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Jaffa Road

Daniel Speck

(22)
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Beschreibung

Eine Villa am Meer unter Palmen: Die Berliner Archäologin Nina reist nach Palermo, um das Erbe ihres verschollenen Großvaters Moritz anzutreten. Dort begegnet sie ihrer jüdischen Tante Joëlle und einem mysteriösen Mann, der behauptet, Moritz’ Sohn zu sein: Elias, ein Palästinenser aus Jaffa. Drei fremde Verwandte am Grab eines rätselhaften Mannes – gemeinsam rekonstruieren sie Moritz’ schillerndes Leben, um ihre eigene Familiengeschichte zu verstehen.
Haifa, 1948: Unter den Bäumen der Jaffa Road findet das jüdische Mädchen Joëlle ein neues Zuhause. Für das palästinensische Mädchen Amal werden die Orangenhaine ihres Vaters zur Erinnerung an eine verlorene Heimat. Beide ahnen noch nichts von dem Geheimnis, das sie verbindet.

Produktdetails

Verkaufsrang 933
Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Luise Helm, Michael Rotschopf
Spieldauer 1195 Minuten
Erscheinungsdatum 24.03.2021
Verlag Argon Digital
Format & Qualität MP3, 1195 Minuten, 756.27 MB
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783732418732

Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
15
5
1
0
1

Palästina
von einer Kundin/einem Kunden am 13.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Moritz Reincke oder Maurice Sarfati, ein ehemaliger deutscher Wehrmachtsoldat, der später für den israelischen Geheimdienst arbeitet, eine Israelin Joelle, Elias, ein Palästinenser und Nina, eine Deutsche stehen alle in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander, doch sie kennen sich nicht, sie wissen sogar nichts von eina... Moritz Reincke oder Maurice Sarfati, ein ehemaliger deutscher Wehrmachtsoldat, der später für den israelischen Geheimdienst arbeitet, eine Israelin Joelle, Elias, ein Palästinenser und Nina, eine Deutsche stehen alle in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander, doch sie kennen sich nicht, sie wissen sogar nichts von einander. Erst nach dem Tod von Moritz treffen sie sich in dessen Villa und jeder erzählt seine Geschichte. Wir hören von der Naqba, der großen Katastrophe, dem Untergang der palästinensischen Welt, in der drei alte, große Kulturen Jahrhunderte lang beispielhaft zusammen gelebt hatten. Liebe deinen Nachbarn, das Gebot aus allen drei Weltreligionen hatte diese einmalige Kultur ermöglicht. Der Autor gibt uns Einblick in das dramatische, katastrophale Geschehen zwischen Juden und Arabern in Palästina entlang der Lebensgeschichten der Protagonisten seines Romans. Vielleicht will er durch sein Buch dafür sorgen, dass dieses Geschehen in der westlichen Welt nicht in Vergessenheit gerät. Daniel Speck schreibt: "Die Sieger schreiben die Geschichte"

Grossartige Erzählkunst
von einer Kundin/einem Kunden am 13.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch und seine Geschichte ist ein herausragendes Zeugnis grossartiger Erzählkunst. Nicht oft hat mich ein Buch so sehr mitgenommen. Selten hat mich ein Buch so sehr wachgerüttelt und eine Geschichte, welche ich schon geglaubt hatte zu kennen, so sehr von einer anderen Seite das Licht hinaufgesendet. Die Geschichte ist so ... Dieses Buch und seine Geschichte ist ein herausragendes Zeugnis grossartiger Erzählkunst. Nicht oft hat mich ein Buch so sehr mitgenommen. Selten hat mich ein Buch so sehr wachgerüttelt und eine Geschichte, welche ich schon geglaubt hatte zu kennen, so sehr von einer anderen Seite das Licht hinaufgesendet. Die Geschichte ist so gut und ich habe leider Piccolo Sizilia nicht vorher gelesen. Die grosse Gabe des Buches am Ende eine Botschaft hinaus zu Musizieren welche darin mündet das es ohne einander, ohne nebeneinander und ohne du etwas , ich etwas nicht klappen kann ist eine Meisterleistung. DAs Buch ist eine Komposition von klugen Gedanken und stimmigen Gefühlen. Es nahm mich mit öffnete mir die Sicht auf einen Konflikt welchen ich gedacht hatte zu kennen. Aber die Geschichte wird ja meist nur von den Siegern geschrieben. Dieses Buch erzählt auch von den Verlierern. Am Ende ist auch die Frage haben nicht beide auch Verloren. Beide Völker? Israel und Palästina? Ich danke dem Autor für dieses wundervolle Buch. Ein Buch voller sprachlicher Blumen und voller Spannung. Ein Buch welches Augen öffnet und vielen Menschen zugänglich sein sollte. Eine große Leistung und eine wundervolle Geschichte. Es geht um Familie, es geht um die Vertreibung der arabischen Bevölkerung, es geht um Krieg, es geht um die Zeit nach den 2 Weltkrieg rund um das Mittelmeer. Es geht um die Entstehung des Nahost Konflikts ab der Zeit 1948. Aber es geht auch um die Zeit vor 1948 und das Zusammen leben dreier Religionen auf einen Platz. Und es geht um falsche Entscheidungen von Politikern welche Auswirkungen auf das Leben von Millionen haben. Es geht um Nachkriegsgeschichte. Es ist ein richtig gutes, starkes Buch was ohne gleichen ist. In gewissen Situationen hat es mich an die grossen Romane von Howard Fast erinnert. Auch an ein Buch über die Archäologie (Roman) welches die jeweiligen Kulturen in Israel zu der jeweiligen Zeit erzählen tut. In den Büchern welche ich dort las war aber die Rolle der Zionistischen Bewegung nicht annähernd so detailliert beschrieben wie in diesen Buch von Daniel Speck. Sondern eher Pro Israelisch. Hier in diesen Buch ist es will meinen ohne Pro und Kontra geschrieben. Es ist die Geschichte aus beiden Blickwinkeln (Israel und Palästina) beschrieben. Danke Daniel Speck!

