mich das Buch nicht restlos überzeugt. Die Geschichte an sich ist gleichzeitig traurig, wie auch Mut machend. Allerdings hat mir die Umsetzung nur in Teilen gefallen. Die Kapitel wechseln ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Allerdings ist gerade in der Vergangenheit schwierig herauszufinden, in welchem Zeitraum man sich gerade befindet. Es werden oft viele Jahre ausgelassen und man muss ein bisschen raten, wo man gerade ist. Und in der Gegenwart war es für mich nicht immer nachvollziehbar, warum Geertje/Judith unbedingt als Jüdin leben wollte. Die Gründe waren mir nicht richtig klargeworden.

Auf familiäre Wurzeln stolz sein und sie leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Staufenberg am 15.07.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Geertje, geboren und aufgewachsen in den Niederlanden, begibt sich während ihres Studiums auf die Suche nach der familiären Vergangenheit und ihre Erkenntnisse und Ergebnisse führen bei ihr zu einer tiefgreifenden Veränderung ihres eigenen Seins: sie bekennt sich zu ihren jüdischen Vorfahren und Wurzeln und zeigt dies "aller Wel... Geertje, geboren und aufgewachsen in den Niederlanden, begibt sich während ihres Studiums auf die Suche nach der familiären Vergangenheit und ihre Erkenntnisse und Ergebnisse führen bei ihr zu einer tiefgreifenden Veränderung ihres eigenen Seins: sie bekennt sich zu ihren jüdischen Vorfahren und Wurzeln und zeigt dies "aller Welt" durch eine recht drastische Maßnahme: sie ändert ihren Vornamen und tauscht ihn gegen den jüdischen Vornamen "Judith" aus. Bruchstückhaftes Wissen um ihre Großeltern, die zwar in der gehobenen Wiener Gesellschaft zu Hause waren jedoch während des zweiten Weltkriegs und den damit verbundenen Repressalien gegenüber Juden aus ihrer Heimatstadt in die Niederlande flüchten konnten, lässt sie auch einen längst verstorbenen Familienangehörigen, Victor, Bruder ihres Großvaters, kennenlernen. Victor, dessen äußeres Erscheinungsbild alles andere als auf eine jüdische Abstammung hindeutet, entspricht so gar nicht der Erwartungshaltung, die an einen Sohn aus besserem Haus gestellt wird. Ausbildung oder auch ein Studium kann er nicht vorweisen. Doch er verfügt über sehr viel Empathie, was sich bereits in jungen Jahren zeigt, indem er sich für einen aus ärmlichen Verhältnissen stammenden jüdischen Jungen einsetzt und ihn verteidigt. Und auch in der Folgezeit setzt er sich immer und zum Teil auch mit großem Risiko für andere ein. Der Roman teilt sich in zwei Erzählstränge: auf der einen Seite Geertje hier und heute auf der Suche nach Antworten und auf der anderen Seite die Zeit der Großeltern mit durchaus vorhandener Todesangst. Wie sonst lässt sich erklären, dass auch Geertjes Eltern ihre jüdischen Wurzeln nach wie vor verstecken bzw. nicht frank und frei dazu stehen. Dass es sich um einen Teil Familiengeschichte der Autorin handelt, verleiht dem Roman eine ganz besondere Bedeutung. Keine fiktiven Personen und Ereignisse, sondern reale Menschen mit unbeschreiblichen Schicksalsschlägen, die betroffen machen. Und faszinierend der Mut und die Energie, aber auch die Geduld und Feinfühligkeit, mit der die Autorin "den Dingen auf den Grund geht". Ein etwas anderer Roman über die Wirkung und Auswirkung des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart. Ergreifend, berührend, mutig – absolut lesenswert!

Absolut lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Schenefeld am 11.07.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Buch, das nachhallt. Über allem schwebt die Frage: Ist etwas falsch daran, jüdisch zu sein? Diesen Eindruck hat Geertje seit ihrer frühesten Kindheit. Das jüdische Erbe wird in ihrer Familie als Last betrachtet, nach außen hin versteckt. Die Erlebnisse während des Nationalsozialismus totgeschwiegen. Geertje fühlt sich entwur... Ein Buch, das nachhallt. Über allem schwebt die Frage: Ist etwas falsch daran, jüdisch zu sein? Diesen Eindruck hat Geertje seit ihrer frühesten Kindheit. Das jüdische Erbe wird in ihrer Familie als Last betrachtet, nach außen hin versteckt. Die Erlebnisse während des Nationalsozialismus totgeschwiegen. Geertje fühlt sich entwurzelt, nirgendswo zugehörig – eine langjährige Spurensuche beginnt, zunächst noch heimlich, später immer fordernder und konsequenter… Bis sie Stück für Stück zusammensetzt, warum sich ihre Familie so schuldig fühlt. Der zweite Erzählstrang erzählt vom Schicksal ihrer Familie während des 2. Weltkriegs. Im Mittepunkt dieses Geschehens steht Viktor, das schwarze Schaf ihrer Familie. Ohne abgeschlossene Ausbildung hat er es nicht leicht, die Anerkennung seiner Familie zu bekommen. Dabei ist gerade er es, der durch sein großes Herz, seine Entschlossenheit, seinen Mut, seinen Scharfsinn und seinen Weitblick heraussticht und großes leistet. Mehr als einmal setzt er sein Leben für andere aufs Spiel… Beide Erzählstränge strahlen ihre ganz eigene Faszination aus, obwohl sie so eng miteinander verwoben sind. Einerseits diese greifbare Hilflosigkeit und der verzweifelte Wunsch nach Halt von Geertje – beides so laut und doch von ihrer Familie überhört. Hier wird beeindruckend geschildert, welchen Einfluss der Antisemitismus auch noch auf die Folgegenerationen hat. Andererseits die Geschichte von Viktor, dessen Persönlichkeit mich gleich von Beginn an beeindruckt hat. Für mich aus heutiger Sicht sicherlich niemand, der nichts zur Gesellschaft beigetragen hat - ganz im Gegenteil. Stattdessen einer der wenigen, der das Übel sieht und dagegen angeht. Und dabei steht seine Mitmenschen an erster Stelle setzt. Eine absolute Leseempfehlung. Es macht mich immer wieder fassungslos, welche schrecklichen Verbrechen im Nationalsozialismus geschehen sind. Wie konnte das geschehen? Wie konnten die Menschen ihre Taten rechtfertigen? Ich finde beim besten Willen nicht einmal den Ansatz einer Erklärung und bin wieder und wieder aufs Neue erschüttert und ratlos.

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