In eins gespalten

Sind wir wirklich ein Volk?

Matthias Krauss

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Beschreibung

Die Feierlichkeiten zum Jahrestag der deutschen Einheit ließen, trotz einiger Zwischentöne, keinen Zweifel: »Wir Deutschen sind ein Volk!« Doch dreißig Jahre, nachdem über Nacht aus der sozialen Losung »Wir sind das Volk« die nationale »Wir sind ein Volk« geworden war, scheinen wir kaum einen Schritt weiter. Die Spaltung ist tiefer, als die flapsige Rede vom Ossi und Wessi unterstellt. Sie zeigt sich kulturell, indem der Ostdeutsche, seine Lebenswelt und seine Erzählungen im medialen Betrieb kaum vorkommen. Zeigt sich politisch in seiner strukturellen Diskriminierung. Und sozial im nach wie vor bestehenden Rückstand bei Einkommen und in den Arbeitslosenzahlen. Der Kapitalismus kehrte nach Ostdeutschland nicht durch eine Umwälzung zurück, er expandierte ähnlich einer Kolonialmacht ins Gebiet der DDR. Matthias Krauß stellt die notwendigen Fragen. Sind Ost- und Westdeutsche wirklich ein Volk? Werden wir so regiert, dass ein Einheitsgefühl entstehen kann? Kann man von Gleichheit vor dem Gesetz sprechen? Lassen sich kulturelle Entwicklungen zu einer inneren Einheit erkennen? Diese Fragen haben Anspruch auf eine sachliche Betrachtung. Der Autor weist nach, dass von der Einheit der Deutschen nicht zu reden geht, solange die Gesellschaft insgesamt auf Ungleichheit beruht. In siebzehn Kapiteln durchkämmt er das gesamtdeutsche Chaos. Von der Landwirtschaft bis zum Kultursektor, vom Spalter Wolf Biermann bis zum klugen Beobachter Andreas Dresen, von der politischen Psychologie des Westdeutschen, dem Russenhass bis hin zur gleichfalls gescheiterten Einheit Europas.

Matthias Krauß, geboren 1960 in Hennigsdorf, studierte an der Leipziger Karl-Marx-Universität Journalistik und arbeitete bis 1989 als Redakteur der »Märkischen Volksstimme« Potsdam. Seit 1990 ist er als freier Journalist für verschiedene Blätter und Agenturen tätig sowie als Buchautor. Zuletzt erschienen: »Wem nützt die ›Aufarbeitung‹? – Die institutionalisierte Abrechnung« (2016), »Die große Freiheit ist es nicht geworden. Was sich für die Ostdeutschen seit der Wende verschlechtert hat« (2019).

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 22.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-360-01375-0
Verlag Das Neue Berlin
Maße (L/B/H) 20,8/12,4/1,7 cm
Gewicht 266 g
Auflage 1. Auflage

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Vom Wessi und vom Ossi (?)
von einer Kundin/einem Kunden am 29.03.2021

Ich bin vor zwei Jahren berufsbedingt von Saarbrücken nach Halle gezogen und durfte mir von Verwandten und Freunden viel anhören. „Dass du dir da ja keinen Ossi-Dialekt aneignest!“ war da noch eines der milderen Klischees. Aber ja, wenn man im wohl westlichsten Bundesland aufgewachsen ist, dann ist Sachsen-Anhalt doch schon ne a... Ich bin vor zwei Jahren berufsbedingt von Saarbrücken nach Halle gezogen und durfte mir von Verwandten und Freunden viel anhören. „Dass du dir da ja keinen Ossi-Dialekt aneignest!“ war da noch eines der milderen Klischees. Aber ja, wenn man im wohl westlichsten Bundesland aufgewachsen ist, dann ist Sachsen-Anhalt doch schon ne andere Hausnummer. Doch am Ende läuft im Alltag eigentlich alles genauso ab wie auch in den alten Bundesländern. Eigentlich. Denn was im Kopf abläuft, ist immer noch maßgebend für unseren inneren Konflikt zwischen Ost- und Westdeutschland. Nur weil die Mauer vor vielen Jahrzehnten gefallen ist, heißt das nämlich noch lange nicht, dass sie auch aus unseren Köpfen verbandt wurde. Schon viele Soziologen und andere Wissenschaftlicher haben analysiert, ob und wenn ja, warum die Integration des Ostens in den Westen gescheitert ist. Jetzt versucht es Krauß. Und er macht einen unglaublich guten Job dabei. Stets sachlich, gut recherchiert und dabei nie zu anspruchsvoll, sodass man auch als Nicht-Akademiker seinen Gedanken problemlos folgen kann. Klare Leseempfehlung!


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