Drei Leben, drei Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.04.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Der Mann, den wir gemeinsam suchten, war gestorben, bevor wir ihn finden konnten. Mein Großvater, ihr Vater, der ewig Verschollene." Ein Treffen in Palermo zur Testamentseröffnung lässt drei Generationen aufeinander Treffen. Es geht um den einstigen Wehrmachtsfotograf Moritz Reinicke, oder den Italiener Maurice Sarfati. Eine... "Der Mann, den wir gemeinsam suchten, war gestorben, bevor wir ihn finden konnten. Mein Großvater, ihr Vater, der ewig Verschollene." Ein Treffen in Palermo zur Testamentseröffnung lässt drei Generationen aufeinander Treffen. Es geht um den einstigen Wehrmachtsfotograf Moritz Reinicke, oder den Italiener Maurice Sarfati. Eine Person in unterschiedlichen Leben. Nina Zimmermann, die Enkeltochter, deren Großmutter während seines letzten Heimaturlaubs schwanger wurde. Die Tochter nie ihren Vater kennenlernen konnte, aber stets diese Sehnsucht nach ihm im Herzen trug. Jöelle die einst mit ihrem Vater Maurice und der Mutter sich mit dem Flüchtlingsschiff auf in eine neue Zukunft machten. Von ihrem Land träumten, "Eretz Israel", die Briten nannten es Palästina. Ein neues Zuhause in der Jaffa Road fanden. Und da ist noch der Palistinänser Elias Bishara, Sohn von Amal, der sich als Sohn von Moritz ausgibt. Sie sind sich nie begegnet, doch sind ihre Lebensgeschichten eng miteinander verknüpft. "Der Schlüssel zum Geheimnis seines Todes wird mir in diesem Moment klar, liegt nicht dort wo er gestorben ist. Sondern an den Orten, wo er gelebt hat. Und der Schlüssel zum Leben eines Mannes sind seine Frauen." Nina erfährt über Jöelle und Elias die Geschichte ihrer Familien und die Teilung eines Landes, was die einen als ihre neue Heimat betrachteten, die anderen zu Heimatlosen machte. Erinnerungen die den Leser nach Haifa, Jaffa und Berlin führen. Sie hatten unabhängig vom Glauben in Eintracht miteinander gelebt. Standen füreinander ein. Amals Familie besaß eine große Obstplantage in Jaffa, der Vater war ein gütiger Mensch, investierte seinen Gewinn stets in neues Land, denn Land bedeutete Leben für seine Kinder. Doch dann wurde das Land geteilt, und es spielte keine Rolle mehr wer, sondern was man war. Amals Vater wurde alles genommen, und wurde zum Flüchtling im eigenen Land. "Gott hat ihnen das Land versprochen, sagten sie. Aber was für ein Gott ist das, der seine Kinder trennt und der einen gibt, was er den anderen nimmt." Und jetzt war Jöelles Familie dort angekommen, wo am 14.5.1948 Ben Gurion den jüdischen Staat Israel ausgerufen hatte. Sie eine Wohnung von Vertriebenen bezogen. Es fällt mir, als Leser schwer diese Situation der Vertreibung, aber auch die Sehnsucht des jüdischen Volkes nach einem eigenem Land, zu verstehen, zu begreifen. Ein Kampf, der mitunter noch immer mit viel Hass und Terror geführt wird, viel Leid brachte und noch immer bringt. Daniel Speck schildert diese Zeit ausführlich und schonungslos, verpackt in den unterschiedlichen Familiengeschichten. Oft machte es mich wütend und fassungslos. Aber er gibt dem Leser seinen eigenen Raum diese Ereignisse zu verarbeiten, indem er sie aus Sicht der unterschiedlichen Familie erzählt. Einige mögen diese Passagen sicher als langatmig empfunden haben, aber für mich war es gerade wichtig, um zu verstehen, daher war dieses Hintergrundwissen sehr wichtig, wie ich finde. Eine Geschichte, die noch lange nachwirkt und unbedingt gelesen werden sollte. "Irgendwann kommt die Zeit, wo jeder seinen Koffer auspacken und entscheiden muss, was wirklich zu ihm gehört."

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