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Der Fallmeister

Eine kurze Geschichte vom Töten

Christoph Ransmayr

(9)
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Beschreibung

Ein Langboot stürzt im Wildwasser des Weißen Flusses den Großen Fall hinab. Fünf Menschen ertrinken. Der Schleusenwärter, als "Fallmeister" ein Herr über Leben und Tod, hätte dieses Unglück verhindern müssen. Sein Sohn glaubt nicht an einen Unfall: Ist sein jähzorniger, von der Vergangenheit besessener Vater zum Mörder geworden? Wie der Fallmeister ist auch sein Sohn mit der Macht des Wassers vertraut. Er arbeitet als Hydrotechniker an den großen Strömen dieser Erde, um die Wasserkriege geführt werden, und durchquert auf der Suche nach der Wahrheit und seinem nach dem Unglück verschollenen Vater ein in größenwahnsinnige Kleinstaaten zerfallenes Europa.

Produktdetails

Verkaufsrang 256
Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Christoph Ransmayr
Spieldauer 400 Minuten
Erscheinungsdatum 24.03.2021
Verlag Argon Digital
Format & Qualität MP3, 400 Minuten, 300.34 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783732418824

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Ein Wasserfall der Worte
von einer Kundin/einem Kunden am 09.04.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Ransmayr spricht in dieser recht kurzen Erzählung zuviele Themen an. Interessanter als die "Philosophie vom Töten" des Sohnes des vermeintlichen Mörders sind die dystopischen Zukunftsszenarien wie z.B. der Kampf ums Wasser, der ja leider auch in Echtzeit schon begonnen hat. Erstaunlich ist die Sprache: lange verschachtelte Sät... Ransmayr spricht in dieser recht kurzen Erzählung zuviele Themen an. Interessanter als die "Philosophie vom Töten" des Sohnes des vermeintlichen Mörders sind die dystopischen Zukunftsszenarien wie z.B. der Kampf ums Wasser, der ja leider auch in Echtzeit schon begonnen hat. Erstaunlich ist die Sprache: lange verschachtelte Sätze, viele detailbeschreibende Adjektive, adäquat zum beschreibenden Bild des gr0ßen Falls und trotzdem nicht langweilig. Eher für Literaturliebhaber zu empfehlen, nicht für den Freizeitleser.

von einer Kundin/einem Kunden am 06.04.2021
Bewertet: anderes Format

Zu viel auf ein Mal gewollt. Klimawandel, Kampf ums Wasser, Zerfall von Europa, digitale Überwachung, totalitäre Gesellschaften hängen durchaus miteinander zusammen und sind aktuellste Fragestellungen. Doch sie bekommen nicht genügend Raum. Statt Überwältigung gab es Gedränge.

Gefangen in der Wasserwelt
von Sikal am 04.04.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der namenlose Hydrotechniker scheint in einer Welt aus Wasser gefangen zu sein. In einer Welt, in der Wasser mehr und mehr zum Luxusgut wurde, in der Wasser – mittlerweile überall knapp – heiß umkämpft wird. Als Leser wird man in diese Wasserwelt gezogen, liest über den Fallmeister, der ein Bootsunglück verursacht haben soll... Der namenlose Hydrotechniker scheint in einer Welt aus Wasser gefangen zu sein. In einer Welt, in der Wasser mehr und mehr zum Luxusgut wurde, in der Wasser – mittlerweile überall knapp – heiß umkämpft wird. Als Leser wird man in diese Wasserwelt gezogen, liest über den Fallmeister, der ein Bootsunglück verursacht haben soll und der für den Tod von fünf Menschen verantwortlich sein soll. Dessen Sohn (der Hydrotechniker und Ich-Erzähler) glaubt aufgrund des plötzlichen Verschwindens seines Vaters, dass dieser absichtlich dieses Unglück herbeigeführt hat und letztendlich untergetaucht ist. Mutter Jana hat bereits früh die Familie verlassen und ist in ihre adriatische Heimat zurückgekehrt. Übriggeblieben sind der Protagonist und dessen Schwester Mira, die an der Glasknochenkrankheit leidet und im weiteren Verlauf, der Liebe willen ihre Heimat verlässt. Als Hydrotechniker ist der Protagonist privilegiert und wird von einem ziemlich mysteriösen Syndikat an allen großen Flüssen dieser Welt eingesetzt. Über diese Erlebnisse schwadroniert er seitenweise und verstrickt sich in Weltuntergangsszenarien, brutale Massaker der roten Khmer und fantasievolle Träumereien. Der Autor Christoph Ransmayr begeistert mich mit seiner wunderbaren Fabulierkunst, einer Fragilität und raffinierter Gesellschaftskritik. Er lässt seinen Protagonisten über Klimakatastrophen, Kriege, Flüchtlinge oder auch Inzest philosophieren. Dies alles mit einer Sprachgewalt und Wortgewandtheit, die seinesgleichen sucht. Der rastlose Hauptcharakter scheint in einem temporeichen Strudel gefangen zu sein, aus dem er sich nicht befreien kann. Auch als Leser scheint man dieser quälenden Atmosphäre nicht entkommen zu können. Doch Ransmayr hält einen überraschenden Schwenk parat und zeigt Licht am Ende des großen Falls. Ein durchaus lesenswertes Buch mit einer enormen Erzähldichte und einem etwas wirren Protagonisten. 4 Sterne


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